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Ukraine-Krieg: Google deaktiviert wichtige Maps-Funktion - auch Facebook zieht harte Konsequenzen

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Von: Lisa Mayerhofer

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Jemand öffnet Google Maps: Google Maps schaltet Echtzeit-Verkehrsinfos in der Ukraine ab.
Google Maps schaltet Echtzeit-Verkehrsinfos in der Ukraine ab. © Thomas Imo/photothek.net

Auch die Angebote der Tech-Konzerne spielen im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Google Maps schaltet Echtzeit-Verkehrsinfos in der Ukraine ab. Facebook legt sich mit Russland an.

Mountain View, Menlo Park - Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat in der digitalen Welt bereits lange vor dem Einmarsch der Truppen begonnen. Soziale Medien wie Facebook und Google-Angebote wie Maps sind zu einem Teil des Ukraine-Konflikts* geworden.

Ukraine-Krieg: Google Maps schaltet Echtzeit-Verkehrsinfos ab

So hat die Google-Mutter Alphabet in ihrer Navigations-Software Google Maps die Anzeige der Verkehrsinformationen in Echtzeit in der Ukraine* abgeschaltet. Der Google-Konzern erklärte, man habe sich mit ukrainischen Behörden beraten und die Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung getroffen.

Google sammelt anonymisiert über die Smartphones mit dem Betriebssystem Android Standortdaten. Damit kann beispielsweise erkannt werden, ob viele Menschen in einem Verkehrsstau stecken. In der Ukraine führte das dazu, dass beispielsweise in Echtzeit nachverfolgt werden konnte, ob Zivilisten an Straßensperren im Stau stehen. Die eigentliche Navigationsfunktion von Google Maps wurde nicht eingeschränkt.

Die Abschaltung der Anzeige der Verkehrsströme ist Teil von einem Maßnahmenpaket, das Google in der vergangenen Woche eingeleitet hat. „Unsere Teams für Bedrohungsinformationen halten nach Desinformationskampagnen, Hacking und finanziell motiviertem Missbrauch Ausschau und unterbinden sie und arbeiten mit anderen Unternehmen und relevanten Regierungsbehörden zusammen, um diese Bedrohungen anzugehen“, erklärte Google auf Twitter.

Facebook legt sich im Ukraine-Konflikt mit Russland an

Auch Konkurrent Meta, zu dem unter anderem Facebook, WhatsApp und Instagram gehören, hat auf den Ukraine-Krieg reagiert. Facebook nimmt inzwischen kein Geld für Propagandawerbung mehr an und hat gleichzeitig die Werbefinanzierung der Inhalte des russischen Staatssenders RT gestoppt.

Facebook bekennt Farbe im Video

Der Facebook-Konzern weigerte sich auch, die Faktenchecks durch unabhängige Medienorganisationen bei vier russischen Staatsmedien zu stoppen. Daraufhin hat die russische Regierung angekündigt, die Nutzung der Meta-Dienste Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger einzuschränken, bestätigte Facebook-Topmanager Nick Clegg. Zudem schaltete der Konzern erweiterte Sicherheitseinstellungen frei.

Laut Berichten sind US-amerikanische Social Media-Angebote in Russland schon nur noch schwer erreichbar. Die Zugänge wurden offenbar durch eine Drosselung der Datenströme eingeschränkt. Neben Facebook, Instagram und WhatsApp* sei auch Twitter betroffen. (Mit Material der dpa und AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA 

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