Weitere Länder starten Rückhol-Aktionen 

Coronavirus in Europa: Balearen arbeiten an „Operation Rückkehr“ - Aufruf an 25.000 Touristen

Das Coronavirus greift um sich. Die Balearen planen nun eine „Operation Rückkehr“ und auch andere Länder ergreifen drastische Maßnahmen.

Update um 16.59 Uhr: Die Regionalregierung der Balearen hat wegen der Corona-Krise alle rund 25.000 auf Mallorca und anderen spanischen Inseln noch verbliebenen Touristen dazu aufgerufen, so schnell wie möglichin ihre Heimat zurückzukehren. Man arbeite an einer „Operation Rückkehr“ für alle ausländischen und spanischen Besucher der Inseln, sagte die Regionalpräsidentin Francina Armengol am Dienstag in einem Interview mit dem Radiosender Cadena Ser. Wie andere Regionen Spaniens erwägen auch die Balearen, einige Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren. 

Auf dem spanischen Festland setzt die Polizei unterdessen zur Überwachung der seit Sonntag geltenden Ausgangssperre auch Drohnen ein. So beispielsweise in Madrid, der in Spanien am stärksten vom Coronavirus betroffenen Region. Die Drohnen tragen unter anderem Lautsprecher, mit denen die Menschen aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben. Seit Inkrafttreten der Ausgangssperre sind die Straßen in Madrid und ganz Spanien nahezu leer.

Coronavirus in Europa: Schweden, Lettland, Litauen und Tschechien ergreifen Maßnahmen

Weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung haben im Laufe des Dienstags auch Schweden, Lettland, Litauen und Tschechien eingeleitet. In Schweden werden die Schulen nun teilweise geschlossen. Ministerpräsident Stefan Löfven empfahl, alle Gymnasiun, Universitäten und Berufsschulen ab Mittwoch auf Fernunterricht umzustellen. Vor- und Grundschulen würden eventuell zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen. 

Lettland hat am Dienstag die Grenzen für den internationalen Personenverkehr geschlossen. Betroffen sind von dieser Maßnahme der Luft-, Schienen, See- und Busverkehr. Leidglich heimkehrende lettische Staatsbürger und Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz in Lettland sind davon ausgenommen. Außerdem können Ausländer, die in ihre Heimat zurückkehren wollen, die Grenzen weiter passieren. 

Litauen hat derweil 31 Staatsbürger mit einem Militärflugzeug aus Deutschland heimgeflogen. An Bord befanden sich laut Militärangaben neben den Litauern, die wegen der Schließung der deutsch-polnischen Grenze in der Bundesrepublik festsaßen, auch Stammzellen zur Transplantation. Und auch Tschechien will gestrandete Urlauber mit Bussen aus dem Ausland zurückholen. Aktuell sind Verbindungen aus Frankfurt und Berlin sowie aus Slowenien, Kroatien und Großbritannien geplant, teilte das Außenministerium am Dienstag mit. Die Feuerwehr übernimmt den Transport. 

Coronavirus in Frankreich: Intensivstationen im südlichen Elsass überlastet - keine freien Betten mehr

Update, 12.52 Uhr: Die Intensivstationen der Krankenhäuser im südlichen Elsass (Département Haut-Rhin) sind Angaben der zuständigen Präfektur wegen der Coronavirus-Infektionen komplett belegt. Und auch die Kliniken im angrenzenden Département Bas-Rhin seien bereits stark ausgelastet, sagte die Josiane Chevalier, Präfektin der an Deutschland angrenzenden Region Grand Est, am Dienstag dem Radiosender France Inter. Weiter warnte sie, dass es in den elsässischen Krankenhäusern an Betten mit Beatmungsgeräten, Material und Personal fehle. Währenddessen steige die Zahl der Menschen, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert seien, weiter an. 

In Frankreich ist die Region Grand Est einer der Epidemie-Brennpunkte. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend in einer TV-Ansprache die Einrichtung eines Armeekrankenhauses im Elsass „in den kommenden Tagen“ angekündigt. Zudem solle die Armee dabei helfen, Kranke aus stark betroffenen Regionen zu verlagern, um die Überlastung der Krankenhäuser in bestimmten Gebieten zu verringern, teilte Macron mit. Zunächst war allerdings nicht bekannt, wo genau das Armeekrankenhaus eingerichtet wird. In Grand Est waren nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde bis Dienstag zunächst mehr als 1500 Infektionen registriert, davon mehr als 680 allein im Département Haut-Rhin. 30 Menschen sind an den Folgen der Lungenerkrankung bereits gestorben.

Coronavirus: In Frankreich hat landesweite Ausgangssperre begonnen - vor die Tür geht es nur mit Formular

Unterdessen hat in Frankreich wegen der Corona-Pandemie am Dienstag außerdem eine landesweite Ausgangssperre begonnen. Seit 12 Uhr dürfen die Menschen für zunächst 15 Tage das Haus nur noch verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist. Diese Maßnahme hatte Frankreichs Präsident Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache angekündigt. Wer vor die Tür will, muss ein entsprechendes Formular bei sich tragen. 

Erlaubt seien nun nur noch Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbedürftigen helfen oder allein Sport machen. Bei Nichtbeachtung der Regeln ist eine Geldstrafe fällig. Die Einhaltung der Ausgangssperre wird in Frankreich von mehr als 10.000 Sicherheitskräften überwacht. 

Was in Frankreich schon umgesetzt wurde, erwägen nun auch die Belgier. Noch am heutigen Dienstag könnte der Nationale Sicherheitsrat könnte über weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens beraten und beschließen, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Bereits am Donnerstag hatte das Gremium die Schließung aller Cafés und Restaurants beschlossen. Zahlreiche Läden bleiben am Wochenende zu und der Schulunterricht wird für drei Wochen komplett eingestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Coronavirus in Europa: Ungarn macht die Grenzen dicht - auch Schulen und Kindergärten geschlossen

Update, 10.20 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in Ungarn seit Dienstag die Grenzen für den Personenverkehr geschlossen. Einzige Ausnahme sind Tagespendler in den grenznahen Regionen sowie heimkehrende ungarische Staatsbürger. Weiterhin sollen auch Lastwagen die Grenzen ungehindert passieren können. Veranstaltungen sind dort mittlerweile grundsätzlich untersagt, außerdem müssen wie in Deutschland Gaststätten, Caféhäuser und Geschäfte um 15 Uhr schließen. Ausgenommen sind davon Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerieläden und Tankstellen. Auch die Schulen und Kindergärten sind in Ungarn seit Montag geschlossen

Bis Dienstagmorgen wurde in Ungarn bei 50 Menschen eine CoVid-19-Infektion nachgewiesen. Am Vortag waren es noch 39 gewesen. Ein Mann ist in dem Land bislang an CoVid-19 gestorben. Seitens Experten wurde allerdings bereits Kritik laut, dass zu wenige Coronavirus-Tests durchgeführt würden. Zudem gibt es in Ungarn keine öffentlich zugänglichen Daten darüber, wie sich die nachweislich Angesteckten über das Land verteilen. 

