Der Todesstrafe entronnen

Taiwan: Lebenslange Haft nach grausamem Mord

Taiwan - Ein Gericht hat einen Mann für schuldig befunden, seine Schwester auf grausame Weise ermordet zu haben. Sein familiärer Hintergrund rettete ihn vor der Todesstrafe.

Ein Gericht im Süden Taiwans hat einen Mann für schuldig befunden, seine Schwester ermordet und ihren Kopf anschließend in einer konservierenden Flüssigkeit eingelegt zu haben. Der 38-Jährige wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, wie das Gericht mitteilte. Die Richter folgten damit nicht der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Verhängung der Todesstrafe und begründeten dies mit "abnormalen" familiären Verhältnissen, in denen der Angeklagte gelebt habe.

Der 38-Jährige habe auch keine Vorstrafen, sagte ein Gerichtssprecher. Er sei "in einer gewaltgeprägten Familie unter Angehörigen mit Geistesstörungen" aufgewachsen. Der Mann bestreitet die Tat, seine Verteidigung kündigte weitere juristische Schritte an.

Der Mann war im März vergangenen Jahres festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, seine 36-jährige Schwester getötet zu haben, um eine Versicherungssumme zu kassieren. Zum Zeitpunkt der Festnahme war die Frau bereits seit mehreren Monaten verschwunden. Nach einem schriftlichen Hinweis an die Polizei, dass sich die Leiche der Schwester in einer öffentlichen Toilette befinde, wurde die Polizei auf den Bruder aufmerksam. Gefunden wurde allerdings nur der konservierte Kopf der Frau, vom Rest des Körpers fehlt jede Spur.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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