News-Ticker zur Coronavirus-Pandemie

Corona in BaWü: CDU attackiert Kretschmann - „Es bedarf keines Auftrags des Herrn Ministerpräsidenten“

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Coronavirus in Baden-Württemberg:  Ministerpräsident Winfried Kretschmann informiert über die Lage.

In Baden-Württemberg steigt die Zahl der Infizierten und der Todesfälle wegen des neuartigen Coronavirus. Alle Entwicklungen zur Pandemie im News-Ticker.

Update, 22.45 Uhr: Die verschärften Ausgangsbeschränkungen für Senioren aus Altenheimen - und damit eine Corona-Risikogruppe - polarisieren in Baden-Württemberg weiter heftig.

Rund 100 000 Menschen, die in Pflegeheimen wohnen, sind im südwestlichsten Bundesland davon betroffen. Per Rechtsverordnung hat das Sozialministerium zudem den Osterausflug untersagt. 

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, sollen Heimbewohner das Gelände nur noch zu unaufschiebbaren Erledigungen wie einem Arztbesuch verlassen dürfen, Treffen mit Enkeln gehören demnach nicht dazu. Ein Verstoß gegen dieses Verbot kann laut Stuttgarter Zeitung mit einem Bußgeld von 250 und 1500 Euro sanktioniert werden.

Der Landesseniorenratsvorsitzende, Uwe Bähr, kritisierte die Vorgaben entschieden: „Die wenigen Bewohner, die noch selbstständig ein Pflegeheim verlassen können, sollten in ihren Freiheitsrechten nicht beschränkt werden.“

Alle aktuelle Informationen zu den Entwicklungen in der Corona-Krise in Baden-Württemberg erfahren Sie hier im neuen News-Ticker.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Stuttgarter Restaurants werden zu Supermärkten

Update, 21.15 Uhr: Die Corona-Krise hat die Stuttgarter Gastro hart getroffen. Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, werden nun immer mehr Restaurants zu systemrelevanten Supermärkten.

Ugur Ceyhan vom Trollinger am Feuersee in der Innenstadt erzählte bei StN.de zum Beispiel, dass der aus dem Gastraum heraus Mehl, Nudeln, Reis, Öl und Dosenprodukte verkaufe. Dabei erwirtschafte er aber nur etwa zehn bis zwanzig Prozent des Umsatzes von vor dem Corona-Shutdown.

Auch in

München gibt es etliche Gastronomen, die sich mit Essen to go

* gegen die wirtschaftlichen Konsequenzen der

Ausgangsbeschränkungen

wehren. 

Wie geht es in Deutschland weiter in der Corona-Krise? Jens Spahn und das RKI geben am Donnerstag ein Corona-Update.*

Update, 18.45 Uhr: Regierungszoff, und das ausgerechnet mitten in der Coronavirus-Pandemie. Die CDU hat ihren Koalitionspartner Die Grünen und insbesondere Ministerpräsident Winfried Kretschmann scharf attackiert. Streitpunkt ist die Umsetzung des Corona-Soforthilfeprogramms für mittelständische Unternehmen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Es rumort in der Landesregierung

Es rumort in der grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg. Das Wirtschaftsministerium unter der Anleitung der CDU zeigte sich verwundert über Aussagen von Regierungschef Kretschmann

Konkret: Das Ministerium für Wirtschaftsfragen nannte es in einer Mitteilung „bemerkenswert“, dass das Staatsministerium „ganz offensichtlich nicht weiß, was im Soforthilfeprogramm des Lande bereits alles geregelt ist“.

In der Corona-Krise gefordert: Manfred Lucha (Die Grünen), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg, und Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Ministerin für Wirtschaft.

Das Haus von Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bezog sich dabei auf eine Stellungnahme Kretschmanns, in der dieser Nachbesserungsbedarf bei der finanziellen Unterstützung für Unternehmer festgestellt hatte.

„Um keine Zeit zu verlieren“, habe er Hoffmeister-Kraut und Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) gebeten, „zügig die Voraussetzung dafür zu schaffen, damit wir den privaten Lebensunterhalt bei Soloselbständigen und Kleinstunternehmen, die Kosten für Personal, wenn für sie keine weiteren Hilfen in Anspruch genommen werden können, und die Anerkennung von bestimmten Gruppen in der Landwirtschaft wie zum Beispiel den Obstbau über unser Förderprogramm abdecken können“.

Diese Regelungen seien jedoch längst getroffen, erklärte das Wirtschaftsministerium. Eine Regierungs-Krise, während Corona Lösungen von der Politik verlangt?