Coronavirus in Europa: Auch die polnische Regierung ist betroffen - Umweltminister Wos ist infiziert

In Polen sind unterdessen alle bei der jüngsten Kabinettssitzung anwesenden Regierungsmitglieder auf CoVid-19 getestet worden. Grund dafür ist ein positiver Coronavirus-Test von Umweltminister Michal Wos. Am heutigen Dienstag werden nun die Untersuchungsergebnisse erwartet, teilte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur PAP mit. Solange würden die betroffenen Minister unter Quarantäne arbeiten. Dem infizierten Umweltminister geht es demnach gut. Er hatte zuvor mit einem Mitarbeiter der Forstbehörde Kontakt, bei dem eine Coronavirus-Infektion festgestellt wurde. Insgesamt gibt es in Polen derzeit 205 Coronavirus-Fälle und fünf Todesopfer

Update vom 17. März, 7.09 Uhr: Das Virus hat Europa weiter fest im Griff, nun schränkt die ukrainische Regierung die Reisemöglichkei

ten der Bürger im Inland massiv ein. Ab Mittwoch werden alle regulären Bus- und Bahnverbindungen zwischen den Städten gestoppt, teilte die Regierung in der Nacht zum Dienstag mit. 

Außerdem soll in den Großstädten Kiew, Charkiw und Dnipro der U-Bahnverkehr eingestellt werden. Geschlossen werden alle großen Einkaufszentren, Restaurants und Bars. Bildungseinrichtungen waren bereits letzte Woche geschlossen und Massenveranstaltungen verboten worden. Zudem schloss die Ukraine ihre Grenzen für Ausländer und stellte alle internationalen Reiseverbindungen ein.

Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj die Regierung zur Verhängung neuer harter Zwangsmaßnahmen aufgefordert. Bisher wurden in der Ex-Sowjetrepublik nur sieben Infektionen mit dem Virus nachgewiesen. Eine 71-Jährige Frau starb an der Lungenkrankheit Covid-19.

Coronavirus trifft Europa: EU tätigt nächsten harten Schritt - ab Dienstag sind die Außengrenzen dicht

Update vom 16. März, 22.25 Uhr: Aus Sorge einer Verbreitung des Coronavirus hat die Türkei das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Demnach müssten ab Mitternacht alle öffentlichen Erholungs- und Vergnügungsorte ihren Betrieb einstellen. Dies teilte das Innenministerium in Ankara am Montag mit. Betroffen seien davon: Cafés, Bierlokale, Theater, Kinos, Hocheits-Säle, Schwimmbäder und Fitnessclubs.

Auch Gebete in Moscheen sollen nicht mehr abgehalten werden. Unterdessen wurden auch weitere Reisebeschränkungen von Gesundheitsminister Fahrettin Koca bekannt gegeben. So seien die Flugverbindungen mit Großbritannien, der Schweiz, Saudi Arabien, Ägypten, Irland und mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ab Dienstag acht Uhr eingestellt. Insgesamt hat die Türkei damit nun Flugverbindungen mit 20 Ländern eingestellt - darunter auch Deutschland. Koca teilte via Twitter mit, dass es 29 Coronavirus-Fälle in der Türkei gebe.

Update, 21.34 Uhr:Aufgrund der Covid-19-Pandemie verschiebt Frankreich nun die zweite Runde der Kommunalwahlen. Darüber habe es sich mit den Präsidenten des Senats und der Nationalversammlung aber auch mit seinen Amtsvorgängern verständigt, so Emmanuel Macron. Die erste Runde der Kommunalwahl hatte am vergangenen Sonntag stattgefunden.

Unterdessen diskutierte Frank Plasberg im Ersten bei „Hart aber fair“ die Coronakrise. Die Experten in der Runde stellten beunruhigende Prognosen. Minister Peter Altmaier räumte eine Fehleinschätzung ein.

Coronavirus in Europa: EU schließt ab Dienstag alle Außengrenzen

Update, 20.55 Uhr: Die EU schließt ab Dienstag ihre Außengrenzen. Es handele sich um eine gemeinsame Entscheidung, die am Montagmorgen von den Europäer getroffen worden sei, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit Blick auf den Schritt. Nach ersten Informationen werden alle Reisen zwischen außereuropäischen Ländern und EU-Ländern für 30 Tage ausgesetzt. Die Franzosen, die sich derzeit im Ausland befinden und zurückkehren wollen, könnten natürlich in ihr Land zurückkehren.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Nachmittag einen solchen Vorschlag unterbreitet. Ausnahmen sollen unter anderem für Nicht-EU-Bürger mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung, Angehörige von EU-Bürgern, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten gelten. Desweiteren seien Menschen, die wichtige Güter transportieren, und Pendler in Grenzregionen dem Vorschlag von der Leyens zufolge ausgenommen.

Update, 20.38 Uhr: Nach Angaben von Frankreichts Staatschef Emmanuel Marcron wird die Europäische Union ab Dienstagmittag ihre gesamten Außengrenzen schließen. Diese Maßnahme solle für 30 Tage gelten, sagte der Präsident am Montagabend in einer Fernsehansprache. "Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der Europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt."

Update, 20.19 Uhr: Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger nun stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. „Wir sind im Krieg“, sagte er.

Coronavirus trifft Europa: Russland schließt seine Grenzen

Update, 20.04 Uhr:  Russland schließt aufgrund des Coronavirus seine Grenzen für Ausländer. Wie Regierungschef Michail Mischustin am Montagabend in Moskau mitteilte, gelte dies von Mittwoch (18. März) bis zum 1. Mai 2020. Mit diesem Schritt solle die Gesundheit russischer Staatsbürger geschützt und eine Ausbreitung der Krankheit eingedämmt werden. Diplomaten und Menschen mit ständigem Wohnsitz in Russland seien davon ausgeschlossen. 

Auch sollen in Moskau von Samstag an alle Schulen geschlossen werden. Faktisch bleiben auch Museen, Theater und Kinos dicht. Dort dürfen sich einer Anordnung zufolge nicht mehr als 50 Menschen aufhalten. Ärzte und Krankenschwestern, die Patienten mit dem Virus betreuen, sollen zudem eine Extra-Prämie erhalten.

In Russland wurden bislang 93 Coronavirus-Fälle nachgewiesen. Experten glauben jedoch, dass die eigentliche Zahl viel höher liegen könnte. 

Coronavirus trifft Europa: Britischer Gesundheitsdienst vor Problemen

Update, 19.38 Uhr: Premierminister Boris Johnson hat die Menschen in Großbritannien dazu aufgerufen, unnötige soziale Kontakte, Pubs und Reisen zu vermeiden. Auch der Besuch von Clubs und Theatern sollte unterbleiben, sagte Johnson am Montag.

Weiter empfahl er das Arbeiten von Zuhause aus, sofern dies machbar sei. Wer Husten oder Fieber habe, müsse 14 Tage zu Hause bleiben. Dies gelte auch für Mitbewohner. Schwerkranke sollten drei Monate lang isoliert werden. Schulen und Universitäten sollen in England bislang noch nicht geschlossen werden. 

Bis Montagmorgen waren in Großbritannien mehr als 1.500 Infizierte registriert. 36 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Dem britischen Gesundheitsdienst NHS mangelt es bereits jetz an Personal, Betten und medizinischer Ausstattung. So stehen beispielsweise nicht genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung. „Die nächsten Wochen und Monate werden außerordentlich schwer für den NHS in allen vier Landesteilen“, sagte Regierungsberater Professor Chris Whitty.

Coronavirus in Europa: Malta schließt Restaurant, Bars, Clubs und Sportstudios

Update, 18.22 Uhr: Malta schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch alle Restaurants, Bars, Clubs und Sportstudios. Auch die Kinos und andere Orte, an denen viele Menschen zusammenkommen, werden dicht gemacht, wie Premierminister Robert Abela am Montag ankündigte.

