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Ukrainerin bekommt Job bei Bank, nachdem sie 8 Sekunden in der „Tagesschau“ zu sehen war

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Von: Sina Alonso Garcia

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Oksana Kononenko
Ein TV-Interview, das ihr Leben veränderte: Oksana Kononenko im SRF. © Screenshot/SRF

Eine Ukrainerin, die aus Kiew in die Schweiz flüchtete, war nur für einen kurzen Moment in der Schweizer „Tagesschau“ zu sehen. Diese acht Sekunden sollten ihr Leben komplett verändern.

Zürich - Manchmal sind es Zufälle, die über unser weiteres Leben entscheiden. So erging es auch der 36-jährigen Oksana Kononenko aus Kiew. Lediglich acht Sekunden lang war sie in einem Interview der Schweizer „Tagesschau“ im SRF zu sehen. „Ich habe in der Ukraine bei einer Privatbank als Finanzberaterin gearbeitet“, sagt die Geflüchtete im Video. „Ich versuche, in diesem Bereich Arbeit zu finden.“

Wie Landbote berichtet, war Kononenko mit ihrer 69-jährigen, kranken Mutter vor dem Krieg in der Ukraine in die Schweiz geflüchtet. Kurz nachdem die beiden bei einer Familie in der Gemeinde Egg untergekommen waren, traf die 36-Jährige auf ein Kamerateam des SRF. Ihr Auftritt zur besten Sendezeit blieb einem Verwaltungsmitglied der Schweizer Privatbank Bergos in Zürich nicht verborgen. Die Firma reagierte sofort - und kontaktierte Kononenko auf dem Job-Portal LinkedIn. Kurz darauf befand sie sich im Recruiting-Prozess der Bank.

Oksana Kononenko: „Ich hoffe, meine Geschichte wird anderen Menschen zeigen, dass sie nie aufgeben sollten“

Inzwischen wurde Kononenko bei Bergos in einem bezahlten Trainee-Programm angestellt. Danach soll sie laut Medienberichten eine Festanstellung bekommen. Auf LinkedIn schreibt die Ukrainerin: „Ich bin allen Menschen dankbar, die ich hier getroffen habe, die mich unterstützt und mir geholfen haben, die Hoffnung nicht zu verlieren.“ Sie freue sich sehr, bald zum Bergos-Team dazuzustoßen. „Ich hoffe, meine Geschichte wird anderen Menschen, deren Leben gerade ruiniert wurde, zeigen, dass sie nie aufgeben sollten. Gib niemals auf, sondern handle - du weißt nie, von wo und von wem du eine tröstende Schulter, Unterstützung und Hilfe bekommst.“ Zahlreiche ihrer neuen Kollegen reagierten unter dem Beitrag und sprachen ihren Glückwunsch aus.

Von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erhielt Kononenko bereits lobende Worte: „Sie ist qualifiziert, hat Erfahrungen im Private Banking und Projektmanagement. Solche Leuten haben in der Schweiz keine Probleme, einen Job zu finden“, sagt Peter Raskin von der Bergos Bank. Ihre Aufnahme habe nichts mit PR für die Bank zu tun. sondern mit ihren Qualifikationen. Die Bank wolle weitere Geflüchtete aus der Ukraine einstellen.

Hoffnung für Ukraine-Flüchtlinge: Jobcenter hält Menschen für „wirklich gut ausgebildet“

Auch ein Jobcenter in Stuttgart macht Ukraine-Flüchtlingen Hoffnung: Zahlreiche von ihnen seien „wirklich gut ausgebildet“. Große Unternehmen haben sich in ihren Stellenausschreibungen und Job-Programmen längst auf die Geflüchteten eingestellt: So unterstützen namhafte Arbeitgeber wie Mercedes, Bosch und ZF Ukraine-Flüchtlinge bei der Jobsuche.

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