1. hallo-muenchen-de
  2. Welt

Ukraine-Krieg: Russland will Sanktionen mit Kryptowährungen umgehen

Erstellt:

Von: Moritz Serif

Kommentare

Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren. Foto: Carolyn Kaster/AP
Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren. (Archivfoto) © Carolyn Kaster/dpa/ap/picture alliance

Russland möchte mit Kryptowährungen verhindern, dass die Sanktionen des Westens wirken. US-Senatorin Elizabeth Warren zeigt sich besorgt.

Moskau – Russlands Präsident Wladimir Putin könnte Kryptowährungen nutzen, um Sanktionen zu umgehen. Die USA und die EU hatten diese verhängt, da der Kreml den Angriffskrieg gegen die Ukraine gestartet hatte. „Ja Senator, das ist möglich“, sagte Elizabeth Rosenberg, Finanzbeamtin der USA. Darüber hatte unter anderem CNBC berichtet.

Zuvor hatte Senator Elizabeth Warren Rosenberg gefragt, ob das mit digitalen Zahlungswerten funktionieren könne. Vor allem, dass Oligarchen Kryptowährungen nutzen könnten, um Sanktionen zu umgehen, besorgt Warren. „In der Vergangenheit haben Staaten wie Südkorea diese Möglichkeit bereits genutzt, um Sanktionen zu umgehen. Jetzt könnten das auch die russischen Eliten tun“, so die Politikerin.

Ukraine-Krieg: USA spürt Personen auf, die Sanktionen mit Krypto umgehen

Die USA hätten bereits zweiundzwanzig Personen und zwei Gruppierungen aufgespürt, die Russland mit Kryptowährungen während des Ukraine-Krieges unterstützen. Darin unter anderem verstrickt: der Oligarch Konstantin Malofejew. Laut CNBC haben die USA außerdem Market Hydra und Garantex, russische Kryptotauschbörsen im Darknet, sanktioniert.

Demnach seien alle Zugänge blockiert, ebenso Transaktionen. Allerdings sei Russland in der Lage, Tools zu verwenden, um digitale Transaktionen zu verbergen, die eigentlich sanktioniert wurden. Russland entwickelt aktuell eine eigene digitale Währung, die im Jahr 2024 an den Start gehen soll. Finanzen berichtet darüber, dass das Land erwäge, Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum zu legalisieren, um Transaktionen mit pro-russischen Staaten oder Gruppierungen abzuwickeln.

Wegen Sanktionen: Russisches Finanzministerium will Krypto-Transaktionen ermöglichen

Laut russischem Finanzministerium müssten Krypto-Transaktionen für inländische Unternehmen möglich sein, um Produkte zu importieren und das Überleben der Firmen zu sichern. Neben den USA möchte auch ein Land aus Europa Sanktionen konsequent durchsetzen.

Großbritannien hatte Anfang September erklärt, hart gegen Russinnen und Russen sowie Unternehmen vorzugehen, die Sanktionen zu umgehen versuchen. Laut Finanzen sei die Definition von „Geldern“ und „wirtschaftlichen Ressourcen“ weit gefasst. „Krypto-Assets werden als von diesen Definitionen abgedeckt betrachtet und fallen daher unter die Beschränkungen der Finanzsanktionen“, so das britische Finanzministerium. Allerdings gebe es bislang kein internationales Gesetz, dass Kryptobörsen zum Einfrieren von Wallets zwingt. (mse)

Auch interessant

Kommentare