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Keine Corona-Impfung, keine OP: Krankenhaus verweigert lebenswichtige Herztransplantation

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Intensivstation
Ein Intensivpfleger auf der Station. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Einem Mann wird in den USA eine lebensnotwendige OP verweigert. Grund ist seine fehlende Corona-Impfung. Der Vater ist fassungslos.

Boston – In den USA* hat ein Krankenhaus in der Metropole Boston einem nicht gegen das Coronavirus geimpften Patienten eine Herztransplantation verweigert. Der Vater des 31-jährigen Patienten, David Ferguson, sagte den TV-Sendern CNN und ABC, sein Sohn sei von der Klinikliste der Kandidaten für eine Herztransplantation gestrichen worden, weil er sich nicht gegen Corona* impfen lassen wolle.

Eine Sprecherin des Krankenhauses sagte, die Corona-Impfung sei in der Klinik eine der „Voraussetzungen“ für Organ-Transplantationen. Hinzu kämen weitere Anforderungen an die betroffenen Patienten. Es müsse sichergestellt werden, dass ein Patient nach der Organtransplantation gute Überlebenschancen habe, weil sein Immunsystem dann „drastisch unterdrückt“ sei.

„Uns läuft die Zeit davon“: Vater von Ungeimpftem wütet

Ferguson sagte, sein Sohn befinde sich „am Rande des Todes“. Die Corona-Impfung lehne der 31-Jährige ab, weil diese seinen „Grundprinzipien“ widerspreche: „Er glaubt nicht daran.“ Ferguson sagte, er respektiere die Entscheidung seines Sohnes. Er wolle ihn nun in ein anderes Krankenhaus verlegen. „Aber uns läuft die Zeit davon“, fügte er hinzu.

Zahlreiche Krankenhäuser und Kliniken befinden sich an der Belastungsgrenze. Einige davon senden dramatische Hilferufe.*

Der Medizinethiker Arthur Caplan von der New York University verwies im Sender CBS auf die immensen Risiken von Corona-Infektionen für Patienten mit frisch transplantierten Organen. „Wenn Sie ein Organ transplantiert bekommen, wird Ihr Immunsystem komplett ausgeschaltet. Covid könnte Sie töten.“

Für die Entscheidung von Kliniken, nur geimpften Menschen Organe zu transplantieren, äußerte Caplan Verständnis. „Die Organe sind spärlich. Sie würden sie nicht an jemanden geben, der geringe Überlebenschancen hat, wenn es auch andere geimpfte (Kandidaten) gibt, die nach einer Operation bessere Überlebenschancen haben.“ (tu/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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