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Unwetter am Pfingstsonntag: Hagelmassen türmten sich auf - teils chaotische Zustände

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Von: Nadja Zinsmeister, Martina Lippl

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Wetter im Allgäu: Unwetter mit heftigen Hagelschauern verwandelten das Allgäu in eine winterliche Landschaft.
Unwetter mit heftigen Hagelschauern verwandelten das Allgäu in eine winterliche Landschaft. © Davor Knappmeyer/dpa

Eine Unwetterfront zog am Pfingstsonntag über Deutschland hinweg. Hagelmassen türmten sich auf den Straßen, ein Bierzelt musste evakuiert werden - ein Motorradfahrer kam ums Leben.

Update vom 6. Juni, 8.11 Uhr: Schwere Gewitter mit Hagel, stürmische Windböen und Starkregen sind am Pfingstsonntag über Süddeutschland gezogen. Das Unwetter sorgte in Bayern und Baden-Württemberg teils für chaotische Zustände. Im Allgäu in Bodenseenähe türmten sich Hagelmassen auf. Die Straßen dort winterlich aus. Radlader waren im Einsatz, um die Berge von Hagel aus dem Weg zu schieben. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zu Schäden.

Unwetter in Deutschland: Motorradfahrer in Niederbayern tödlich verunglückt

In Niederbayern waren Polizei und Feuerwehr am Pfingstsonntag im Dauereinsatz. Bis 23 Uhr waren es 156 Einsätze, so die Polizei. Besonders tragisch, ein Motorradfahrer stürzte wegen des Starkregens auf der B533 und wurde tödlich verletzt.

Auf der Bundesstraße 388 stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. „Zum Glück wurde niemand verletzt. Am Fahrzeug entstand relativ geringer Sachschaden.“ Auch auf der Kreisstraße PA25 fiel ein vor einem Waldstück ein Baum auf ein Auto, auch hier habe es nur einen relativ geringen Sachschaden gegeben.

Unwetter in Deutschland: Bierzelt mit 2.500 Gästen evakuiert

In Pilsting (Landkreis Dingolfing-Landau) musste wegen des aufziehenden Gewitters ein Bierzelt mit rund 2.500 Besuchern evakuiert und die Veranstaltung beendet werden.

Mehrere Schäden bei Unwetter am Pfingstsonntag: Häuser und Keller in Hessen überflutet

Update vom 5. Juni, 22.27 Uhr: Bei den schweren Unwettern am Pfingstsonntag musste in Hessen die Feuerwehr in Darmstadt und in dem Landkreis Darmstadt-Dieburg für zahlreiche Einsätze ausrücken. Das teilte die Feuerwehr Darmstadt am Abend mit. Demnach seien mehrere Pumpen einer Abwasserpumpstation ausgefallen, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen war. Dadurch konnten die Wassermassen, die durch den Starkregen entstanden, nicht mehr durch die Kanalisation abgeleitet werden. „Diverse Keller und Wohnungen liefen zum Teil bis zur Kniehöhe voll“, so die Feuerwehr. Sie rechnete damit, dass die Einsatzkräfte bis in den späten Abend mit dem Abarbeiten der rund 30 Einsätze beschäftigt sein werden.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg seien am Sonntag überwiegend Wasserschäden gemeldet worden. Insgesamt rückte die Feuerwehr ab etwa 17.00 Uhr zu rund 50 Einsätzen aus.

Schwere Unwetter in Baden-Württemberg: Straßen überflutet und Bäume umgestürzt

Update vom 5. Juni, 19.37 Uhr: Die schweren Gewitter haben nun auch Baden-Württemberg getroffen. Im Landkreis Enzkreis hatten am Pfingstsonntag starker Regen und kräftige Gewitter zu überfluteten Straßen und umgestürzten Bäumen geführt. Die Polizei zählte insgesamt vierzehn Einsätze am Nachmittag, die durch das Unwetter bedingt waren. Das teilte das Polizeipräsidium Pforzheim am Abend mit.

Wie zuvor bereits im Allgäu in Bayern sei es auch in Baden-Württemberg den Polizeiangaben zufolge zu umgestürzten Bäumen gekommen, zudem sei viel Schmutz und Geröll angespült worden. Auf der Autobahn 8 seien aufgrund von Aquaplaning Gullideckel aus dem Boden gedrückt worden. Laut einem Sprecher des Innenministeriums habe es jedoch keine größeren Schäden gegeben.