Mit den Beschlüssen reagiere die Regierung in Valletta darauf, dass in dem Inselstaat zuletzt neun neue Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit aufgetreten seien, hieß es. Damit hätten die Behörden jetztinsgesamt 30 Fälle registriert. Seit einiger Zeit müssen Reisende, die ins Land kommen, 14 Tage in Isolation. Einreisen aus Ländern wie Italien und Deutschland sind gestoppt.

Schweiz erklärt Notstand wegen des Coronavirus - Militär wird mobilisiert

Update, 17.14 Uhr: Die Schweizer Regierung hat am Montag den Notstand wegen der Ausbreitung des Coronavirus erklärt. Ab Mitternacht müssten alle Geschäfte und Lokale geschlossen werden, teilte die Regierung mit. Die „außerordentliche Lage“ gilt bis zum 19. April. Ab Mitternacht gibt es zudem Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich. Zur Unterstützung der Kantone in den Spitälern, bei der Logistik und im Sicherheitsbereich hat der Bundesrat den Einsatz von bis zu 8000 Armeeangehörigen bewilligt, berichtet 20min.ch.     

Corona-Krise: Ausnahmezustand in Finnland

Update, 16.47 Uhr: Nach Dänemark und Norwegen schließt nun auch Finnland ab Mittwoch seine Schulen und Universitäten. Das gab die finnische Justizministerin Anna-Maja Henriksson am Montag bekannt. Die Kindergärten sollten allerdings offen bleiben. Der Ausnahmezustand soll bis zum 13. April herrschen. Die Regierung bereitet sich vor die Grenzen teilweise zu schließen.

Corona-Krise: Von der Leyen schlägt Einreiseverbot in die EU vor 

Update, 16.38 Uhr: Die EU-Kommission schlägt strengere Einreinreisebegrenzungen in die Europäische Union vor. Kommissionschefin Ursula von der Leyen denkt an ein 30-tägiges Einreiseverbot. Damit könne die Verbreitung des Coronavirus am besten begrenzt werden, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel.

Corona-Krise in Europa: Paris greift zu drastischen Maßnahmen 

Update, 15.59 Uhr: Paris schließt in den nächsten Stunden öffentliche Parks und Gärten, teilte die französicher Hauptstadt am Montag mit. Anwohnerparken ist im gesamten Stadtgebiet kostenlos. Vieles spricht dafür, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einer TV-Ansprache am Abend auch eine Ausgangssperre verhängen könnte. Am Montagnachmittag waren in Paris viele Menschen unterwegs. Vor einigen Supermärkten gab es Schlangen. 

Corona-Krise in Europa: Erstmals 10.000 Neuinfektionen an einem Tag - das neue Epizentrum der Pandemie

Update, 13.00 Uhr: Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in Spanien hat in den vergangenen 24 Stunden stark zugenommen. Knapp 1000 neue Infizierte wurden von den spanischen Behörden registriert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 stieg derweil von 288 auf 297. Diese Zahlen bedeuten jedoch eine Verlangsamung der Infektionsverbreitung. So wurden von Samstag auf Sonntag doppelt so viele Neuinfektionen registriert. 

Als Hotspot für Corona-Infektionen in ganz Europa sich der Tiroler Skiort Ischgl (Österreich) herauskristallisiert. Hunderte Skiurlauber aus Dänemark, Norwegen und Deutschland haben sich dort wohl mit Sars-CoV-2 infiziert.   

Insgesamt gab es in Europa erstmals 10.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, wie bild.de berichtet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnete Europa bereits als das neue Epizentrum der Pandemie.

Coronavirus in Europa: Spanien im Notstand - Nun auch Ausgangssperren in Frankreich?

Update, 10.28 Uhr: Die tschechische Polizei hat 21 Städte und Dörfer im Osten des Landes (200 Kilometer östlich von Prag) abgeriegelt. Betroffen sind unter anderem Litovel (Littau) mit knapp 10 000 und Unicov (Mährisch Neustadt) mit rund 11.400 Einwohnern. Die Einwohner dürfen die Orte nicht mehr verlassen, von außen darf niemand hinein. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten werde aber sichergestellt.

Coronavirus in Europa: Spanien im Notstand - Nun auch Ausgangssperren in Frankreich? 

Update vom 16. März, 9.55 Uhr: Europa ist der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge nun das „Epizentrum“ der Coronavirus-Pandemie. In Italien, Frankreich und Spanien nehmen Covid-19 Infektion dynamisch zu, teilt das Robert Koch-Institut auf eine Pressekonferenz am Montag mit.  

Coronavirus in Frankreich: LVMH produziert Desinfektionsmittel statt Champagner

Update vom 16. März, 9.45 Uhr: Der Luxuskonzern LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) will wegen der Coronavirus-Krise in seinen Parfum- und Kosmetikfabriken in Frankreich große Mengen Desinfektionsmittel produzieren. Ab Montag sollen Fabriken, die eigentlich Parfüm für Christian Dior oder Givenchy produzieren, Desinfektionsmittel abfüllen, teilte der französische Konzern mit.  Die Handdesinfektionsmittel sollen dann kostenlos an Krankenhäuser in Frankreich ausgeliefert werden.

Coronavirus in Europa - Frankreich droht Ausgangssperre

Update vom 16. März 2020, 6.05 Uhr: Nach Italien, Österreich und Spanien plant nun offenbar auch Frankreich Ausgangssperren. Wie Medien in Frankreich spekulieren, würden Bürger des Landes bereits in kurzer Zeit darauf vorbereitet werden, ab nun zu Hause zu bleiben. Nur mit guten Gründen könne dann das Haus verlassen werden. 

Währenddessen planen auch andere europäische Länder weitere Maßnahmen. So sollen Menschen aus Serbien und Tschechien ebenfalls nur mit guten Gründen das Haus verlassen.  

Coronavirus in Europa: Geheimes Briefing-Dokument aus England aufgetaucht 

Die News vom 15. März 2020, Update, 22.49 Uhr: Die Briten waren bislang recht lax im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2. Schulen sind bislang geöffnet, Großveranstaltungen erlaubt. Nur wer Symptome wie Husten und Fieber entwickelt, soll sich für sieben Tage isolieren. Die Regierung will damit verhindern, dass der Ausbruch zu stark unterdrückt wird und im Herbst mit unverminderter Stärke zurückkehrt.

Die britische Gesundheitsbehörde Public Health England rechnet einem Bericht der Zeitung The Guardian zufolge damit, dass die Corona-Krise bis zum Frühjahr 2021 anhalten könnte. 

Das geht angeblich aus einem geheimen Briefing-Dokument hervor, das dem Blatt zugespielt wurde. Bis zu 80 Prozent der Briten könnten sich demnach in den kommenden 12 Monaten mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizieren, heißt es demnach weiter. Für 15 Prozent der Bevölkerung wäre aufgrund der Erkrankung Covid-19 ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Das wären in Großbritannien rund acht Millionen Menschen. Der ohnehin schon weitgehend ausgelastete Nationale Gesundheitsdienst NHS käme damit weiter unter Druck.

Einem Experten für Epidemiologie von der University of East Anglia zufolge wird die Ausbreitung des Virus in den Sommermonaten aber nachlassen und erst im November wieder an Fahrt aufnehmen. „Ich denke es wird immer da sein, aber weniger heftig werden, wenn die Immunität zunimmt“, sagte Professor Paul Hunter dem „Guardian“ zufolge.

Coronakrise in Europa - Irland schließt alle Pubs und Bars

Update, 21.10 Uhr: Irland schließt jetzt alle Pubs und Bars bis Ende März. Auch private Partys sind untersagt, teilte die Regierung am Sonntag mit. Alle Paraden zum St. Patrick‘s Day (17. März) wurden bereits abgesagt. Die Zahl der Covid-19-Patienten ist in den vergangenen Tagen um 40 auf 169 gestiegen.  

