Corona-Krise

BMW-Absatz bricht drastisch ein – Eine Luxus-Marke erwischte es besonders hart

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Die Coronakrise setzt dem Münchner Automobilbauer BMW schwer zu. Im zweiten Quartal ist der Absatz weltweit drastisch eingebrochen.

  • Die Corona-Krise hinterlässt bei BMW tiefe Spuren im Absatz Münchner 
  • Konzern muss herbe Absatz-Einbrüche in den Amerika und Europa hinnehmen 
  • BMW will rote Zahlen vermeiden und hofft auf das zweite Halbjahr

München - Die Corona-Krise setzt dem Münchner Automobilbauer BMW schwer zu. Im zweiten Quartal ist der Absatz wegen der monatelangen Werks- und Händlerschließungen weltweit drastisch eingebrochen. Auch die Superreichen halten sich beim Autokauf derzeit zurück.

Zwischen April und Juni sackten die BMW-Verkäufe konzernweit um rund ein Viertel auf 485.701 Autos ab. Alleine bei der Kernmarke BMW ging es um fast ein Vierteil auf 430.397 Autos nach unten, MINI büßte gleich 38 Prozent auf 54.597 Einheiten ein. Am schlimmsten erwischte es aber Rolls-Royce. Der Verkauf der Luxusmarke halbierte sich im zweiten Quartal auf 707 Fahrzeuge.

BMW in der Coronavirus-Krise: China-Absatz erweist sich als Lichtblick

Weltweit musste der BMW-Konzern vor allem in Amerika mit minus 41,1 Prozent und in Europa mit 45,6 Prozent herbe Einbußen hinnehmen. Dagegen erwies sich China mit einem Plus von 17,1 Prozent auf 212.617 Einheiten als überraschender Lichtblick. Im ersten Quartal hatte BMW auch in China noch deutlich im Minus gelegen. Inzwischen zieht die Nachfrage auf dem größten Absatzmarkt der Welt aber wieder an. 

Ähnlich wie Audi oder Mercedes-Benz hatte auch BMW die Produktion im März gestoppt. Seit Mitte Mai fahren die Hersteller die Bänder aber wieder hoch.

BMW in der Corona-Krise: Monatelanger Produktionsstopp hat Folgen

Trotz des unerwartet schwierigen Umfelds und des monatelangen Produktionsstopps erwartet BMW im laufenden Jahr keine roten Zahlen. „Wir gehen davon aus, dass wir ein positives Ergebnis haben werden“, hatte BMW-Chef Oliver Zipse Anfang Juli am Rande der Eröffnung einer erweiterten Produktion von Elektroantrieben im BMW-Werk Dingolfing gesagt. Im zweiten Halbjahr wolle man nicht nur die Krise beherrschen, sondern wieder Boden gutmachen, sagte Zipse. Vor allem bei E-Autos liegt die Messlatte inzwischen hoch.

Corona-Krise: BMW will 6000 Stellen streichen

Um die Kosten in Schach zu halten, hatte BMW Ende Juni den Abbau von 6000 Stellen angekündigt. Den Personalabbau will der Konzern über Fluktuation und freiwillige Vereinbarungen erreichen. Entlassungen sind bei BMW laut Betriebsvereinbarung ausgeschlossen, solange der Konzern schwarze Zahlen schreibt.

Kurz hintereinander präsentieren die Autogiganten BMW und Daimler erschreckende Zahlen. Beim Elektropionier Tesla läuft es hingegen gut. Um den Rückstand gegenüber Tesla wett zu machen, arbeiten die deutschen Hersteller fieberhaft am Ausbau ihres E-Autoangebots und der Produktionskapazitäten für Batteriezellen.

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