Neue Infos auf Pressekonferenz 

Mann soll Schülerin (13) unbekannte Substanz gespritzt haben - Mädchen hat Angriff erfunden

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Die Spritzen-Attacke auf eine Schülerin in Gelsenkirchen war wohl nur vorgetäuscht.

Eine 13-Jährige gab an, von einem Mann mit einer Spritze eine unbekannte Substanz verabreicht bekommen zu haben. Nun nimmt der Fall eine unerwartete Wende. 

  • Ein 13-jähriges Mädchen behauptete, dass ein Unbekannter ihr mit einer Spritze eine unbekannte Substanz gespritzt hat.
  • Der Vorfall soll sich am Donnerstagmorgen (14. November) auf einem Parkplatz in Gelsenkirchen ereignet haben.
  • Nun stellte sich heraus: Das Mädchen hat den Vorfall nur erfunden.   

Update vom 15. November 2019, 18.30 Uhr: In Gelsenkirchen herrscht Fassungslosigkeit: Die angebliche Attacke mit einer Spritze auf eine 13-Jährige war eine Lüge. Die Schülerin soll sich den Überfall ausgedacht haben, wie die Polizei mitteilte. Eine strafrechtliche Verfolgung der 13-Jährigen ist allerdings ausgeschlossen, da sie wegen ihres Alters noch strafunmündig ist.

Der Fall erinnert an den sogenannten „Hakenkreuz“-Fall aus dem Jahr 2007. Eine 17-Jährige hatte sich damals im sächsischen Mittweida ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt. Sie hatte behauptet, Neonazis hätten ihr die Verletzung zugefügt, als sie ein Aussiedlerkind vor Misshandlungen der Männer schützen wollte. Sie wurde im November 2008 wegen Vortäuschens einer Straftat vom Amtsgericht Hainichen zu 40 Arbeitsstunden verurteilt.

Mann soll Schülerin (13) unbekannte Substanz gespritzt haben - Nun die überraschende Wende

Update vom 15. November 2019, 17.00 Uhr: Nach der Spritzen-Attacke auf eine Schülerin nimmt der Fall nun eine irre Wende. Wie die Polizei mitteilt, soll die 13-Jährige die Attacke erfunden haben. „Die Polizei kommt zu dem Ergebnis, dass die Schülerin den Vorfall vorgetäuscht hat“, erklärten die Ermittler am Freitag in Gelsenkirchen. Ein Gutachter habe bei den Untersuchungen festgestellt, dass sich die 13-Jährige die Verletzungen selbst zugefügt habe. Auch die serologische Untersuchung der Schülerin im Krankenhaus verlief demnach ohne Befund. 

Die 13-Jährige hatte laut Polizei angegeben, ein Unbekannter habe sie am Donnerstagmorgen auf einer Straße angesprochen und zunächst mit einem Taschenmesser bedroht. Später habe er eine Spritze hervorgeholt und ihr eine u nbekannte Substanz injiziert. Vor seiner Flucht habe der Mann die Worte "Nummer sechs" gesagt.

Die Polizei teilte am Freitagnachmittag weiter mit, dass das Mädchen aufgrund der neuen Erkenntnisse erneut befragt wurde. Bei ihren Ermittlungen wurde die Polizei von einem Rechtsmediziner unterstützt.

Mann spritzt Schülerin (13) unbekannte Substanz - Nun die überraschende Wende 

Update vom 15. November 2019: Nach der Spritzen-Attacke auf eine 13-jährige Schülerin hat die Polizei Gelsenkirchen auf einer Pressekonferenz am Freitagvormittag die neuesten Erkenntnisse zu dem Fall bekannt gegeben. Das Mädchen befindet sich noch im Krankenhaus und wird weiter behandelt, so ein Sprecher der Polizei Gelsenkirchen. 

Spritzen-Angriff auf Schülerin (13) - Welche Substanz war in der Spritze? 

Das Mädchen habe nach dem Spritzen-Angriff „Ausfall-Erscheinungen“ gehabt, sagte ein Sprecher der Polizei Gelsenkirchen. Welche Substanz injiziert worden sei, ist noch unklar. Untersuchungen laufen, sie würden jedoch noch viel Zeit in Anspruch nehmen. 

Auch ein Gerichtsmediziner sei bei diesen Analysen eingebunden. Die Substanz sei in einer handelsüblichen Spritze verabreicht worden. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand hat die Polizei jedoch keinen Zweifel an der Tat, betont der Sprecher der Polizei. 

Ungewöhnlich in den Augen der Ermittler seien die Worte „Nummer sechs“ gewesen. Deswegen habe sich die Polizei offensiv an die Bevölkerung gewandt und gewarnt. Noch hat sich kein weiteres Opfer gemeldet. 

Grundsätzlich möchte die Polizei nach eigenen Angaben keine Panik verbreiten. Im Umfeld des Tatorts und der Schule sind jetzt jedoch präventiv Polizisten in Uniform unterwegs.

Als „schwer verletzt“, bezeichnet die Polizei eine Person, die in eine Klinik aufgenommen werden muss und dort stationär verbleibt, erklärt der Sprecher der Polizei Gelsenkirchen auf Anfrage. Insofern gelte das Mädchen als schwerwiegend verletzt.   

Mann spritzt Schülerin (13) unbekannte Substanz und murmelt gruselige Worte vor Flucht

Erstmeldung: Gelsenkirchen - Auf einem Parkplatz in Gelsenkirchen hat sich am Donnerstag ein unheimlicher Vorfall ereignet. Ein Unbekannter hat einem 13-jährigen Mädchen mit einer Spritze eine unbekannte Substanz injiziert und ist dann geflüchtet.

Mann spritzt Mädchen (13) unbekannte Substanz und raunt „Nummer sechs“

Der Täter hatte die Schülerin am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr auf der Straße angesprochen und dann mit einem Taschenmesser bedroht, berichtet die Polizei. Dann zwang er das Mädchen ihm auf einen Parkplatz zu folgen. „Hier holte der Mann eine Spritze hervor und verabreichte der 13-Jährigen eine unbekannte Substanz“, teilt die Polizei Gelsenkirchen mit. Bevor der Angreifer flüchtete, sagte er noch „Nummer 6“.

Das verletzte Mädchen klingelte nach der Tat an der Wohnungstür eines  unbekannten Anwohners und bat um Hilfe. Der Anwohner brachte die 13-Jährige dann ins Krankenhaus, wo sie stationär behandelt wird. Die Schülerin sei bei dem Spritzen-Angriff schwer verletzt worden, aber außer Lebensgefahr. 

Gelsenkirchen: Mädchen (13) mit Spritze verletzt - Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zur Tat und zum Tatverdächtigen machen können. Der Unbekannte ist laut Beschreibung der Polizei 1,85 bis 1,90 Meter groß, schlank, etwa 30 bis 40 Jahre alt und sprach akzentfrei Deutsch. Er hat demnach große dunkle Augen mit dicken buschigen Augenbrauen. 

Bekleidet war der Unbekannte mit einer schwarzen Marco Polo-Winterjacke, mit Fellkapuze, einem schwarzen T-Shirt und Sweatshirt, einer schwarzen Jeans, einem schwarz-weiß karierten Schal und schwarzen Fila-Turnschuhen. Zudem trug er weiße Handschuhe und hatte eine schwarze Bauchtasche dabei. 

Die Polizei schließt nach eigenen Angaben nicht aus, dass der Unbekannte weitere Menschen auf ähnliche Art und Weise verletzt hat oder verletzen wird. Vor allem die Worte des Unbekannten „Nummer sechs“ wertet die Polizei 

ml

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