Update, 21.03 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie schotten sich immer mehr Länder auch außerhalb Europas ab. Deutsche Urlauber sitzen im Ausland fest. Die Lage in Marokko ist brisant.  

Update, 20.47 Uhr: Die vom Coronavirus überschattete erste Runde der Kommunalwahlen in Frankreich ist ersten Schätzungen zufolge mit einem  Rekordtief bei der Wahlbeteiligung zu Ende gegangen. Nach Berechnungen des Instituts Ipsos-Steria sind rund 54,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger nicht zur Wahl gegangen. Damit wäre der bisherige Rekord von 2014 um rund 20 Prozentpunkte übertroffen.

Obwohl das öffentliche Leben in Frankreich weitgehend stillsteht, waren am Sonntag fast 48 Millionen Menschen aufgerufen, die Wahllokale aufzusuchen. An der Entscheidung, die Wahl trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden zu lassen, gab es massive Kritik.

Update, 16.39 Uhr: Spanische Behörden melden 105 neue Todesfälle binnen 24 Stunden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP (Stand: 16. März, 15.13 Uhr). Landesweit gab es damit mehr als 7750 Infektionsfälle. Nach Italien sind Spanien, Frankreich und Deutschland in Europa am stärksten betroffen.

Update, 16.24 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, macht auch Deutschland die Grenzen im Süden und Westen dicht. Deutschland will an den Grenzen zu Österreich, Schweiz und Frankreich verschärfte Kontrollen einführen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich um 19 Uhr zu den Regeln, die ab Montag (16. März) 8 Uhr gelten sollen, äußern. 

Einreisestopps für Ausländer gelten zunächst in:

  • Dänemark
  • Polen (seit Sonntagnacht 15. März)
  • Tschechien 
  • Slowakei
  • Estland (ab Dienstag 17. März)
  • Litauen und Lettland haben die Kontrollen an den Grenzen verschärft
  • Rumänien hat Quarantäne-Regeln für Einreisende aufgestellt. 

Update, 11.45 Uhr: Viele europäische Staaten verschärfen ihre Maßnahmen um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Während Sebastian Kurz in Österreich ein Machtwort spricht, plant Großbritannien eine Isolierung von Menschen über 70 Jahren. Wie Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News gegenüber erklärt, sollen Menschen über 70 Jahren bis zu vier Monate abgeschottet werden. Das Vorhaben soll innerhalb der nächsten Wochen umgesetzt werden. 

Währenddessen versucht Frankreich das Virus durch die Reduzierung des Fernverkehrs einzudämmen. Dazu zählten Züge, Busse und Flugzeuge, sagte Umweltministerin Elisabeth Borne am Sonntag. Fernreisen müssten auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Es werde aber keinen „brutalen und kompletten“ Stopp geben.

Die Tankstellen sollen in Betrieb bleiben, es werde keine Benzinknappheit geben, so die französische Regierung.

Coronavirus in Europa: Polen schließt Grenze zu Deutschland 

Update, 10.43 Uhr: Polen hat wegen der Coronavirus-Krise in der Nacht zur Sonntag seine Grenzen zu Deutschland und anderen EU-Nachbarländern für Ausländer geschlossen. An insgesamt 58 Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wurden Kontrollen eingeführt, wie aus einem Erlass des polnischen Innenministeriums hervorgeht. Polen können in ihre Heimat zurückkehren, müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. Ausländer dagegen dürfen nur in Ausnahmefällen ins Land. Diese gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und für Diplomaten. Polen will so einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorbeugen.

Das Coronavirus hat Deutschland weiter fest im Griff, die Zahl der Infizierten steigt rasant weiter an. Nun infizierten sich Menschen in einem Club.

Coronavirus in Europa - Mehrere Länder reagieren 

Update, 9.41 Uhr: In der Corona-Krise macht auch Estland seine Grenzen für Ausländer dicht. „Um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen und die öffentliche Gesundheit zu schützen, hat die Regierung beschlossen, die Grenzkontrollen an der gesamten Grenze vorübergehend wieder einzuführen“, erklärte Regierungschef Jüri Ratas in der Nacht zu Sonntag. Die Maßnahme werde ab Dienstag (17. März) in Kraft treten. Nur estnische Staatsbürger und Personen mit einem Aufenthaltsrecht oder Familienangehörigen in dem baltischen EU-Land dürfen dann noch einreisen. Für den Warenverkehr bleiben die Grenzen offen.

An den Grenzübergängen werden nach Angaben der Staatskanzlei in Tallinn Gesundheitskontrollen durchgeführt. Wer nach Estland einreist, muss sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Umgekehrt sollten Esten auf Reisen in andere Länder verzichten. In Estland, das bereits den Notstand ausgerufen hat, war die Zahl der Coronavirus-Fälle zuletzt sprunghaft auf 115 angestiegen.

Coronavirus in Europa: Frankreich wählt trotzdem 

Update, 9.18 Uhr: Das Coronavirus greift weiter um sich, mittlerweile haben viele Länder Europas mit der Eindämmung des Virus zu kämpfen. Obwohl in Frankreich mittlerweile Restaurants und Geschäfte geschlossen wurden, werden die Bürger Frankreichs dazu aufgerufen, am heutigen Sonntag zur Kommunalwahl zu gehen. Knapp 48 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. 

Parallel beginnen auch in Bayern die Kommunalwahlen.

Coronavirus in Europa: Frau von Ministerpräsident positiv getestet

Update 7.51 Uhr: Die Frau des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es gehe Begoña Gómez und dem Regierungschef selbst aber "gut", teilte die spanische Regierung am Samstagabend mit. Beide halten sich demnach im Moncloa-Palast, dem Sitz des spanischen Ministerpräsidenten in Madrid, auf und "befolgen die von den Gesundheitsbehörden festgelegten Präventionsmaßnahmen".

Coronavirus in Europa: Spanien verhängt Notstand - Ausgangssperre 

Update, 7.48 Uhr: Cafés und Geschäfte geschlossen, Grenzen abgeriegelt, Reisen verboten: Die Corona-Pandemie hat Europa mit voller Wucht erreicht. Nach Italien kommt nun auch in Frankreich und Spanien das öffentliche Leben in weiten Teilen zum Erliegen. Die Regierung in Madrid verfügte am Samstag Ausgangssperren, in Frankreich müssen die meisten Geschäfte, Restaurants und Cafés schließen. Auch in Berlin wurden Clubs, Kinos oder Theater geschlossen, Besuche in Kliniken und Pflegeheimen sind fast vollständig untersagt. 

Spanien ging nach Italien am weitesten: Die Regierung in Madrid erklärte einen 14-tägigen Notstand und stellte das Land fast vollständig unter Quarantäne. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen, wie Regierungschef Pedro Sánchez bekanntgab. Alle nicht notwendigen Geschäfte sowie Vergnügungsstätten werden geschlossen. Die Schließung der Schulen war bereits beschlossen.

Update vom 15. März 2020, 6.49 Uhr: Ungeachtet der Coronavirus-Pandemie finden ab Sonntag in Frankreich Kommunalwahlen statt (ab 8.00 Uhr). Landesweit sind fast 48 Millionen Wähler aufgerufen, neue Stadt- und Gemeinderäte zu bestimmen. Die Wahlen gelten als wichtiger Stimmungstest auf dem Weg zu den französischen Präsidentschaftswahlen 2022.

