News-Ticker

Corona in Deutschland: Entscheidung über vierten Impfstoff in der EU soll bald fallen

Ein Arzt nimmt eine Corona-Impfung vor
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Ein Arzt nimmt eine Corona-Impfung vor.

Während sich Deutschland offenbar auf erste Lockerungen in der Corona-Pandemie freuen kann, könnte zeitnah ein weiterer Impfstoff genehmigt werden. Alle Infos im News-Ticker.

  • Das Coronavirus* breitet sich auch in Deutschland immer weiter aus.
  • Schon bald könnte in Deutschland ein weiterer Impfstoff zugelassen sein. (Update vom 2. März, 21.35 Uhr)
  • Währenddessen ändert ein Bundesland seine bisherige Impfreihenfolge. (Update vom 2. März, 15.50 Uhr)
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle Infos zur Corona-Lage in Deutschland erfahren Sie in diesem Text.

Update vom 2. März, 21.35 Uhr: Innerhalb der EU - und damit auch in Deutschland - könnte schon bald ein weiterer Impfstoff auf den Markt kommen. Wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) am Dienstagabend via Twitter bekannt gab, werde man am 11. März über die Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson entscheiden.

Zuvor hatte die EMA verlauten lassen, sich frühestens Mitte März mit dem Vakzin und dessen Zulassung beschäftigen zu wollen. Sollte das Johnson & Johnson-Produkt genehmigt werden, wäre er der vierte zugelassene Corona-Impfstoff innerhalb der EU. Im Gegensatz zu den bislang zugelassenen Vakzinen von Pfizer/Biontech, Moderna und AstraZeneca reicht vom Serum von Johnson & Johnson eine Impfdosis. Außerdem gilt dessen Lagerung als deutlich einfacher.

Corona in Deutschland: Drogeriemärkte wollen Selbsttests nächste Woche verkaufen

Update vom 2. März, 19.39 Uhr: Deutschlands große Drogerieketten wollen ab kommender Woche Corona-Selbsttests anbieten. Nach „dm“ am Montag kündigte einen Tag später auch Konkurrent „Rossmann“ den Verkauf an. Falls die geplanten Liefertermine der Hersteller eingehalten werden, wolle man ab Mitte nächster Woche die Tests in den Filialen verkaufen.

Darüber hinaus werde „mit Hochdruck“ daran gearbeitet, weitere Hersteller zugelassener Corona-Schnelltests ins Sortiment aufzunehmen. Bei „dm“ hatte man erklärt, „voraussichtlich“ ab 9. März die Schnelltests anbieten zu können. Allerdings wollte beide Drogerieketten keine Preisangaben machen.

Corona in Deutschland: Kanzlerin Merkel plant umfangreiche Teststrategie

Update vom 2. März, 17.37 Uhr: In den kommenden Monaten plant Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine breit angelegte Teststrategie, um die angestrebten Lockerung nach dem Corona-Lockdown abzusichern. Laut dpa-Informationen kündigte Merkel in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion an, dass die Bundesregierung dafür die Monate April, Mai und Juni einplane. Anschließend werde das Impfen eine so dominante Wirkung haben, dass man den Testumfang zurückfahren könne, so Merkel weiter.

Derzeit verfüge man in Deutschland aber noch nicht über ausreichend Corona-Selbsttests, fügte die Bundeskanzlerin hinzu. Allerdings könnte sich dies bald ändern, aktuell würden 96 Anträge auf Zulassung neuer Selbsttests laufen. Merkels Angaben zufolge rechne man damit, 40 Produzenten valide Angebote machen zu können. Merkel betonte, man brauche vermutlich bis Ende März, um eine umfassende Sicherheitsstrategie für mögliche Öffnungen aufzubauen. Dabei sollen Schulen und Kitas prioritär behandelt werden.

Corona in Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern ändert seine Impfreihenfolge

Update vom 2. März, 15.50 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kündigte an, den Corona-Impfstoff von AstraZeneca in ihrem Bundesland für Personen aus der Prioritätsgruppe zwei freizugeben. Man könne es sich nicht leisten, Impfdosen herumliegen zu lassen, sagte sie.

Video: Coronavirus: Was bringt der Corona-Gipfel?

In den Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern waren in den vergangenen Tagen zahlreiche Termine zur Impfung mit AstraZeneca nicht wahrgenommen worden. Deshalb soll der Impfstoff auch für Erzieher, Lehrer, Polizisten im Außeneinsatz und Hausärzte sowie für chronisch Kranke bereitgestellt werden, erklärte Schwesig.

