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14 Badestellen in Deutschland betroffen - An diesen Seen sollten Sie nicht ins Wasser gehen

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Von: Nadja Zinsmeister

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Badesee
Zwei junge Männer rennen bei sonnigem Wetter in einen See. (Archivbild) © Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

Im Sommer die Sachen packen und ab an den nächsten See - klingt erst einmal nach einer guten Idee. Doch nicht alle deutschen Gewässer sind auch zum Baden geeignet.

München - An einem heißen Sommertag gibt es wohl nichts Besseres als eine frische Abkühlung im Freibad oder in einem See. Den Sommer nutzen deshalb viele Menschen, um ihre Badesachen zu packen und die Sonne am nächsten Badesee oder Weiher zu genießen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, ob dieser überhaupt zum Schwimmen geeignet ist.

Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat nun Daten über zahlreiche Gewässer in Deutschland hinsichtlich ihrer Wasserqualität veröffentlicht, die zeigen, dass es einige Badeseen in Deutschland gibt, die man aktuell besser vermeiden sollte.

Badeausflug in Deutschland: Großteil der Gewässer unbedenklich

Die EEA hat im Jahr 2021 insgesamt 2.291 deutsche Badegewässer untersucht und diese von „Ausgezeichnet“ bis „Mangelhaft“ bewertet. Die gute Nachricht: 98 Prozent der Gewässer haben bei der Untersuchung eine ausreichende bis sehr gute Wasserqualität ergeben, über 90 Prozent davon sogar eine „ausgezeichnete“ Qualität.

Dabei handelt es sich nicht nur um Seen, sondern auch um Küstengebiete an der Nord- und Ostsee sowie einige Flüsse. Auch wenn die EEA nicht alle Badegewässer in Deutschland untersuchen kann, zeigt das Ergebnis dennoch deutlich, dass ein Großteil der Gewässer damit zumindest in diesem Jahr unbedenklich hinsichtlich eines Badeausflugs sein sollte. In deutschen Badeseen wird es jedoch auch in diesem Jahr wieder zu Fällen von Zerkarien kommen. Das sind Saugwürmer, die innerhalb weniger Minuten in die menschliche Haut eindringen.

Vierzehn deutsche Gewässer mit „mangelhafter“ Wasserqualität

Lediglich bei vierzehn Gewässern wurde im Rahmen der Qualitätsuntersuchung festgestellt, dass die Wasserqualität „mangelhaft“ und die Orte damit nicht zum Baden geeignet sind. Hinsichtlich Seen handelt es sich dabei beispielsweise um zwei Badeseen in Hessen, in der Nähe von Frankfurt oder in Bayern um einen See bei Kempten und einen bei Ravensburg. Vor allem dort könnte aber eine frische Abkühlung gebraucht werden, denn in Bayern ist eine heftige Hitzewelle im Anmarsch. Weitere Badeseen mit einer schlechten Wasserqualität wurden zudem in Lübben und in der Nähe von Berlin und Neubrandenburg gefunden.

An einem Badesee in Mittelfranken wurde zuletzt ein Mann reanimiert. Zahlreiche Feuerwehrleute waren nötig, um ihn vor – teils nackten – Gaffern abzuschirmen.

Ebenfalls wurden unter den vierzehn Gewässern mit mangelnder Wasserqualität Strände an der Nord- und Ostsee gefunden, die aufgrund der schlechten Werte 2021 auch in diesem Jahr vielleicht von Badegästen eher vermieden werden sollten. So wurde die Wasserqualität eines Strandes in der Nähe von Bremerhaven an der Nordsee als „mangelhaft“ bewertet sowie an der Ostsee die eines Badestrandes in Barth.

Wer vor seinem nächsten Badeausflug eine genaue Auskunft über die Standorte von geeigneten und ungeeigneten Bademöglichkeiten möchte, kann sich diese auf einer interaktiven Karte der europäischen Umweltagentur ansehen. (nz)

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