Beobachter rechnen mit einer Quittung für den umstrittenen Reformkurs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Grüne und Rechtspopulisten könnten dagegen Gewinne einfahren. Mit Spannung erwartet wird die Wahl in Paris, wo die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo erneut antritt. Wegen des Coronavirus wurden die 35.000 Kommunen aufgerufen, einen Mindestabstand zwischen Wählern zu ermöglichen und Desinfektionsgel bereitzustellen. Die Stichwahlen sind für Sonntag der kommenden Woche angesetzt.

News vom 14. März: Coronavirus in Europa: Spanien ruft Alarmzustand aus 

Update 21.52 Uhr: In Slowenien ist erstmals ein Mensch infolge einer Erkrankung durch das Coronavirus gestorben. Bei dem Opfer handelte es sich um einen älteren Mann mit mehreren Vorerkrankungen, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Samstag unter Berufung auf Krankenhauskreise. 

Demnach habe sich der Mann in einem Pflegeheim angesteckt, in dem mehrere Patienten von einem Arzt infiziert worden waren, der das Virus aus Italien eingeschleppt haben soll. 

Im kleinen EU-Land Slowenien mit etwas mehr als zwei Millionen Einwohnern waren vom Sars-CoV-2-Virus bis Samstagnachmittag 181 Menschen infiziert - zwei Tage zuvor waren es noch 82 gewesen.

Spanien verhängt Alarmzustand - Sicherheitskräfte im Einsatz

Update 21.37 Uhr: Spanien hat einen zweiwöchigen Alarmzustand verhängt. Ein entsprechendes Dekret gab Ministerpräsident Pedro Sánchez am späten Samstagabend bekannt. Das Dekret tritt am Montag um 8 Uhr morgens in Kraft. 

Die Spanier dürften während des „Alarmzustands“ nur in Ausnahmefällen aus dem Haus gehen. Erlaubt bleiben nach dem Dekret Fahrten zur Arbeit, zum Arzt sowie zum Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten. Bürger dürfen das Haus auch verlassen, um Kinder, Ältere und Hilfsbedürftige zu betreuen. 

Urlauber und andere Menschen dürfen zudem zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren. Vom Verbot ausgenommen sind auch Situationen von „höherer Gewalt“. Die Einhaltung der Anordnungen werden gemäß Dekret die Sicherheitskräfte überwachen.

Coronavirus: Frankreich schließt Restaurants und Läden

Update 20.07 Uhr:  Frankreich schließt wegen des Coronavirus Restaurants und  Läden. Das hat der französische Premierminister Édouard Philippe auf einer Pressekonferenz am Samstagabend bekannt gegeben. Clubs, Cafés und Bars werden am Mitternacht geschlossen, sowie Kinos. Banken, Apotheken und Lebensmittelgeschäfte sollen geöffnet bleiben. Ab Montag werden alle Bildungseinrichtungen in Frankreich schließen.

Philippe begründete dies mit dem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle im Land. Die bisherigen Maßnahmen seien offensichtlich nicht ausreichend gewesen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden zählte Frankreich am Samstag 4500 Fälle, am Vortag waren es noch 3661. Es seien 91 Tote zu verzeichnen.

Update 19.34 Uhr: Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus macht Lettland seine Grenzen für Reisende dicht. Regierungschef Krisjanis Karins kündigte am Samstag in Riga die Aussetzung des internationalen Personenverkehrs an. 

Die Maßnahme gelte ab dem 17. März und umfasse den Luft-, Schienen-, See- und Straßenverkehr. Alle Letten sollen bis dahin in ihre Heimat zurückkehren. Für den Warenverkehr blieben die Grenzen offen, sagte Karins.

Update 18.43 Uhr: Auch in Rumänien hat Staatspräsident Klaus Iohannis am Samstag nun den Notstand ausgerufen, der ab Montag gelten soll. Bis Samstagbend stieg die Zahl der nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten auf 109 - um sieben Fälle mehr als am Samstagmorgen. 

Der Notstand gibt den Behörden die rechtliche Grundlage für Maßnahmen, die Grundrechte beschränken, wie etwa temporäre Schließung der Grenzen, Fahrverbote, Einschränkung der Pressefreiheit. Konkrete Pläne hierzu wurden bisher nicht bekannt.

Coronavirus in Europa: Trump weitet US-Einreisestopp aus

Update 18.17 Uhr: Nun hat Donald Trump das 30-tägige Einreiseverbot aus Europa auch für Großbritannien und Irland ausgeweitet. 

Das kündigte der US-Präsident am Samstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus an. Vizepräsident Mike Pence ergänzte, die Maßnahme trete um Mitternacht in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft. 

Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card), die sich in diesen beiden Ländern aufhielten, dürften auch danach weiter in die USA einreisen. Sie müssten sich aber Tests unterziehen und sollten sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.  

Baby in England mit Coronavirus infiziert

Update 17.24 Uhr: Ein Neugeborenes und dessen Mutter haben sich in London (Großbritannien) mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das North Middlesex University Hospital in London mit, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Die Ärzte wollten versuchen herausfinden, ob die Ansteckung während oder vor der Geburt passiert ist. Es ist nicht die erste Infektion eines Babys mit dem neuartigen Erreger.

In Großbritannien hat sich die Zahl der Todesfälle innerhalb der letzten 24 Stunden von 11 auf 20 fast verdoppelt. Die neun Opfer gehörten Risikogruppen an. Bis Samstagmorgen wurden in Großbritannien insgesamt 1140 Infektionen registriert. Gesundheitsexperten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer und gehen von bis zu 10.000 Coronavirus-Fällen aus.

Coronavirus in Frankreich: Häftling leidet an Covid-19

Update 15.46 Uhr: Erstmals hat sich Berichten zufolge in Frankreich ein Häftling mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der 74-Jährige habe seit dem 8. März in einer Einzelzelle im Gefängnis Fresnes südlich von Paris gesessen und kam am Freitag nach dem Auftreten erster Symptome in ein Krankenhaus, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag unter Berufung auf eine Sprecherin des Justizministeriums berichtete. Der Mann habe keinen Kontakt zu anderen Häftlingen gehabt und habe wegen seines Alters unter besonderer Überwachung gestanden. In demselben Gefängnis war am Freitag eine Krankenschwester positiv auf Covid-19 getestet worden. Unklar blieb, wo der Häftling sich infiziert hatte.

Update 13.06 Uhr:  Spanien ist das von der Corona-Epidemie am zweitstärksten betroffene Land Europas und will deshalb noch am heutigen Samstag wegen der Corona-Krise den Alarmzustand ausrufen. Diese Maßnahme solle am Samstag bei einem außerordentlichen Ministerrat verabschiedet werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag in Madrid an.

“Wir wollen alle Mittel des Staates mobilisieren, um die Bürger besser schützen zu können”, betonte Ministerpräsident Pedro Sánchez, der von einer “außerordentlichen Krise” sprach, auf einer Pressekonferenz. Spanien stehe “vor harten, schwierigen Wochen”. Sollte der Alarmzustand beschlossen werden, dann gilt in Spanien, wie in Italien eine landesweite Ausgangssperre. Nur in Notfällen, wie Arztbesuchen oder um Lebensmittel zu kaufen, dürften die Menschen in Spanien ihre Häuser dann noch verlassen. 

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuen Virus SARS-CoV-2 lag am Freitag bereits bei 120 und damit 36 mehr als am Vortag. Mehr als 4000 Menschen infizierten sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit dem Covid-19-Erreger.