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann - „Menschlich nachvollziehbar, aber brandgefährlich“

Update, 18.30 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen für Pflegeheimbewohner in Baden-Württemberg damit begründet, dass das Besuchsverbot immer wieder umgangen werde.

„Wir haben in der Praxis leider Umgehungen feststellen müssen“, sagte der Grünen-Politiker bei einer Pressekonferenz in Stuttgart. So seien Heimbewohner zum Beispiel von Angehörigen vor dem Heim abgeholt worden - häufig ohne geeignete Schutzmaßnahmen. Kretschmann: „Das ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber in der Sache natürlich brandgefährlich.“

Coronavirus in Baden-Württemberg - Volksfeste wird es lange keine geben 

Update, 13.06 Uhr: „Wir müssen weiter konsequent sein“, betont Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Stuttgart

Baden-Württemberg sei neben Bayern und Nordrhein-Westfalen besonders vom Coronavirus betroffen. Wenn es Lockerungen gäbe, dann würde nicht alles sofort wieder so sein, wie vorher.

Große Volksfeste oder Fußballspiele stünden im Falle einer Lockerung allerdings besonders weit hinten an, sagte Spahn.   

Corona-Krise in Baden-Württemberg: Kretschmann entsetzt über Verhalten von Pflegeheimbewohner

Update, 12.33 Uhr: „Die Kurve flacht langsam ab“, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Stuttgart, „aber es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung.“ Die harten Maßnahmen, die in die Grundrechte der Bürger eingriffen, zeigten Wirkung. Seit den Schulschließungen habe sich die Infektionsrate verlangsamt.

Allerdings würde das Besuchsverbot in Pflegeheimen unterwandert, sagte Kretschmann. Bewohner wurden vor dem Heim abgeholt. In der Sache sei dies nachvollziehbar, aber brandgefährlich, betont der Ministerpräsident. Deswegen müssten die Sicherheitsvorschriften für Pflegeheime verschärft werden. Kretschmann kündigte strikte Ausgangsbeschränkungen für Heimbewohnern in Pflegeheime an.

Kretschmann appelliert Kontaktsperren vor allem an Ostern einzuhalten: „Bitte keine Besuche bei den Großeltern“. Und weiter: „Osterspaziergang sind natürlich erlaubt, wenn Sie die Abstände einhalten.“  Gerade Eltern wünsche er in dieser Situation viel Kraft und gute Nerven.

Baden-Württemberg ist nach Bayern und Nordrhein-Westfalen besonders vom Coronavirus betroffen. In Baden-Württemberg sind 20.141 Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (7. April, 12.55 Uhr) registriert. Im Vergeich zum Vortag ist die Zahl der Todesfälle um 46 auf 433 gestiegen.  

Corona-Krise in Baden-Württemberg - Kretschmann äußert sich zur aktuellen Lage

Update vom 7. April, 12.26 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann gibt in Stuttgart eine Pressekonferenz zur aktuellen Lage zum Kampf gegen das Coronavirus in Baden- Württemberg. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nimmt auch an der Pressekonferenz teil. 

Im Kampf gegen die Verbreitung von Fake News in der Corona-Krise setzt Whatsapp jetzt auf ein Funktions-Update.

Coronavirus in Baden-Württemberg - neue Zahlen

Update, 21.30 Uhr: Baden-Württemberg zählt nach registrierten Corona-Fällen weiter zu den am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Bundesländern.

Stand Montagabend waren mehr als 20.000 Fälle bestätigt, demnach starben in BaWü bislang 427 Menschen, die an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt waren.

Besonders hohe Zahlen haben daneben Bayern mit mehr als 25 300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 444 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20 800 Fällen und mindestens 297 Toten.

Update, 20.30 Uhr: Auch in Baden-Württemberg kontrolliert die Polizei strikt die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen. Dabei sind, zum Beispiel in Stuttgart, auch Gruppen von mehreren Beamten zu sehen, die auf den ersten Blick das Social Distancing, das sie überwachen sollen, selber nur schwer einhalten können.

Geht von Polizisten vielmehr eine erhöhte Ansteckungsgefahr aus? Sind sie vereinzelt Coronavirus-Superspreader*? Eine Spurensuche.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Fast 20.000 bestätigte Fälle

Update vom 6. April, 11.10 Uhr: Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, gibt es derzeit 19.287 bestätigte Corona-Fälle mit positivem Testergebnis. Die Zahl der Infektionen ist damit um 772 gegenüber dem Vortag gestiegen. 1.197 Menschen seien von ihrer Erkrankung wieder genesen, berichtete das Gesundheitsministerium weiter. Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 stieg um 20 auf insgesamt 383. 

