Arbeitskampf abgewendet

Durchbruch im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes

Potsdam - Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst ist beigelegt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, haben Gewerkschaften und Arbeitgeber am Freitag ein Ergebnis erzielt.

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder ist beigelegt - neue Streiks in Schulen und Kitas sind abgewendet. Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber erzielten in der dritten Verhandlungsrunde einen Durchbruch. Die Beschäftigten erhalten rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres 2,0 Prozent und ab dem 1. Januar 2018 nochmals 2,35 Prozent mehr Geld, mindestens aber 75 Euro, wie Verdi-Chef Frank Bsirske am Freitagabend in Potsdam mitteilte. Eine neue Entgeltstufe 6 insbesondere für Lehrer kommt in zwei Teilschritten bis 1. Oktober 2018. In den vergangenen Wochen hatten die Gewerkschaften Schulen und Kitas bundesweit mit Warnstreiks teilweise lahmgelegt

„Die soziale Balance in diesem Ergebnis stimmt“, sagte Bsirske. Der Verhandlungsführer der Länder, Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD), sprach von einem Resultat, „das für die Länder erträglich ist“. Schneider bezifferte die Kosten für die Besserstellung der rund eine Million Länder-Angestellten auf 870 Millionen Euro 2017 und 1,9 Milliarden Euro 2018.

Der Verhandlungsführer des Beamtenbundes dbb, Willi Russ, verlangte, dass das Ergebnis auf die 2,2 Millionen Beamten und Pensionäre von Ländern und Kommunen übertragen werden solle. Dies müsse nun noch verhandelt werden. Auch für Hessen, für das nicht mitverhandelt wurde, solle nun ein Ergebnis erzielt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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