Haftstrafen für Auschwitz-Diebe

+
Der Schriftzug “Arbeit macht frei“ wurde gestohlen

Krakau - Ein Jahr nach dem Diebstahl des Schriftzuges “Arbeit macht frei“ aus der Gedenkstätte Auschwitz ist der Schwede Anders Högström zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Er muss für zwei Jahre und acht Monate hinter Gitter. Das entschied am Donnerstag das Bezirksgericht in Krakau, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete. Zwei polnische Komplizen des Drahtziehers müssen für zweieinhalb Jahre beziehungsweise zwei Jahre und vier Monate hinter Gitter.

Die meistgesuchten Nazi-Verbrecher

Sie haben sich dem Zugriff der Justiz entzogen. Auf der Liste der meistgesuchten Nazi- Kriegsverbrecher des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem stehen folgende Namen: © dpa
ALOIS BRUNNER (Jahrgang 1912) in Syrien: Der wichtigste bislang strafrechtlich nicht verfolgte Nazi-Kriegsverbrecher ist möglicherweise nicht mehr am Leben. © dpa
Der ehemalige SS-Hauptsturmführer soll als “Ingenieur der Endlösung“ für den Tod von etwa 130 000 Juden aus mehreren Ländern verantwortlich sein. © dpa
Brunner wurde das letzte Mal im Jahr 2001 in Damaskus (Syrien) gesehen. © dpa
ARIBERT HEIM (1914) in Ägypten: Der als “Dr. Tod“ berüchtigte frühere KZ-Arzt soll 1992 mit 78 Jahren in Kairo gestorben sein. Als Beleg gilt ein Auszug aus dem Sterberegister. © dpa
Aufgrund einer beim Bundesfinanzhof anhängigen Steuersache schließt das Wiesenthal- Zentrum jedoch nicht aus, dass Heim noch lebt. © dpa
Er soll in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Buchenwald und Mauthausen zahlreiche Menschen ermordet haben, viele durch Injektionen ins Herz. © ZDF
SANDOR KEPIRO (1914) in Ungarn: Der Polizeioffizier wird verdächtigt, an der Ermordung von mehr als 1200 Zivilisten im serbischen Novi Sad teilgenommen zu haben. © dpa
MILIVOJ ASNER (1913) in Österreich: Der ehemalige Polizeichef in Kroatien soll aktiv an der Verfolgung und Deportation von Serben, Juden sowie Sinti und Roma beteiligt gewesen sein. © AP
KLAAS CARL FABER (1922) in Deutschland: In den Niederlanden wurde er für den Tod von Gefangenen 1944 zum Tode verurteilt. © dpa
Das Urteil wurde 1948 in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. 1952 flüchtete er aus dem Gefängnis und lebt seit Jahrzehnten in Ingolstadt. © dpa
SOEREN KAM (1921) in Deutschland: Das ehemalige SS-Mitglied soll für den Tod eines dänischen Journalisten verantwortlich sein und die Deportation der jüdischen Gemeinde in Dänemark in deutsche Konzentrationslager ermöglicht haben. © dpa
Wegen Tötung in Dänemark verurteilt, lebt Kam heute in Kempten im Allgäu. © dpa
MICHAIL GORSCHKOW (1923) in Estland: Laut Wiesenthal-Zentrum war er am Mord an Juden in Weißrussland beteiligt. © dpa
ALGIMANTAS DAILIDE (1921) in Deutschland: Er soll Juden festgenommen haben, die später von Nationalsozialisten getötet wurden. © dpa
Von den USA ausgeliefert wurde er in Litauen verurteilt, musste seine Haft aber wegen seines Gesundheitszustands nicht antreten und lebt heute in Sachsen. © dpa

Der Diebstahl des Schildes, das als ein Symbol der Hitler- Verbrechen angesehen wird, hatte weltweit Empörung hervorgerufen. Die deutschen Nationalsozialisten hatten 1940 das Konzentrationslager Auschwitz und zwei Jahre später in seiner Nähe das Vernichtungslager Birkenau im besetzten Polen errichtet. Dort wurden bis zum Kriegsende mehr als 1,1 Million Menschen umgebracht. Die meisten Opfer waren Juden.

dpa

Auch interessant:

Meistgelesen

Frau knipst Urlaubsfoto - Erkennen Sie das verrückte Detail?
Frau knipst Urlaubsfoto - Erkennen Sie das verrückte Detail?
Illegales Autorennen reißt unbeteiligte Frau in den Tod: Gericht fällt ein knallhartes Urteil
Illegales Autorennen reißt unbeteiligte Frau in den Tod: Gericht fällt ein knallhartes Urteil
Urlauberin lässt sich für cooles Foto knipsen - hinter ihr ist allerdings Ekliges zu sehen
Urlauberin lässt sich für cooles Foto knipsen - hinter ihr ist allerdings Ekliges zu sehen
Sogar im Hörsaal: Münchner Uni-Studenten lassen die Hüllen fallen - Profs reagieren überraschend
Sogar im Hörsaal: Münchner Uni-Studenten lassen die Hüllen fallen - Profs reagieren überraschend

Kommentare