Coronavirus in Europa: 18 weitere Tote in Frankreich, Spanien ruft Alarmzustand aus - und bangt

Update 12.15 Uhr: Belgien macht in weiten Teilen dicht. Seit Samstag sind dort drastische Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft getreten. Sie sind Teil der Eindämmungsstrategie, mit der die belgischen Behörden die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 verlangsamen will. Cafés, Restaurants und Diskotheken bleiben in Belgien mindestens bis zum 3. April geschlossen ebenso wie die Schulen. Alle Sport- und Kulturveranstaltungen sind abgesagt.

Lediglich Lebensmittelläden und Apotheken bleiben aber zu üblichen Zeiten offen. Trotz dieser Einschränkung gab es bereits am Donnerstag zum Ansturm auf Lebensmittel in Belgien. Einzelhändler melden, 40 Prozent mehr Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs wie Seife und Toilettenpapier verkauft zu haben. Die Supermarktkette Colruyt versuchte zu beruhigen: Es gebe keine Knappheit.

Auch für die Krankenhäuser des Landes gelten seit Samstag neue Regeln: Alle nicht-dringenden Untersuchungen und Operationen sind auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, wie Gesundheitsministerin Maggie de Block am Freitagabend bekannt gab. Auch Besuche sind verboten.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sei ein Antreiber in der Coronakrise, findet der Chefredakteur des Münchner Merkur in einem Kommentar*.

Coronavirus in Europa: In Frankreich 18 Tote binnen eines Tages - Madrid zum Risikogebiet erklärt

Update vom 14. März, 9.09 Uhr: Auch in Luxemburg ist nun eine 94-jährige Person an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das teilte die luxemburgische Regierung am Freitagabend mit. Der Fall zeige, dass vor allem ältere Menschen besonders geschützt werden müssten, hieß es in der Erklärung. Mit einem Paket an Maßnahmen versucht auch Luxemburg, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem sind Schulen und Kindertagesstätten ab Montag für zwei Wochen geschlossen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum mit rund 600.000 Einwohnern auf 38 (Stand Freitagabend) gestiegen.

Derweil wurde mittlerweile auch die spanische Hauptstadt Madrid zum Risikogebiet erklärt. Das teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Webseite mit. Risikogebiete sind Regionen in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Unter anderem nennt das RKI auf seiner Webseite auch Tirol, die Provinz Hubei oder den Iran als Risikogebiete. 

Update vom 13. März, 22.05 Uhr: Wie französische Medien einstimmig berichten, sollen sich im Vergleich zum gestrigen Tag 800 weitere Menschen mit dem Coronavirus* infiziert haben. Damit steigt die Zahl der Personen, die positiv getestet wurden, auf 3661. Binnen eines Tages starben laut Informationen der Bild 18 weitere Infizierte, womit die Gesamtanzahl der Todesopfer auf 79 anstieg. 154 Menschen seien zudem in einem kritischen Zustand.

Coronavirus in Europa: Französische Regierung für schärfere Beschränkungen und Kontrollen im Schengenraum

Update, 21.30 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron fordert als Reaktion auf die Corona-Krise* strengere Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen für die Grenzen des Schengenraums. Das schlug er im Rahmen eines Gesprächs mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor, wie die französische Regierung bestätigte. 

Sein Hauptanliegen sei es, bestimmte Reiseströme aus betroffenen Gebieten, in denen das Virus verstärkt auftritt sowie aus Drittländern, zu minimieren. Dies würde, so Macron, Druck von den Gesundheitssystemen der Schengen-Staaten nehmen. Die Ansteckungsgefahr* könnte somit verringert werden.

Der französische Innenminister Christophe Castaner sprach sich gemeinsam mit seinem deutschen Pendant Horst Seehofer für eine europäische Koordinierung der Kontrollen an den Außengrenzen aus. Ursula von der Leyen hatte sich gegen einseitige Einreisestops ausgesprochen und kündigte kürzlich Leitlinien für die EU-Staaten an. „Was wir tun können und sollten, ist, Gesundheitschecks durchzuführen“, so von der Leyen.

Coronavirus in Europa: Dänemark und Polen machen ihre Grenzen dicht

Update, 20.10 Uhr: Auch Polen schließt im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus* seine Grenzen für Ausländer, wie Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitag in Warschau auf einer Pressekonferenz bekannt gab. Polnische Staatsbürger, die in ihr Heimatland zurückkehren, müssen in eine 14-tägige Quarantäne, Ausländer werden nicht ins Land gelassen. Auch gastronomische Einrichtungen wie Bars und Restaurants bleiben vorerst geschlossen. 

Update, 20.05 Uhr: Einige europäische Staaten wie Tschechien und Italien haben es bereits umgesetzt, nun wird auch Dänemark folgen. Die Grenzen des skandinavischen Landes werden bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die Maßnahme wird ab Samstag um 12.00 Uhr in Kraft treten, wie die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mitteilte.

In Dänemark sind bislang 801 Fälle einer Covid-19-Infektion* nachgewiesen worden, weshalb sich die Regierung zu diesem Schritt entschied. Für die Bürger soll es jedoch weiter möglich sein, Lebensmittel oder Medikamente zu besorgen, wie Frederiksen zusicherte. Die Grenzschließung wird vorerst bis zum 13. April wirksam sein.

Video: Auch Österreich ergreift drastische Maßnahmen

Coronavirus in Europa: Spanien ruft den Alarmzustand aus

Update, 15.55 Uhr: Spanien ruft wegen der Corona-Krise den Alarmzustand aus. Diese Maßnahme solle am Samstag (14. März) bei einem außerordentlichen Ministerrat verabschiedet werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid an. „Wir wollen alle Mittel des Staates mobilisieren, um die Bürger besser schützen zu können“, betonte er. 

Sánchez sprach außerdem von einer „außerordentlichen Krise“. Spanien stehe „vor harten, schwierigen Wochen“. Der Alarmzustand ist die dritthöchste der in der spanischen Verfassung vorgesehenen Notfallstufen. Der Alarmzustand war bisher in Spanien nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1975 nur einmal ausgerufen worden: 2010 wegen eines Fluglotsenstreiks.

Coronavirus in Europa: Zahlreiche Fälle in Spanien - Auch Zahl der Todesopfer steigt weiter an

Update, 15.30 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter rapide an. Die Regierung in Madrid meldete am heutigen Freitag (13. März) mehr als 4200 Infektionsfälle, das sind rund 1200 mehr als am Vorabend. Die Zahl der Toten stieg in derselben Zeit von 84 auf nun 120.

Coronavirus in Europa: Frankreich verbietet Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen 

Update, 14.30 Uhr:  Frankreich hat sich nun dazu entscheiden, Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen grundsätzlich zu verbieten. Die Regelung gelte für das ganze Land und so schnell wie möglich. Das teilte Premierminister Édouard Philippe mit. Es sei allerdings nicht geplant, den öffentlichen Nahverkehr komplett zu schließen.

Coronavirus in Europa: Ausnahmezustand in Tschechien - Quarantänemaßnahmen ausgeweitet

Update, 13.50 Uhr: Tschechien will nun wegen der Coronavirus-Gefahr fast vollständig seine Grenzen fast vollständig abriegeln. Das Kabinett in Prag beschloss nun, dass allen Ausländern die Einreise untersagt wird, nicht mehr nur denjenigen aus Risikogebieten. Zugleich werden allen tschechischen Staatsbürgern und Ausländern mit Daueraufenthalt in dem EU-Mitgliedstaat ab Montag Reisen ins Ausland verboten. Die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch die Krankheit soll zur Straftat erklärt werden.

