Elektromobilität

Bericht: BMW legt geplantes Volumenmodell auf Eis

BMW-Zentrale in München: Der bayerische Autobauer will sein Angebot an E-Fahrzeugen und Hybriden in den kommenden Jahren deutlich ausbauen.
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BMW-Zentrale in München: Der bayerische Autobauer will sein Angebot an E-Fahrzeugen und Hybriden in den kommenden Jahren deutlich ausbauen.

BMW-Chef Oliver Zipse treibt die Elektrifizierung der eigenen Flotte mit Macht voran. Doch ausgerechnet im Einstiegssegment machen die Bayern jetzt einen Rückzieher.

  • BMW blickt wegen der Corona-Pandemie auf ein extrem volatiles Jahr zurück.
  • Doch dank eines starken Schlussspurt hat der Konzern richtig abgeräumt.
  • Im laufenden Jahr wollen die Bayern vor allem bei E-Autos weiter Boden gut machen.
  • Mit dem i4 und dem iX hat der Konzern 2021 gleich zwei volumen- und margenträchtige Stromer auf der Startrampe.

München – Der Münchner Autobauer BMW* arbeitet mit Hochdruck am Übergang ins E-Zeitalter. Alleine bis 2023 wollen die Bayern insgesamt über 25 neue Stromer und Hybrid-Modelle* auf den Markt bringen.

Doch die E-Offensive läuft nicht überall so rund. Ausgerechnet im Einstiegssegment scheut der Konzern offenbar das Risiko. Der geplante i1 werde wohl nicht gebaut, berichtet das Branchenblatt Automobilwoche. Das Modell, das eigentlich dem ID.3* von VW* Kundschaft abjagen sollte, rentiere sich nicht so recht. Daher hätten die BMW-Strategen Pläne zur Entwicklung des i1 auf die lange Bank geschoben, berichtet das Blatt. Stattdessen soll der aktuelle 1er mit Facelifts bis 2030 auf dem Markt bleiben und damit deutlich länger als geplant.

BMW: E-Offensive nimmt Fahrt auf

Bei den anderen geplanten Baureihen fürs E-Zeitalter kommt BMW hingegen offenbar gut voran. Erst Ende Januar hatten die Bayern den rein-elektrischen SUV iX3 auch in Europa auf den Markt gebracht. Noch im laufenden Jahr soll zudem die Auslieferung des i4 starten.

Angesichts der großen Nachfrage nach E-Fahrzeugen will der Konzern den Produktionsstart der Limousine nun offenbar sogar vorziehen, berichtet das Handelsblatt. Der Serienanlauf des i4 sei für August, spätestens jedoch September geplant, hatte die Wirtschaftszeitung unlängst geschrieben. Ursprünglich sollte der i4 erst im Herbst anlaufen. Um den deutlich schwereren Wagen überhaupt bauen zu können, hatte BMW sein Stammwerk in München während der jüngsten Sommerpause massiv aufgerüstet.*

Im Herbst will das Unternehmen zudem den iX ins Rennen schicken.* Der Luxus-Elektro-SUV im X5-Format soll laut BMW-Chef Oliver Zipse* der neue Technologie-Träger des Konzerns sein. Und 2022 soll mit dem i7 das neue Flaggschiff* des Premium-Herstellers folgen.

BMW: iX1 soll Einstiegssegment abdecken

Immerhin: Ganz aufgeben wollen die Bayern das Einstiegssegment nicht. Ende 2022 soll der iX1 kommen. Dem Kompakt-SUV auf der Basis des X1 trauen die Marktstrategen deutlich bessere Absatzchancen zu als dem in Ungnade gefallenen i1. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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