"Projekt Abstand halten"

Bahn: Fahrgastzahl erholt sich allmählich

Die Fahrgäste kehren bei der Bahn langsam wieder zurück - das Abstandhalten wird aber noch geübt. ). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
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Die Fahrgäste kehren bei der Bahn langsam wieder zurück - das Abstandhalten wird aber noch geübt. ). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Hunderttausende sind auch über Pfingsten in ICE und Intercity gestiegen. Nach und nach kehren bei der Bahn die Kunden zurück. Nicht immer klappt das Abstand halten.

Berlin (dpa) - Nach dem tiefen Einbruch in der Corona-Krise fahren wieder mehr Menschen mit der Bahn. "Wir sehen eine allmähliche Erholung der Fahrgastzahlen", teilte Fernverkehrschef Michael Peterson am Dienstag mit.

Am langen Pfingstwochenende seien 750.000 Fahrgäste ICE und Intercity gestiegen, etwa halb so viele wie vor einem Jahr. Auch am Himmelfahrtswochenende hatte es etwa 750.000 Fahrgäste gegeben.

Auf dem Höhepunkt der Corona-Beschränkungen waren die Fahrgastzahlen um rund 90 Prozent eingebrochen. Weil der Andrang noch immer unterdurchschnittlich ist, sind Verspätungen vergleichsweise selten. 86,3 Prozent aller Fernzüge waren im Mai pünktlich - das heißt, sie trafen weniger als sechs Minuten nach der Fahrplanzeit ein. Die Quote fiel damit 6,5 Prozentpunkte besser aus als im Mai 2019.

Damit die Fahrgäste Abstand halten können, zeigten App und Website der Bahn Züge zu Pfingsten schon als stark nachgefragt an, wenn die Hälfte der Plätze gebucht war. Das trage dazu bei, dass Reisen mit der Bahn berechenbar sei, sagte Peterson. "Wer seine Reise flexibel gestalten konnte, hatte so die Möglichkeit rechtzeitig auf weniger nachgefragte Verbindungen auszuweichen."

"Im Großen und Ganzen klappt das", sagte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Detlef Neuß. Auf Hauptstrecken sei das Abstand halten an Pfingsten dennoch nur bedingt gelungen. Die Auslastungsanzeige bilde es nicht ab, wenn zusätzlich Fahrgäste mit Fahrkarten ohne Zugbindung einsteigen.

"Das mit dem Abstand halten können wir noch nicht richtig", bilanzierte Neuß. Häufig reiche es, ein paar Wagen weiter zu gehen, um mehr freie Plätze zu finden. Er riet Fahrgästen auch, am Anfang oder Ende des Zugs einzusteigen und vorher noch einmal in der Bahn-App nachzusehen, in welchem Waggon die wenigsten Plätze reserviert seien.

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