Sonderregelungen gibt es für Arbeitspendler in einem Streifen von 50 Kilometern Tiefe beiderseits der Grenze zu Deutschland und Österreich, für Lkw-Fahrer und für Diplomaten. Tschechen sowie Ausländer mit festem Wohnsitz in Tschechien dürfen zwar noch einreisen, aber bis auf weiteres nicht wieder ausreisen. In Tschechien gilt seit Donnerstag (12. März) der Ausnahmezustand.

Zudem wurden die Quarantänemaßnahmen ausgeweitet. Menschen, die aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und zwölf weiteren sogenannten Risikogebieten zurückkehren, müssen sich ab sofort für zwei Wochen in häusliche Absonderung begeben.

Die scharfen Kontrollen an den Grenzen des EU-Mitgliedstaats beginnen in der Nacht zu Samstag. Innenminister Jan Hamacek kündigte an, dass mehr als 2000 Soldaten und mindestens die gleiche Zahl an Polizisten eingesetzt werden. In Tschechien gab es bis Freitagmorgen 117 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus*.

Coronavirus in Europa: Slowakei macht Grenzen dicht - Strenge Kontrollen 

Update, 10.20 Uhr: Die Slowakei hat ihre Grenzen dicht gemacht. Seit Freitagmorgen (13. März) werden die Grenzübergänge zu allen Nachbarländern außer Polen streng kontrolliert. Wer keinen Wohnsitz im Land nachweisen kann oder über einen gültigen slowakischen Reisepass verfügt, muss draußen bleiben.

Die internationalen Zug- und Busverbindungen in die Nachbarländern wurden komplett stillgelegt. Fahren dürfen nur noch Güterzüge. 

Coronavirus in Europa: Todesfälle auf Mallorca und in Polen - Katalonien wird zur Sperrzone

Update 9.45 Uhr: Nun ist in Spanien wegen des Coronavirus ein komplettes Gebiet zur Sperrzone erklärt worden. Es handelt sich dabei um ein Gebiet in Katalonien. Die insgesamt knapp 70 000 Einwohner der katalanischen Nachbargemeinden Igualada, Vilanova del Camí, Santa Margarida de Montbui und Òdena dürfen das Sperrgebiet rund 60 Kilometer nordwestlich von Barcelona seit 21 Uhr am Donnerstag nicht mehr verlassen. Zunächst gilt diese Regelung für 14 Tage. Überwacht wird die Einhaltung der Quarantäne von der Polizei. Ihre Häuser und Wohnung dürfen die Menschen allerdings noch verlassen. 

Die Zahl der Infizierten war am Donnerstag (12. März) innerhalb von Stunden von 20 auf 58 Fälle gestiegen. Drei Infizierte kamen in einer Klinik in Igualada bereits ums Leben. Spanien ist mittlerweilenach Italien* das vom Coronavirus* am stärksten betroffene Land in Europa. 

Coronavirus in Europa: Todesfälle auf Mallorca und in Polen - Luxemburg schließt Schulen

08.45 Uhr: Auch Luxemburg macht wegen der Coronavirus-Pandemie für zwei Wochen seine Schulen dicht. Von Montag (16. März) bis 29. März werde es in Klassenräumen keinen Unterricht geben, teilte die luxemburgische Regierung am Donnerstagabend mit. Auch Kindertagesstätten und andere Betreuungseinrichtungen sollten geschlossen werden. Mit diesem Schritt wolle man eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Auch die Universität Luxemburg stellt auf E-Learning um. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 26 (Stand Donnerstagabend) gestiegen.

Die Luxemburger Regierung kündigte zudem am, dass Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern in Räumen und mit mehr als 500 Teilnehmern unter freiem Himmel (outdoor) ab sofort verboten seien. Ebenfalls grundsätzlich untersagt seien Besuche in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern. Es könne Ausnahmen geben, hieß es. Wenn möglich, sollten Mitarbeiter von zu Hause arbeiten.

Coronavirus in Europa: Todesfälle auf Mallorca und in Polen - Belgien macht komplette Gastronomie dicht

08.17 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Estland nun auch den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zum Freitag mit. An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende müssen zudem in einem Fragebogen ihre vorherigen Aufenthaltsorte angeben.

Belgien macht komplette Gastronomie dicht

Update vom 13. März 2020: Belgien schließt wegen des Coronavirus alle Cafés, Restaurants und Diskotheken. Die Schulen stellen den Unterricht ein, alle Sport- und Kulturveranstaltungen werden abgesagt, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am späten Donnerstagabend in Brüssel sagte. Eltern, die arbeiten müssen, könnten ihre Kinder jedoch weiterhin zur Betreuung in die Schulen schicken. Großeltern sollten die Enkelkinder nicht hüten, weil sie zu einer besonderen Risikogruppe gehören.

Die Maßnahmen sollten die Ausbreitung von Covid-19 bremsen und träten am Freitag um Mitternacht in Kraft, sagte Wilmès. Apotheken, Lebensmittel- und Tierfutterläden bleiben der Entscheidung zufolge normal geöffnet. Alle anderen Geschäfte müssten am Wochenende geschlossen bleiben. Die Regierungschefin rief die Bevölkerung auf, von Hamsterkäufen abzusehen: Diese seien weder notwendig noch solidarisch gegenüber den Mitbürgern. Ein kompletter Lockdown wie in Italien sei nicht nötig, sagte Wilmès weiter.

Coronavirus in Europa: Erste Todesfälle auf Mallorca und in Polen - Nächstes Einreiseverbot für Deutsche

Update von 20.19 Uhr: Auch Frankreich reagiert auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus: Das Land schließt ab Montag alle Schulen, Hochschulen und Kitas, wie der französische Präsident Emmanuel Macron bekanntgab. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat weißreichende Maßnahmen für sein Land angeordnet.

Update um 19.59 Uhr: Im Kampf gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben die baltischen Staaten neue Schutzvorkehrungen angekündigt. Lettland rief am Donnerstag bis Ostern den landesweiten Notstand aus. Bis zum 13. April sollen Bildungseinrichtungen geschlossen bleiben, wie Regierungschef Krisjanis Karins in Riga nach einer Sondersitzung des Kabinetts mitteilte. Öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen sind in der Zeit untersagt.

Im benachbarten Litauen, das bereits Ende Februar vorsorglich den Notstand ausgerufen hatte, bleiben ab Freitag alle Kindergärten, Schulen und Universitäten für zwei Wochen geschlossen. Auch alle Kultur-, Freizeit-, Sport- und Unterhaltungseinrichtungen bleiben zu, teilte die Regierung in Vilnius mit. 

Auch in Estland sprach Ministerpräsident Jüri Ratas angesichts der Ausbreitung des Coronavirus im Parlament von einer „Notsituation“. Ein offizieller Ausnahmezustand wurde jedoch nicht verhängt.

Update um 15.45 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt die tschechische Regierung ihre Grenzen für Reisende aus Deutschland und 14 weiteren „Risiko“-Ländern. Regierungschef Andrej Babis rief am Donnerstag in Prag einen 30-tägigen Notstand aus und kündigte zudem den Einreisebann unter anderem auch für Reisende aus Frankreich, Italien und Großbritannien an. „Wir haben auch tschechischen Staatsbürgern verboten, (...) in diese Risikogebiete einzureisen“, ergänzte er.

Dem Regierungschef zufolge sind Einreisen auch aus dem Iran, aus China, Südkorea, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien und Dänemark verboten. Babis kündigte außerdem ein Verbot für Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 30 Menschen an. Restaurants werden demnach zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr morgens geschlossen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen.

