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Ranghoher Taliban-Kommandeur in Kundus getötet

Kundus - Sicherheitskräfte haben in der nordafghanischen Provinz Kundus im Einsatzgebiet der Bundeswehr einen ranghohen Taliban-Kommandeur getötet.

Wie Polizeichef Abdul Rahman Sayedkhili am Freitag mitteilte, soll es sich bei dem Getöteten um Mullah Bahader handeln, den Chef der radikalislamischen Aufständischen in der Provinz Kundus. Der “Schatten-Gouverneur“ und dessen Leibwächter seien in der Nacht bei einem gemeinsamen Einsatz afghanischer und ausländischer Soldaten im Unruhebezirk Char Darah erschossen worden.

Das sind die Taliban

Der Begriff Taliban (“Koranschüler“) hat sich als Bezeichnung für die islamistischen Aufständischen in Afghanistan eingebürgert. © dpa
Die “Gotteskrieger“ kämpfen für einen Abzug der ausländischen Soldaten und den Sturz der Regierung Karsai. © AP
Sie wollen wieder ihr Islamisches Emirat Afghanistan errichten. © AP
Bis 2001 hatten sie die Macht über das Land am Hindukusch. © AP
Maßstab aller Ordnung ist für die Taliban eine besonders strenge Auslegung der Scharia, des islamischen Rechts. Foto: Afghanische Frau in einem Burka-Schleier. © dpa
Gegründet wurde die Bewegung von Absolventen pakistanischer und afghanischer Koranschulen. © AP
Die Taliban sind Sunniten, wie die Mitglieder aller derzeit international operierender islamistischer Terrorgruppen. © AP
Die Taliban konnten sich unter ihrem Anführer Mullah Omar nach dem Sturz ihres Regimes wieder zu einer schlagkräftigen Guerillatruppe formieren. © AP
Trotz mehr als 100 000 ausländischer Soldaten im Land sind sie seit einigen Monaten stark wie nie zuvor. © AP
Schätzungen über die Zahl ihrer Kämpfer reichen bis zu mehreren zehntausend. © AP
Anschläge und Angriffe werden oft vom benachbarten Pakistan aus gesteuert. © AP
Dabei nehmen die Taliban keine Rücksicht auf Unbeteiligte und sind für die meisten zivilen Opfer in dem Konflikt verantwortlich. © AP

Die Internationale Schutztruppe Isaf bestätigte, dass es in der Region eine Militäraktion gegen einen Taliban-Anführer gab, bei der mindestens ein Mensch getötet wurde. Angaben zu dessen Identität machte die Nato-geführte Schutztruppe allerdings nicht.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten Sicherheitskräfte in der Provinz Kundus nach Angaben örtlicher Behörden mehrere ranghohe Kommandeure der Taliban getötet. So war Ende April der Vorgänger von Mullah Bahadar bei einem Nato-Luftangriff ums Leben gekommen. Die Aufständischen unterhalten in vielen Regionen Afghanistans Parallelstrukturen zu Regierung und Verwaltung.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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