Feuerwehrleute pumpen Wasser von einer überfluteten Straße in Baden-Württemberg.
Feuerwehrleute pumpen Wasser von einer überfluteten Straße in Baden-Württemberg. © Markus Rott/Einsatz-Report24 /dpa

Unwetter am Pfingstsonntag: Hagelschauer und umgestürzte Bäume im Allgäu

Update vom 5. Juni, 17.56 Uhr: Die ersten schweren Gewitter haben den Süden Deutschlands am Nachmittag erreicht. Wie die Polizei bestätigt, habe es im Allgäu am Pfingstsonntag heftige Hagelschauer und starke Windböen gegeben. Aktuell seien zudem Meldungen von umgestürzten Bäumen eingegangen. Die Polizei rechne mit möglichen weiteren Schäden, da weitere Gewitter in dieser Region vom DWD vorhergesagt wurden.

Feuerwehrleute räumen umgestürzte Bäume nach dem Unwetter im Allgäu beiseite.
Feuerwehrleute räumen umgestürzte Bäume nach dem Unwetter im Allgäu beiseite. © Lisa Willert/dpa

Der Deutsche Wetterdienst warnte für den Abend ebenfalls die Bezirke Niederbayern, Oberbayern und Oberpfalz. Auch dort soll es zu heftigen Gewittern kommen. Im Allgäu im Bereich des Landkreises Lindau sah es nach den Hagelschauern so aus, als habe es geschneit: Die Straßen waren weiß. Unter anderem war ein Radlader im Einsatz, um die Hagelkörner beiseite zu schieben.

Ein Radlader schiebt Unmengen von Hagelkörnern im Allgäu beiseite.
Ein Radlader schiebt Unmengen von Hagelkörnern im Allgäu beiseite. © Davor Knappmeyer/dpa

Unwetter-Warnung am Pfingstsonntag: Gewitterkomplex bildet sich im Alpenvorland

Update vom 5. Juni, 16.43 Uhr: Ein größeres Gewitterkomplex habe sich mittlerweile im Alpenvorland gebildet. Wie der DWD twittert, sei das Gewitter mit Starkregen und Sturmböen auf dem Weg nach München. Außerdem berichtet der Wetterdienst von einer zweiten großen Gewitterzelle mit Hagel südlich Bad-Tölz, das Richtung Rosenheim zieht.

Auf einer Website zeichnet der DWD die wohl vom Sturm betroffenen Gebiete aktuell mit der Warnstufe drei aus. Das stellt die zweithöchste Warnstufe bei Gewittern dar.

Gewitterkomplex bildet sich über der Schweiz

Update vom 5. Juni, 14.28 Uhr: Die ersten kräftigen Gewitter sind im Anmarsch. „Es läuft nach Plan“, twittert der DWD. Gewitter haben sich demnach über der Schweiz gebildet und greifen demnächst auf das Allgäu über. „Auf weiterem Ost-Nordost Kurs sollen sich diese zu teils schweren Unwettern verstärken“, schreibt der Wetterdienst auf Twitter. Die DWD-Unwetterwarnung für Regionen im Westen und Süden Deutschland sind „aktiv“ gestellt.

Der Gewitterkomplex über der Schweiz und Baden-Württemberg wird sich verstärken und über Süddeutschland ausbreiten, prognostiziert der DWD. Der Wetterdienst warnt dort eindringlich vor Starkregen mit örtlichen Überschwemmungen und lokal extremen Sturzfluten. Dazu ist mit Orkanböen mit 120 km/h zu rechnen sowie mit Hagel bis zu fünf Zentimeter.

Unwetter-Alarm an Pfingsten: DWD warnt vor Gewittern mit Orkanböen, Starkregen und großem Hagel

Update vom 5. Juni, 12.29 Uhr: Erste Gewitter ziehen bereits im Südwesten auf. Für Regionen nördlich vom Bodensee besteht eine DWD-Wetterwarnung vor markantem Wetter (Stufe 2), eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter. Mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h, Starkregen (bis 25 Liter pro Quadratmeter) und kleinkörnigem Hagel ist lokal zu rechnen. Die Wetterwarnung gilt aktuell bis 14 Uhr.

