Großer Schatten vor der Sonne

Sonnenfinsternis am Samstag: Hier finden Sie alle Infos

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Die nächste partielle Sonnenfinsternis steht im August 2018 bevor.

Die nächste Sonnenfinsternis 2018 lässt sich am 11. August beobachten. Wir erklären, an welchen Orten das Schauspiel am Himmel zu sehen ist.

München - Mindestens zweimal pro Jahr taucht die Sonne in den Mondschatten ein und verdunkelt sich für den Betrachter auf der Erde. Trotzdem ist die nächste partielle Sonnenfinsternis 2018 ein Highlight am Himmel. Am 11. August 2018 lässt sich das Schauspiel am Himmel nämlich vom Festland aus gut beobachten. Ganz anders als beispielsweise bei der partiellen Sonnenfinsternis am 13. Juli, die fast nur auf dem offenen Meer zu sehen war.

Hier erfahren Sie, wann und wo Sie die nächste Sonnenfinsternis 2018 beobachten können. Außerdem erklären wir, wie das Himmelsphänomen entsteht und was Sie für die Beobachtung benötigen. 

Sonnenfinsternis 2018: Gute Sicht vor allem in Asien

Die Sonnenfinsternis am 11. August 2018 ist in großen Gebieten der Nordhalbkugel sichtbar. Man kann sie in Skandinavien, Island, Grönland und in weiten Gebieten des nordöstlichen Asiens verfolgen. Russland und China liegen fast vollständig in der Zone, in der die Finsternis auftritt. Eine Verdunkelung in den Randbereichen ist bei einer Sonnenfinsternis allerdings generell schwer zu sehen.

Die maximale Verdunkelung ist vor allem im nordöstlichen Russland zu sehen. Dort wird die Sonne zu 70 Prozent vom Mond verdeckt.

Partielle Sonnenfinsternis 2018 auch in Deutschland sichtbar?

Sonnenfinsternis-Fans in Deutschland werden an dieser Stelle enttäuscht sein, denn hier kann man den Schatten auf der Sonne nicht verfolgen. Nur das nördliche Europa bekommt von diesem Schauspiel am Himmel etwas mit. Wer einen Teil der partiellen Sonnenfinsternis 2018 sehen möchte, kann beispielsweise für einen Kurztrip nach Norwegen, Schweden oder Finnland reisen. Für begeisterte Hobby-Astronomen könnte es sich so gesehen als Glücksfall erweisen, dass der 11. August ein Samstag ist. 

Partielle Sonnenfinsternis 2018 - Wann beginnt die Verdunkelung?

Die kommende Sonnenfinsternis durchquert zahlreiche Zeitzonen. Global betrachtet beginnt die partielle Finsternis um 10.02 Uhr deutscher Zeit, erreicht um 11.46 Uhr ihre maximale Verdunkelung und endet um 13.30 Uhr.

Auf dieser Finsternis-Karte können Sie nachsehen, wann die Phasen der Sonnenfinsternis in einer bestimmten Stadt eintreten. Wenn Sie sich also an einem Ort aufhalten, an dem die Finsternis sichtbar ist, können Sie die genauen Ortszeiten für die einzelnen Phasen der Verdunkelung finden. Nur einen Tag nach der Finsternis erreichen auch die Sternschnuppen der Perseiden ihr Maximum. Es ist also ein guter Monat für die Himmelsbeobachtung.

Sonnenfinsternis beobachten - Nur mit spezieller Brille

Genau wie bei jeder Sonnenfinsternis und überhaupt jeder anderen Gelegenheit gilt: Blicken Sie auf keinen Fall direkt in die Sonne. Sie riskieren sonst eine schwerwiegende und permanente Schädigung Ihrer Sehkraft. Das Auge bündelt das Licht, damit es auf die Netzhaut trifft. Wenn die UV-Strahlung der Sonne direkt in das Auge einfällt kann die Strahlung schnell eine Narbe auf der Netzhaut hinterlassen. Die Schädigung - und damit ein dauerhafter blinder Fleck - tritt dann direkt im Zentrum des Sichtfeldes auf. Selbst bei einer totalen Sonnenfinsternis sind die Augen nicht geschützt. Die UV-Strahlung bleibt gefährlich.

Sonnenfinsternisbrille: So sehen viele Spezialbrillen für die Sonnenbeobachtung aus.

Den notwendigen Schutz für die Augen haben Sie nur mit einer Sonnenfinsternisbrille. Bei einer Brille dieser Art blicken Sie durch eine Spezialfolie, die darauf ausgelegt ist, gefährliche Strahlung herauszufiltern. Der Schutzfaktor ist deshalb viel höher als bei einer normalen Sonnenbrille und eher mit dem einer Schweißerbrille vergleichbar. Sonnenfinsternisbrillen können Sie in vielen Online-Shops bestellen oder beim Optiker kaufen.