Am Sonntagabend richtete sich Winfried Kretschmann (Grüne) mit einem Appell an die Bürger und wies darauf hin, dass die Corona-Auflagen trotz des schönen Wetters eingehalten werden sollen. Via Twitter schrieb er: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Unsere Maßnahmen beginnen zu wirken. Jetzt kommt es darauf an, nicht nachzulassen. Auch wenn Kaiserwetter ist über die Ostertage, ich bitte Sie eindringlich: Halten Sie sich weiterhin an die Regeln." Die Menschen sollten nur rausgehen, wenn dies nötig ist. 

Deutschland verzeichnet mittlerweile mehr als 100.000 Infizierte. Spanien überholte Italien bei der Zahl der Infizierten. Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Landkreis bei Stuttgart stark betroffen - Touristenziele bleiben leer

Update, 16.30 Uhr: In weiten Teilen Deutschlands hat das schöne Wetter am Wochenende viele Menschen trotz der Corona-Sperren ins Freie gelockt - nicht alle hielten sich dabei an die Kontaktsperre.

Auch in Baden-Württemberg ging die Polizei mehrfach gegen größere Menschenansammlungen vor - in Eberhardzell im oberschwäbischen Landkreis Biberach wurde eine Gruppe von insgesamt 18 Menschen in einem Haus aufgelöst.

In Baden-Württemberg greift die Polizei hart durch.

In Wäschenbeuren im Landkreis Göppingen löste die Polizei in der Nacht zu Sonntag eine Grillparty auf einem Waldspielplatz auf, im südbadischen Karsau zeigte sich eine Gruppe betrunkener junger Leute am Samstagabend uneinsichtig - zwei junge Frauen im Alter von 19 und 20 Jahren mussten deshalb die Nacht in Zellen verbringen.

Update, 13.45 Uhr: In der Forschung nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus * liegen die Hoffnungen weiter auf dem Pharma-Unternehmen CureVac aus dem schwäbischen Tübingen.

Mehrheitseigner Dietmar Hopp , SAP-Milliardär und Mäzen von Bundesliga-Klub 1899 Hoffenheim, hat ein weiteres Mal über einen möglichen Zeitraum für die Finalisierung eines Impfstoffes gegen den Erreger Sars-CoV-2 gesprochen. 

Kanzlerin Angela Merkel berät nun mit dem Krisen-Kabinett über weitere Corona-Maßnahmen in Deutschland.*

Coronavirus in Baden-Württemberg: Esslingen bei Stuttgart zählt die meisten Corona-Fälle

Update, 13.10 Uhr: Esslingen bleibt der Corona-Hotspot in Baden-Württemberg! Das geht aus dem Bericht des Sozialministeriums vom Samstagabend hervor. Demnach waren zu diesem Zeitpunkt 18.515 registrierte Menschen in BaWü mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Corona-Toten lag bei 363.

Im Kreis Esslingen gab es am Samstagabend mit mehr als 1.000 die meisten an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Personen. Es folgte Ludwigsburg mit rund 900 Infizierten, in und rund um Stuttgart waren je Landkreis mindestens 600 Menschen mit Corona infiziert.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, gab es die wenigsten registrierten Corona-Fälle in Baden-Württemberg im Stadtkreis Baden-Baden sowie in Pforzheim.

Corona-Krise in Baden-Württemberg: Ausflugsziele bleiben trotz schönem Frühlingswetter geschlossen

Update, 12.45 Uhr: Außergewöhnliche Zeiten erfordern außegewöhnliche Maßnahmen - das gilt für viele Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders während der Coronavirus-Pandemie.

Auch die Stuttgarter Hymnus Chorknaben üben digital. „Wir haben ein System von Online-Tutorials erfunden“, erzählt Rainer Homburg, Leiter des renommierten Knabenchors. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie müssen große Gruppen wie Chöre kreativ werden.

Bald nach den ersten Einschränkungen wegen der Corona-Krise fing Homburg an, Videos zu verschicken, in denen er Stücke vorsingt oder auf dem Flügel vorspielt. Die Sänger im Alter von 9 bis 29 singen dazu und schicken die Aufnahme zurück. Per E-Mail bekommen sie Tipps. Einmal pro Woche sind die Mitglieder gleichzeitig anwesend - virtuell. Kreativität ist gefragt.

Update vom 5. April, 11 Uhr: Auch in Baden-Württemberg haben die Landesregierung und die Städte Maßnahmen ergriffen, um an beliebten Naherholungszielen bei herrlichem Frühlingswetter an diesem Wochenende Menschenansammlung zu verhindern.

