70 Beamte im Einsatz

60 Jugendliche? Polizei mitten in Düsseldorf umzingelt - Ermittler: „Rheinbad-Klientel“

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Die Düsseldorfer Altstadt. (Archivfoto)

20 Jugendliche haben in der Düsseldorfer Altstadt randaliert und im Anschluss die eintreffenden Polizisten angegangen. Auch „Verstärkung“ organisierten sie sich. 

  • In Düsseldorf randalierten am Freitag mehrere Jugendliche in der Altstadt.
  • Knapp 70 Polizistinnen und Polizisten waren insgesamt im Einsatz.
  • Am Ende wurden von 63 Personen die Personalien aufgenommen. 

Düsseldorf - In Düsseldorf haben in der Nacht von Freitag auf Samstag mehrere Jugendlichen in der Altstadt randaliert. Knapp 70 Polizistinnen und Polizisten mussten nach Angaben der Polizei anrücken, um die Situation zu deeskalieren.

Randale in Düsseldorf - 20 Jugendliche umzingeln Polizei und gehen sie verbal an

Gegen halb zehn Uhr abends ging bei den Beamten zunächst eine Meldung über eine Schlägerei in der Düsseldorfer Altstadt ein. Als die Polizei in der Neustraße eintraf, umzingelte eine Gruppe von 20 Jugendlichen die eintreffenden Beamten und attackierte diese verbal. Nachdem Verstärkung der Polizei anrückte, konnten die Jugendlichen von den übrigen Passanten getrennt werden.

Doch die Situation spitzte sich kurz darauf weiter zu. Nach Angaben der Polizei erschienen immer mehr Jugendliche und wollten die dort aufgebaute Absperrung durchbrechen. Knapp 70 Einsatzkräfte waren am Ende vor Ort, um die Randale zu beenden. Sie nahmen von insgesamt 63 Personen die Personalien auf, alle Unruhestifter bekamen Platzverbot. 

Video: Düsseldorfer Randale erinnert an Starnberger

Düsseldorf: Polizei in der Altstadt umzingelt - die Rede ist von „Rheinbad-Klientel“

Bei den Beteiligten soll es sich um junge Menschen im Alter von 15 bis 22 Jahren und mit überwiegend deutscher Staatsbürgerschaft gehandelt haben - ein Polizeisprecher bezeichnete diese in einem Gespräch mit dem WDR in Anspielung auf einen vielbeachteten Vorfall aus dem Sommer als „Rheinbad-Klientel“. Eine Formulierung, die bei einigen Twitter-Nutzern auf Unverständnis stieß. Nach Silvester 2016/17 hatte es in Folge von massiven Übergriffen am Kölner Dom bereits einmal eine Debatte über die Wortwahl der NRW-Polizei gegeben.

In Düsseldorf übergab die Polizei nun einzelne Jugendliche auch den Eltern. Außerdem erstattete die Polizei neun Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. 

In Bochum sind vor kurzem 20 bis 30 Menschen aufeinander losgegangen. Dabei sollen unter anderem auch Gegenstände wie Mistgabeln zum Einsatz gekommen sein. In der Notaufnahme in einem Krankenhaus in Schwerin ist eine Situation im Warteraum eskaliert. Drei Patienten randalierten, ein Wachmann wurde verletzt.

nz

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