Coronavirus in Europa: Norwegen schließt alle Schulen, Unis und Kindergärten 

Update um 14.56 Uhr: Ab Donnerstagabend sollen nun auch in Norwegen aufgrund der Corona-Krise alle Bildungseinrichtungen geschlossen bleiben. Betroffen sind davon Schulen, Universitäten und Kindergärten, teilte die norwegische Regierungschefin Erna Solberg bei einer Pressekonferenz in Oslo mit. Zwar werde mit dieser und weiteren Maßnahmen der Alltag der Bevölkerung auf den Kopf gestellt, doch seien diese Schritte nötig, um Leben und Gesundheit zu schützen. Wie lange die Schulschließungen gelten sollen, sagte Solberg nicht. Zuvor hatten bereits Irland, Dänemark, Österreich und Italien landesweite Schulschließungen angeordnet. In Deutschland wird über diese Maßnahme derzeit diskutiert.

Lesen Sie auch: Coronavirus - Wieso Deutschland in kurzer Zeit „italienische Verhältnisse“ drohen könnten

In England wurde nun außerdem die Tour der weltbekannten Band „The Who“ wegen des Coronavirus verschoben, heißt es in einem Online-Bericht der britischen Zeitung The Independent. Ursprünglich sollte die Tour am 16. März starten, nun wird sie wohl zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Die Zahl der infizierten Personen könnte schon bald drastisch ansteigen. Nun warnt das Robert Koch-Institut vor einer „hohen“ Gefahr in Deutschland.

Coronavirus in Europa: Irland schließt alle Schulen und Kindergärten

Update um 13.51 Uhr: Wegen der CoVid-19-Pandemie schließt Irland nun alle Schulen und Kindergärten. Der irische Premierminister Leo Varadkar kündigte an, dass diese Regelung von Donnerstagabend bis zum 29. März gelten solle. Schüler und Studenten sollen bis dahin vor allem online lernen. Ebenfalls geschlossen wurden alle staatlichen Kultureinrichtungen. Und auch Veranstaltungen werden in Irland stark begrenzt: Demnach sind keine Versammlungen in Räumen mit über 100 Personen mehr zugelassen. Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Höchstgrenze bei 500 Teilnehmern. 

Restaurants, Cafés und Geschäfte bleiben geöffnet. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sollen ihren Betrieb zunächst nicht einstellen. Arbeitnehmern empfahl der Premier, zuhause zu arbeiten. „Das Virus ist überall auf der Welt, es wird sich weiter ausbreiten“, warnte Varadkar. Die Ausbreitung könne aber verlangsamt werden. Die Menschen sollten ihre „sozialen Interaktionen“ deswegenauf ein Minimum reduzieren. Zuvor hatte Irland landesweit bereits alle Paraden zum St. Patrick's Day am 17. März gestrichen. Im Land sind bislang einige Dutzend Infektionen und ein Todesfall registriert.

Coronavirus in Europa: Altenheim in Brüssel unter Quarantäne - 34 Infizierte

In der belgischen Hauptstadt Brüssel wurde unterdessen ein Altenheim mit bislang 34 Coronavirus-Infizierten unter Quarantäne gestellt. Elf Covid-19-Erkrankte seien in Krankenhäuser überwiesen worden, teilte der regionale Gesundheitsminister Alain Maron am Donnerstag mit. Bewohner mit Symptomen würden in ihren Zimmern isoliert. Zuvor hatten die Behörden schon alle Besuche in belgischen Altenheimen verboten, um so die Senioren vor Ansteckungen zu schützen. In Belgien stieg die Zahl der Infizierten nach Behördenangaben vom Donnerstag um 85 auf insgesamt 399. Außerdem waren am Mittwoch in dem Land die ersten drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt geworden. 

Lesen Sie auch: Coronaferien für alle Schüler? Experten warnen vor großen Risiken bei Schulschließungen in ganz Deutschland

Update um 13.10 Uhr: Am frühen Donnerstagnachmittag ist zum ersten Mal ein Coronavirus-Infizierter in Polen gestorben. Es handelt sich um eine 57 Jahre alte Frau, die im Krankenhaus in Poznan behandelt wurde und am Donnerstag starb, wie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Jedrzej Solarski, laut Nachrichtenagentur PAP mitteilte. Sie habe schon bei ihrer Einlieferung in die Klinik eine schwere Lungenentzündung gehabt und sei künstlich beatmet worden. Ein weiterer erster Coronavirus-Todesfall wurde am Donnerstagvormittag in Österreich gemeldet. Auch dieser Mann hatte bereits Vorerkrankungen. 

Erstmeldung vom 12. März 2020:

Palma - Auf Mallorca ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Dabei handelt es sich um eine 59 Jahre alte Frau, die in der Nacht zum Donnerstag im Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma ums Leben gekommen sei, teilten die zuständigen Behörden der spanischen Urlaubsinsel mit. Die Patientin hatte den Informationen zufolge Vorerkrankungen.

Coronavirus in Europa: Erster Todesfall auf Mallorca

Mallorca und auch die anderen Balearen-Inseln sind von der Epidemie im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens, in denen sich die Lungenkrankheit schneller ausbreitet*, bisher relativ wenig betroffen. Bis Donnerstag gab es nach amtlichen Angaben insgesamt 17 Fälle. In ganz Spanien zählten die Behörden bisher rund 2200 Infektionen. Die Frau auf Mallorca war das 56. Todesopfer in Spanien. In Deutschland gab es Stand Donnerstag 12 Uhr insgesamt vier Corona-Todesfälle

Damit ist die Anzahl der Todesfälle im Verhältnis zu der Zahl der Infizierten relativ gering. Während in Deutschland bei 2140 Infizierten (Stand Donnerstag, 13 Uhr) nur vier Todesfälle zu beklagen sind, gibt es im spanischen Festland bei 2756 Infizierten insgesamt 64 Tote. In Frankreich sind bei 2281 Infizierten bislang 48 Menschen am Coronavirus gestorben. 

Coronavirus: Keine Toten und wenig Infizierte in Norwegen und Dänemark

Weniger schlimm hat die neuartige Lungenkrankheit bislang Norwegen und Dänemark getroffen. In Norwegen gab es bis zum frühen Donnerstagnachmittag nur 687 Infizierte, in Dänemark waren es zum gleichen Zeitpunkt 615 Corona-Fälle. Todesopfer wurden in beiden Ländern noch nicht vermeldet.

Gute Nachrichten gab es in den vergangenen Tagen im Gegensatz dazu aus Teneriffa: Dort durften rund 1000 Touristen, die zuvor unter Quarantäne gestellt wurden, ihr Hotel mittlerweile wieder verlassen. Viele haben sich daraufhin auf den Weg zurück nach Deutschland gemacht. Und auch die Nachrichten aus China machen Hoffnung: Dort wurden in den letzten Tagen immer weniger Neuinfektionen registriert. Auch in der Türkei wurde der erste Infizierte bestätigt - jedoch gibt es Misstrauen in der Bevölkerung. Wie Sie sich vorm Coronavirus schützen können*, lesen Sie ebenfalls bei Merkur.de*. Derweil soll eine Hellseherin die Corona-Krise bereits im vergangenen Jahrhundert angedeutet haben. Ein herzerwärmendes Video geht viral - es zeigt eine gemeinsame Aktion von Nachbarn in Italien.

dpa, afp

Warum sich in dieser schwierigen Situation der bayerische Ministerpräsident Markus Söder für höhere (Kanzler-)Aufgaben empfiehlt, lesen Sie in einem Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis*

Bayern ruft wegen Corona den Katastrophenfall aus - die Nachricht klingt bedrohlich. Vielen ist nicht klar, was die Ausrufung genau bedeutet. Dabei ist sie gar nicht so selten.*

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Cla ra Margais

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