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Österreich-Lockdown: Durchgesickerter Lockerungs-Plan zeigt, wie wichtig Boostern für Urlauber werden könnte

Polizisten kontrollieren im November 2021 in die Einhaltung von 2G-Regeln.
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Österreich im Lockdown: Polizisten in Wien kontrollieren die 2G-Regeln.

Österreich will mit dem inzwischen vierten Lockdown die Corona-Pandemie in den Griff kriegen. Wie sind die Pläne der Regierung für dessen angekündigtes Ende?

Wien - In der Corona-Krise beobachten sich die deutschsprachigen Nachbarländer gegenseitig genau. Den österreichischen Medien ist die Marke von 100.000 Covid-Toten in Deutschland nicht entgangen. Die deutsche Politik wiederum erwägt zögerlich eine allgemeine Impfpflicht gegen das Virus*. Österreich will diese als erstes EU-Land ab dem 1. Februar einführen.

Zwar haben auch andere europäische Länder wie Italien*, Frankreich* und Griechenland* schon eine Impfpflicht erlassen, aber nur für bestimmte Berufsgruppen. Dort ist die Inzidenz in der Corona-Pandemie* aber nicht so hoch wie in Österreich (aktueller Wert: etwa 1100).

Hier soll die Impfpflicht für die breite Bevölkerung gelten. Mit Ausnahmen wohl für Menschen, für die das aus medizinischen Gründen nicht geht. Über das Mindestalter will die Regierung mit Experten beraten.

Corona-Lockdown in Österreich: Angeblich Stufenplan für Lockerungen

Die Zahl der Patienten auf österreichischen Intensivstationen hat sich seit Monatsbeginn in etwa verdoppelt. In Österreich gelten daher seit dem 22. November Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Die Regeln sollen am 12. Dezember auslaufen.

Die Straßenproteste gegen die neuen Maßnahmen sind indes heftig*. Österreichs Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und sein Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) haben laut einem Bericht bereits einen Stufenplan für die dann anstehenden Lockerungen. Das will das österreichische Portal oe24.at erfahren haben. Die Redaktion beruft sich dabei auf keine ihnen vorliegenden Beschlusspapiere oder ähnliches.

Corona-Lockerungen in Österreich: Geschäfte und Schulen wohl zuerst

Dem Bericht zufolge sollen Schulen als erstes wieder auf „Normalbetrieb“ umstellen. Voraussetzung sei allerdings, dass sie auf E-Learning umstellen. Die Regierung hat es den Eltern überlassen, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht. Nach ersten Zahlen des Bildungsministeriums saßen zum Lockdown-Start 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit einer FFP2-Maske im Klassenzimmer. Für Daheimgebliebene ist laut Ministerium kein Online-Unterricht vorgesehen, sondern wöchentlich abzuarbeitende Aufgabenpakete.

Auch Geschäfte - Stichwort Weihnachtsgeschäft - dürften demnach ab dem 13. Dezember wieder öffnen. Allerdings nur für gegen Corona Geimpfte. Das wäre die „Stufe eins“.

In Sorge um die Wintersaison ist die Tourismusbranche. Deren Lobby sowie die ÖVP möchten daher spätestens nach Weihnachten und „eigentlich bereits davor“, Hotels, Skihütten oder Weihnachtsmärkte öffnen, heißt es. Denkbar sei, dass Herbergen nur Dreifach-Geimpfte, also Menschen, die bereits einen Booster* erhalten haben, aufnehmen.

Warten bis zur Impfpflicht? Nachtleben in Österreich im Lockdown

Nach dieser Stufe zwei würde Stufe drei laut oe24.at deutlich später greifen: Die Nachtgastronomie und Großveranstaltungen sollen mutmaßlich bis zur Impfpflicht-Geltung ab dem 1. Februar 2022 geschlossen bleiben. Anschließend sollen wohl zunächst nur Geimpfte Zutritt haben. Theater und Opern könnten schon früher öffnen, sofern dort „2G Plus“ gilt, also Einlass nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen.

Das Portal weist in seinem Bericht darauf hin, dass die Lockerungen regional unterschiedlich ausfallen können. Allgemein hingen alle Lockerungen österreichweit davon ab, wie die Corona-Lage im Dezember in den dortigen Krankenhäusern ist. (frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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