Montélimar in Südfrankreich

Heftiges Erdbeben nahe zwei Kernkraftwerken - mehrere Verletzte

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Atomkraftwerke sind bei Erdbeben ein zusätzliches Risiko (Symbolbild des tschechischen Werks Temelin).

Ein Erdbeben hat den südlichen Teil Frankreichs erschüttert. Mehrere Menschen wurden verletzt. In der Nähe des Epizentrums stehen zwei Kernkraftwerke.

  • Ein Erdbeben hat den Süden Frankreichs erschüttert.
  • Mindestens drei Menschen wurden verletzt.
  • In der Nähe des Epizentrums stehen zwei Atomkraftwerke.

Montélimar/ Le Teil - Um 11:52 Uhr lokaler Zeit hat die Erde in Südfrankreich gebebt. Das Epizentrum des Bebens lag offenbar nahe den benachbarten Städten Montélimar und Le Teil. Zu spüren war es in den Départements la Drôme und Ardèche. Auch die Städte Lyon und Montpellier waren betroffen.

Heftiges Beben in Südfrankreich - widersprüchliche Angaben um die genaue Stärke

Zur Stärke des Bebens gibt es widersprüchliche Angaben. Während das US-amerikanische geologische Institut USGS dem Beben eine Stärke von 4,8 auf der Richterskala beimaß, publizierte der französische Dienstleister BCSF mit Sitz in Straßbourg auf Twitter einen Wert von 5,4

Auch zu den Verletzten von Südfrankreich gibt es widersprüchliche Angaben

Die Präfektur des Départements Ardèche sprach auf Twitter von drei Leichtverletzten in Folge einer „Panikattacke“ und forderte die Bewohner der Gemeinde Le Teil auf, ihre Behausungen für den Moment nicht zu betreten. 

Die französische Zeitung LeMonde berichtete derweil von vier Verletzten, darunter ein Schwerverletzter.

Video: Atomreaktoren nach Erdbeben heruntergefahren

Erdbeben von Südfrankreich: Zwei Kernkraftwerke befinden sich im unmittelbar Umkreis

Möglicherweise sind Frankreich und ganz Europa nur knapp einer Katastrophe entgangen. Denn in unmittelbarer Nähe des Epizentrums befinden sich die Kernkraftwerke Cruas (rund 13 Kilometer entfernt von Montélimar) und Tricastin (rund 30 Kilometer entfernt von Montélimar). Vor allem letzterem wird seit Jahren ein extrem schlechter Zustand nachgesagt. Auf Social Media äußerten sich einige User prompt besorgt: „Ein nicht ungewöhnliches #Erdbeben in einer Zone, die als gefährdet gilt“, schreibt einer. „Die große Anomalie ist es, hier ein Kernkraftwerk zu finden. #Tricastin“

Präfektur von la Drôme ruft zur Ruhe auf

Die Präfektur des Départements la Drôme vermeldet inzwischen, dass bisher keine „bedeutenden Schäden“ in der Region erfasst worden seien. Die Situation erfordere, sofern von den örtlichen Behörden nicht anders angeordnet, „keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen“. Rettungskräfte und Feuerwehr seien weiterhin im Einsatz. Die Präfektur appellierte außerdem an die Bevölkerung, den Notruf wirklich nur dann zu wählen, wenn eine gefährliche Situation vorliege. 

Erdbeben: Erste Bilder der Zerstörung machen auf Twitter die Runde

Auf Twitter wurden unterdessen die ersten Bilder des Erdbebens gepostet. Ein Nutzer veröffentlichte ein Bild, das einen beschädigten Dachstuhl in der Gemeinde Le Teil zeigen soll, im Vordergrund habe ein umstürzender Baum einen Strommasten getroffen. 

Weitere Erdbeben hatten in letzter Zeit die albanische Hauptstadt Tirana sowie die schwäbische Alb getroffen. 

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