Nachhaltigkeit

Neue Modelle „grünste Autos der Welt“? BMW will künftig schon am Anfang ans Ende denken

Arbeiter in der Produktion im neuen BMW-Werk.
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BMW plant ein radikales Recycling-Konzept.

Am Mittwoch stellt BMW seine Jahresbilanz vor. Zugleich will BMW-Chef Oliver Zipse die Transformations-Strategie für die nächsten Jahre enthüllen.

München - Am Mittwoch ist es soweit. Dann will BMW-Chef Oliver Zipse* auf der Bilanzpressekonferenz die Jahreszahlen für den Automobilhersteller präsentieren. Darüber hinaus wird eine weitere Ankündigung mit Spannung erwartet. So viel ist im Vorfeld schon klar: Es geht um nichts weniger als den Umbau der Marke.

Nach VW und Daimler auch BMW plant Transformation des Unternehmens

So langsam wachen die großen deutschen Automobilhersteller aus ihrem Winterschlaf auf und gehen mit mutigen Schritten in Richtung Zukunft. BMW*, VW* und Daimler haben bereits angekündigt, kräftig in die Herstellung von Elektroautos zu investieren. BMW geht jetzt noch einen Schritt weiter und will ein komplett wiederverwendbares Auto bauen.

Ab 2025 sollen alle neuen BMW nicht nur auf einer neuen Software- und Antriebsarchitektur beruhen, sondern auch komplett recyclebar sein. BMW will damit als einer der ersten Hersteller konsequent eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in seinen Entwicklungsprozess integrieren. Ein Insider beschrieb gegenüber der Bild das „Design for Recycling“: „Wir entwerfen die Autos von Anfang an so, dass möglichst viele Rohstoffe wieder in einem neuen Auto verwendet werden können – und nicht als minderwertiges oder verunreinigtes Materialgemisch unbrauchbar werden.“ 

Zipse wolle mit diesem Konzept das grünste Auto der Welt bauen. Bei dem ersten Modell soll es sich um einen Mittelklassewagen handeln, wie die Bild berichtet. BMW hatte bereits am Freitag erklärt, dass der Mini* ab 2030 nur noch als Elektrofahrzeug produziert werden soll.

BMW trifft mit Transformations-Strategie den Zeitgeist der deutschen Automobilbranche

Mit ihrem neuen, grünen Konzept treffen die Münchner Autobauer genau den Zeitgeist der deutschen Automobilbranche. Lange machten VW, Daimler und BMW den Eindruck, als würden sie den Trend Richtung E-Mobilität nicht ernst nehmen. Doch inzwischen arbeiten die deutschen Traditionsfirmen mit Hochdruck an ihren Elektroauto-Offensiven.

Alle drei Autohersteller haben ihre Langzeitstrategien geändert und sich teilweise neue Absatzziele für Elektroautos gesteckt. Darüber hinaus planen die Autobauer, bestimmte Marken nur noch als E-Fahrzeug anzubieten. Ob dieses Konzept Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Aktuell wird der Kauf von Elektroautos mit Staatsgeldern unterstützt. Zudem gibt es in der Bevölkerung noch Vorbehalte gegenüber Elektrofahrzeugen. (phf)*Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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