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Elon Musk: „Praktisch jeder kann sich ein 100.000-Dollar-Ticket zum Mars leisten“

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Von: Sina Alonso Garcia

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Tech-Unternehmer Elon Musk hegt seit langem die Vision von der Besiedlung des Mars. Nun nennt er erstmals einen hypothetischen Preis für ein Flugticket von SpaceX - und betont, dass dieser für die meisten Menschen erschwinglich sei.

Austin - Tech-Milliardär und Weltraum-Unternehmer Elon Musk hat eine Vision: Bis 2050 soll, wenn es nach ihm geht, eine Million Menschen auf dem Mars leben. Bereits in den kommenden zehn Jahren will Musk mit seinem Unternehmen SpaceX 1.000 Raumschiffe bauen, die den roten Planeten anfliegen sollen, um dort eine Stadt zu errichten. Wie Musk andeutete, könnte im Jahr 2029 erstmals ein Mensch auf dem Mars landen.

Mit seiner Vision von der Besiedlung anderer Planeten ist das Tech-Genie nicht alleine: Auch Astrophysiker Stephen Hawking erklärte, dass die Menschen die Erde verlassen müssen*, um ihren Fortbestand zu sichern (BW24* berichtete). Schon jetzt nennt Musk eine Größenordnung, in der sich die Ticket-Preise für einen Flug zum Mars bewegen könnten. „Ich bin zuversichtlich, dass ein Umzug zum Mars eines Tages weniger als 500.000 Dollar und vielleicht sogar weniger als 100.000 Dollar kosten wird“, erklärte er in einem Statement auf Twitter.

Elon Musk: Wer sein Haus auf der Erde verkauft, kann auf den Mars ziehen

Der Preis von 100.000 Dollar sei „so niedrig, dass die meisten Menschen ihr Haus auf der Erde verkaufen und auf den Mars ziehen könnten, wenn sie wollten.“ In einem anderen Interview erklärte er: „Praktisch jeder kann sich ein solches Ticket leisten, wenn er arbeitet und spart.“

„Der Preis hängt zum Teil von der Wirtschaftlichkeit ab, aber auch von der Notwendigkeit, Marsreisen so erschwinglich zu machen, dass sie etwa eine Million Menschen anziehen, die für den Bau einer Stadt auf dem Mars benötigt werden“, erklärte Musk einem kürzlich veröffentlichen Gespräch mit dem Leiter der TED-Konferenzen, Chris Anderson. In dem Interview erwähnte Musk auch andere mögliche Finanzierungsquellen wie die Unterstützung durch Regierungen oder die Aufnahme eines Darlehens.

Twitter-Nutzer schimpfen Elon Musk: „Unnahbarer Reicher“ ohne Bezug zum Geld

Auf Twitter wird Musks Aussage bereits heiß diskutiert. „Ich bewundere Ihren Ehrgeiz, aber der Mars ist zu weit hergeholt“, kommentierte ein Nutzer unter Musks Tweet. „Niemand, der bei klarem Verstand ist, wird 100.000 Euro bezahlen, um auf einen felsigen, sandigen Planeten zu fliegen und dort nach ein paar Tagen unter der Erde Selbstmord zu begehen. Ich ergreife lieber meine Chance auf der Erde.“ Auch ein anderer Nutzer meint spöttisch: „Ja klar, weil die meisten Menschen auch genug Geld haben, um das für eine Reise zum Mars auszugeben.“ Dahinter setzt er einen Smiley mit Lachtränen. Musk hält er für „einen der unnahbaren Reichen“.

Auf die Vorwürfe reagierte SpaceX-CEO Musk nun auf Twitter. (Archivfoto)
Ein Mann, eine Vision: Milliardär Elon Musk möchte den Menschen eine „erschwingliche“ Reise zum Mars ermöglichen. © IMAGO/Political-Moments

Offenbar löste Musks Ansage sofort klare Assoziationen in der Netzgemeinde aus. Ein Nutzer versetzt sich in die Zukunft - und witzelt: „Inzwischen haben Prominente und Superreiche Mars-Ferienhäuser. Obdachlosigkeit ist auf der Erde immer noch ein Thema.“ Ein weiterer fragt sich: „Wie viel wird das neue Haus auf dem Mars kosten? Es wäre dämlich, mein Haus zu verkaufen, nur, um auf dem Mars obdachlos zu sein.“

Elon Musk will Leben auf dem Mars ermöglichen: Wie realistisch ist es überhaupt, dass Menschen den roten Planeten bewohnen?

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 20. April 2022 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

Noch ist die Wissenschaft sich uneins darüber, ob irgendwann Menschen auf dem Mars leben könnten. In einer Studie aus den USA entdeckten Forscher einen Grund, warum ein Leben auf dem Mars wohl nicht möglich ist.* So erklärten sie, dass das Wasservorkommen auf dem roten Planeten für menschliches Leben nicht ausreiche. Zudem herrschen auf der Oberfläche des Mars eher lebensfeindliche Bedingungen. Mit den meist zweistelligen Minusgraden ist es dort deutlich kälter als auf der Erde, die Atmosphäre besteht zu 95 Prozent aus Kohlendioxid.

Eine langfristige menschliche Präsenz auf dem Mars würde laut Physikern aus Oxford sogenanntes „Terraforming“ benötigen. Unter dem Begriff versteht man die Umformung eines Planeten in einen bewohnbaren Himmelskörper mithilfe von zukünftigen Technologien. Derweil sucht die Wissenschaft auf dem Mars nach bereits existierenden Spuren von organischem Leben. Zuletzt fand ein NASA-Fahrzeug Spuren auf dem Mars, die auf Leben hindeuteten.**BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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