Eine Vorab-Unwetterwarnung vor teils schweren Gewittern gilt ab Pfingstsonntag, 13 Uhr. Dann ziehen teils schwere Gewitter von Westen und Südwesten auf, warnt der DWD. „Die schwersten Gewitter mit hoher Unwettergefahr wahrscheinlich vom Bodenseeraum und der Ostalb bis hinüber nach Südostbayern bzw. zum Bayerischen Wald“, heißt es im aktuellen Warnlagebericht für Deutschland. Mit heftigem Starkregen (bis 40 Liter pro Quadratmeter), Hagel (Korngröße bis 5 Zentimeter) und Orkanböen (120 km/h) sei zu rechnen. Es drohen sogar Gewittercluster!

Unwetter an Pfingsten: DWD warnt vor „größeren Gewitterkomplexen“ und sintflutartigen Regenfällen

„Im Verlauf können die Gewitter zu einem größeren Gewitterkomplex zusammenwachsen, sodass stellenweise auch bis 60 l/qm Regen innerhalb weniger Stunden fallen können“, heißt es in der DWD-Vorabwarnung. (Stand: 12.40 Uhr). Und weiter: „Es besteht erhöhte Gefahr vor umstürzenden Bäumen, Überflutungen und Schäden an der Infrastruktur. Auch im Bahnverkehr kann es zu Beeinträchtigungen kommen.“ Die Gewitterzone zieht wohl erst im Laufe der ersten Nachthälfte auf Montag nach Österreich und Tschechien ab.

„Das wird sehr sehr gefährlich“, befürchtet Meteorologe Alban Burster von wetter.com. Der Wetterexperte erinnert an Pfingsten 2019 - damals sorgte eine Hagel-Walze in München und Umgebung für Verwüstungen.

Update vom 5. Juni, 10.46 Uhr: Unwetter-Alarm in Deutschland! Der DWD hat seine Unwetter-Vorabinformation angepasst. „Die höchste Unwettergefahr besteht demnach im Südosten Deutschlands“, schreibt der DWD auf Twitter. Und weiter: „Dort vereinzelt extrem heftiger Starkregen, Sturm- und Orkanböen sowie großer Hagel. Lokal Überflutungsgefahr. Verfolgen Sie die Warnlage!“

Die Gewitter ziehen von Westen und Südwesten auf. Der DWD warnt aktuell von 13 Uhr bis 23 Uhr vor einer Wetterlage mit hohem Unwetterpotential (Stand: 5. Juni, 11.06 Uhr).

Schwere Unwetter an Pfingstsonntag: Hier drohen heftige Gewitter

Erstmeldung am 5. Juni 2022

München/Offenbach – Das Wetter in Deutschland wird über die Pfingstfeiertage turbulent. Aktuell ist es im Süden und Südwesten zunehmend brenzlig. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung vor schweren Gewittern, mit Starkregen und Hagel (bis 2 Zentimeter) herausgegeben. Schon am Vormittag bis Mittag geht es im Südwesten mit teils kräftigen Gewittern los, auch mit Sturmböen bis 85 km/h ist zu rechnen.

Im Laufe des Vormittags kommen die Gewitter laut DWD nord- und ostwärts voran. Dann intensiviert sich die Unwetterlage nach einer kurzen Abschwächung wieder.

Unwetter an Pfingsten: DWD warnt vor Golfball-großem Hagel und Orkanböen

Mit schwersten Gewitter mit hoher Unwettergefahr ist dem DWD zufolge wahrscheinlich vom Bodenseeraum und der Ostalb bis hinüber nach Südostbayern zu rechnen.  Neben heftigem Starkregen teils über 35 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden vor allem größerer Hagel um 4 Zentimeter, lokal bis 7 Zentimeter nicht ausgeschlossen und schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen von 95 bis 120 km/h (Bft 10-12). 

Unwetter an Pfingsten: Hier gilt „Alarmstufe Rot“ am Sonntag

Von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen bleibt es dagegen voraussichtlich trocken. Die Maximalwerte liegen dort von 22 bis 29 Grad.

DWD warnt vor heftigen Gewittern mit Unwettern am Pfingstsamstag

Wetter in Deutschland – Gewitterlage über Pfingsten

Im Osten und Nordosten ziehen die Niederschläge am Montag ab. Im Nordwesten und Norden Deutschlands gibt es noch etwas Regen und es ist bewölkt. In Südbayern bleibt es nach den DWD-Wetterexperten zunächst länger sonnig. Erst am Nachmittag gibt es Schauer und einzelne Gewitter. Die Höchstwerte liegen dann in der Nordwesthälfte 18 bis 24 Grad, in der Südosthälfte 23 bis 27 Grad. (ml)

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