Corona in Deutschland: Kretschmann will außer Baumärkten „erstmal nix“ öffnen

Update vom 2. März, 14.20 Uhr: Es war die Überraschung am Dienstag: während viele Experten vor einer dritten Pandemie-Welle warnen, könnten in Deutschland schon am Mittwoch vorsichtige Öffnungsschritte beschlossen werden. So zumindest der Plan, geht es nach ersten durchgesickerten Details. Doch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht kurz vor der Bund-Länder-Konferenz zum Corona-Lockdown keine schnellen Öffnungsschritte.

Auf die Frage, was denn außer Baumärkten rasch geöffnet werden könne, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart: „Erstmal nix.“ Die Zahl der Infektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sei weiterhin der entscheidende Wert bei der Frage, wie stark man lockern könne - und die 7-Tage-Inzidenz steige wieder. Zwar könne man mit massenhaften Schnell- und Selbsttests demnächst Öffnungen angehen, doch das gehe nicht von heute auf morgen. „Das ist ein großer organisatorischer Aufwand.“ Die Test-Infrastruktur müsse schon da sein, „damit man die Teststrategie mit der Öffnungsstrategie verbinden kann“, erklärte der Grünen-Politiker.

Kretschmann sagte zu regional unterschiedlichen Öffnungen: „Das ist immer ein Ritt auf einem Grat.“ Eine regionale Herangehensweise sei zwar sinnvoll, aber kommunikativ schwierig. „Dem Problem kann ich nicht entrinnen.“

Corona: Deutschland zofft um Lockdown-Lockerungen - währenddessen Massenausbruch in NRW entdeckt

Ursprungsmeldung vom 2. März 2020: Berlin - Das Coronavirus scheint sich in den vergangenen Wochen durch die strikten Maßnahmen und den durch die Politik beschlossenen Lockdown* in Deutschland langsamer auszubreiten, als noch zu Beginn des Winters. Am Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen, erste Details sickerten bereits vorab durch. Währenddessen verzeichnet NRW den nächsten großen Massenausbruch.

Corona in Deutschland: Erste Details vor Merkels Corona-Gipfel - Kommen nun erste Lockerungen?

Die frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage dürften das Bedürfnis vieler Bürger nach Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie noch einmal verstärkt haben. Während bereits erste Details vor dem Corona-Gipfel durchgesickert sind, die möglicherweise auf Lockerungen schließen lassen, verdeutlicht ein Massenausbruch in NRW nun noch einmal die Sorge vor einer dritten Welle. Wie nun die WAZ unter Berufung auf die Stadt Herne berichtet, sollen sich auf einer Baustelle in Herne im Ruhrgebiet bislang mindestens 43 Bauarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben. Auch die besonders ansteckende Virus-Mutation aus Großbritannien sei bei manchen von ihnen festgestellt worden.

Während einige Experten aus Angst vor einer durch Mutationen ausgelösten dritten Welle vor zu großen Öffnungsschritten warnen, könnten Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch erste Lockerungs-Maßnahmen beschließen. Bund und Länder streben einem Bericht zufolge zwar eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März an - es soll aber zugleich weitere Lockerungen geben. Bereits ab Montag sollten weniger strenge Kontaktbeschränkungen gelten, berichteten unter anderem die Bild und das Magazin Business Insider am Dienstag unter Berufung auf einen Beschlussentwurf von Montagabend.

Alle Augen ruhen auf dem Corona-Gipfel. (Archivbild)

Corona in Deutschland: Wann darf auch der Einzelhandel wieder öffnen? Corona-Gipfel am Mittwoch

Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sollen demnach einheitlich in allen Bundesländern öffnen dürfen - derzeit gibt es hier einen Flickenteppich. Voraussetzung seien Hygienekonzepte und eine Begrenzung auf einen Kunden pro 20 Quadratmeter. Abhängig vom Infektionsgeschehen zeigt der Entwurf demnach weitere Öffnungsperspektiven auf. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 solle der Einzelhandel öffnen dürfen. Dies war bereits bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 10. Februar vereinbart worden.

Bund und Länder wollen dem Bericht zufolge allerdings auch eine „Notbremse“ einführen. Welche konkreten Maßnahmen die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen beherrschen sollen, wird dann im Laufe des Mittwochs verkündet. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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