Bei Tiefbauarbeiten

Unfassbar: Telekom entsorgt bei Bauarbeiten Stolpersteine für NS-Opfer 

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Der Künstler Gunter Demnig hatte die Stolpersteine im Dezember 2015 in Plettenberg verlegt. Jetzt sind sie verschwunden. Eine Firma warf sie weg, als sie für die Telekom Tiefbau-Arbeiten ausführte

Der Holocaust-Gedenktag liegt erst wenige Tage zurück - somit ist die folgende Nachricht umso niederschmetternder und beschämender: Die Telekom hat bei Bauarbeiten fünf Stolpersteine, die an ermordete Juden erinnerten, weggeworfen.

Plettenberg - Es handelt sich um die fünf Stolpersteine, die erst am 10. Dezember 2015 in der NRW-Stadt Plettenberg (Märkischer Kreis) verlegt worden waren, wie come-on.de* berichtet.

Dort erinnerten sie an die jüdische Familie Heilbronn, an Helene und Alex, 1942 im Konzentrationslager Treblinka ermordet, und an Egon, Jenni und die erst fünfjährige Hannelore, alle drei im selben Jahr im KZ Zamosc ermordet.

Noch am Montag hatte der Plettenberger Bürgermeister Ulrich Schulte zum Holocaust-Gedenktag auf dem jüdischen Friedhof auf die Stolpersteine in Plettenberg hingewiesen, die daran erinnerten, dass auch dort in der Zeit des Nationalsozialismus Juden aus ihren Betten geholt, deportiert und in KZs ermordet wurden.

Wie die Steine verschwanden, als eine Firma im Auftrag der Telekom Tiefbau-Arbeiten ausführte, ist eine haarsträubende Geschichte.

*come-on.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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