Das passiert im Weltall bei einer Sonnenfinsternis? 

Von einer Sonnenfinsternis spricht man, wenn die Sonne teilweise oder sogar komplett durch den Mond verdeckt wird. Zur genaueren Unterscheidung spricht man von einer partiellen oder totalen Sonnenfinsternis. Die Verdunkelung entsteht dadurch, dass der Mond auf seiner Umlaufbahn die Linie zwischen Erde und Sonne kreuzt. Im August 2018 verdeckt er dabei einen großen Teil der Sonne.

Wie viel man von dem Schauspiel am Himmel sehen kann, ist immer abhängig vom Standort auf der Erde. Während eine totale Sonnenfinsternis nur in einem schmalen Streifen auf der Erde zu sehen ist, lässt sich eine partielle Sonnenfinsternis in größeren Gebieten beobachten. 

Nächste Sonnenfinsternis in Deutschland - wann ist es wieder soweit?

Die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland wird am 10. Juni 2021 auftreten. Allerdings wird in Mitteleuropa nur ein geringer Teil der Sonne verdunkelt sein. Zumindest im Norden der Republik ist im darauffolgenden Jahr mehr zu sehen. Am 25. Oktober 2022 ist eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland besser sichtbar.

Auf die nächste Mondfinsternis müssen wir dagegen nicht mehr so lange warten. In Deutschland kann man 2019 gleich zwei Ereignisse dieser Art betrachten. Zuerst am 21. Januar und später am 16./17. Juli.

So verlief die Mondfinsternis 2018 - Bilder vom Blutmond

Das letzte große Ereignis am Himmel liegt noch nicht lange zurück. Am 27. Juli 2018 war in Deutschland eine totale Mondfinsternis zu erleben. Der rot gefärbte „Blutmond“ war in großen Teilen des Landes klar am Himmel zu sehen. Noch dazu war es die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts.

Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts - hier war sie bei uns zu sehen

Die Mondfinsternis 2018 sorgte auch für Romantik, so wie hier in München.
Die Mondfinsternis 2018 sorgte auch für Romantik, so wie hier in München. © dpa / Matthias Balk
So strahlte der Blutmond in 2.502 Metern Höhe im Schweizer Kanton Appenzell.
So strahlte der Blutmond in 2.502 Metern Höhe im Schweizer Kanton Appenzell. © dpa / Christian Merz
Der Blutmond am Himmel über Trier.
Der Blutmond am Himmel über Trier. © dpa / Harald Tittel
Volles Haus für die Mondbeobachtung am Olympiaberg München.
Volles Haus für die Mondbeobachtung am Olympiaberg München. © dpa / Matthias Balk
Diese Sternengucker in Recklinghausen haben sich schon früh auf die Mondfinsternis vorbereitet.
Diese Sternengucker in Recklinghausen haben sich schon früh auf die Mondfinsternis vorbereitet. © dpa / Jana Bauch
Der Blutmond steht hoch über Frankfurt am Main.
Der Blutmond steht hoch über Frankfurt am Main. © dpa / Andreas Arnold
Der Blutmond steht in der Nacht über Füssen.
Der Blutmond steht in der Nacht über Füssen. © dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Die beginnende Mondfinsternis über Dresden.
Die beginnende Mondfinsternis über Dresden. © dpa / Sebastian Kahnert
Die Mondfinsternis steht über der Oberbaumbrücke in Berlin.
Die Mondfinsternis steht über der Oberbaumbrücke in Berlin. © dpa / Gregor Fischer
Auch in Berlin lockte der Blutmond viele Menschen auf die Straße.
Auch in Berlin lockte der Blutmond viele Menschen auf die Straße. © dpa / Gregor Fischer
Am Hamburger Hafen geht der Blick zum Himmel.
Am Hamburger Hafen geht der Blick zum Himmel. © dpa / Daniel Reinhardt
Mondfinsternis - Hamburg
Der Blick auf den Mond zwischen den Kränen in Hamburg. © dpa / Daniel Reinhardt
So konnte man in Koblenz den Blutmond sehen.
So konnte man in Koblenz den Blutmond sehen. © dpa / Thomas Frey
Mondbeobachtung in Heidelberg.
Mondbeobachtung in Heidelberg. © dpa / Uwe Anspach
So sah der Mond über Heidelberg in der Nacht aus.
So sah der Mond über Heidelberg in der Nacht aus. © dpa / Uwe Anspach

Bevor eine totale Mondfinsternis wieder in ihrem vollen Verlauf zu sehen ist, müssen wir in Deutschland bis Silvester 2028 warten.

rm

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