Traumhaft: Überlingen am Bodensee - doch wegen der Cronavirus-Pandemie ist die Uferpromenade geschlossen.

So wurde zum Beispiel der Zugang zu Aussichtspunkten in Weinstadt nordöstlich von Stuttgart ebenso geschlossen wie die Uferpromenade in Überlingen am Bodensee. Trotz Sonneschein, blauem Himmel und beinahe schon frühsommerlichen Temperaturen heißt es wegen Corona überall: Nichts geht mehr!

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zaun trennt Liebespaare aus Deutschland und der Schweiz

Update vom 4. April, 19.45 Uhr: Auch Grenzgebiete zwischen Baden-Württemberg und den angrenzenden Nachbarländern müssen aufgrund der Corona-Pandemie Absperrungen aufstellen. Ein besonders kurioser Fall spielt sich in Konstanz am Bodensee ab, wo ein Zaun die Schweizer Seite von der Deutschen trennte. Nun wurde ein zweiter Zaun parallel zu dem bereits bestehenden angebracht - der Abstand zwischen den beiden Drahtgitterzäunen beträgt zwei Meter.

Der Grund für die doppelte Sicherung sind die vielen Paare, die sich in den vergangenen Tagen an der Grenze trafen und über die provisorische Absperrung hinweg direkten Kontakt aufgenommen hatten. Doch Körperkontakt wie Umarmungen oder gar Küsse zwischen deutsch-schweizerischen Liebespaaren sind nun nicht länger möglich. Sogar die Fahrt zum Partner ist in diesen Tagen ausgeschlossen, da Besuchsreisen in die Schweiz weitestgehend untersagt wurden. Die Grenze am Bodenseeufer ist normalerweise offen für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Der neue Zaun in Konstanz verhindert jeglichen Körperkontakt.

Update vom 4. April, 18.30 Uhr: Im baden-württembergischen Weinheim im Kreis Rhein-Neckar ist ein 32-Jähriger festgenommen worden. Der Mann hatte zuvor im Internet zu einer Demonstration gegen die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen aufgerufen. Der Mann hätte mit einer organisierten Veranstaltung eine öffentliche Ansammlung von Menschen herbeiführen wollen, was aufgrund der Verordnungen einer Straftat entspricht.

Corona-Krise in Baden-Württemberg: Weinheimer ruft zur Demo auf - und wird festgenommen

Der Mann habe klar zu einer Straftat aufgerufen, erklärte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Die Arbeit der Beamten wurde durch das Internetportal, auf dem der Mann die Demo ankündigte, erleichtert. 

Der Anbieter des Portals half dabei, den Täter ausfindig zu machen. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung am Freitag stellten die Beamten Datenträger, drei Laptops, Festplatten, ein Tablet sowie ein Smartphone sicher. Der 32-Jährige kam nach der vorläufigen Festnahme jedoch wieder auf freien Fuß.

Öffentliche Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, sind in Baden-Württemberg untersagt. Ab 15 Personen wird laut Polizeisprecher von einer Straftat gesprochen, während kleine Gruppenbildungen als Ordnungswidrigkeit eingestuft werden.

Indes gibt esZweifel an den RKI-Todeszahlen: Gibt es in Wahrheit viel weniger Corona-Tote in Deutschland?

Corona-Krise in Baden-Württemberg: Hunderte Ärzte und Pflegekräfte infiziert

Update vom 3. April, 14.15 Uhr: Wie der Südwestrundfunk (SWR) unter Berufung auf das Stuttgarter Regierungspräsidium berichtet, haben sich in Baden-Württemberg Hunderte Ärzte und Pfleger mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. So sollen insgesamt 619 Infektionen bei medizinischem Personal festgestellt und an das Landesgesundheitsamt übermittelt worden sein. Eine Unterscheidung zwischen Ärzten und Pflegern sei dabei allerdings nicht möglich. 

Wie der SWR weiter berichtet, wollen die baden-württembergischen Landkreise Böblingen und Tübingen alle Pflegeheime auf Covid-19 testen lassen. Dabei sollen insgesamt 400 Tests pro Tag vorgenommen werden, die Reihenfolge, so berichtet SWR.de richte sich nach Brisanz und Größe der Einrichtungen. 

Unterdessen schlägt der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister hinsichtlich des Mangels von Schutzmaterialien Alarm. In Nordrhein-Westfalen will ein Virologe der Dunkelziffer* auf die Spur kommen. Auch in Bayern steigt die Zahl der Corona-Fälle, die in Bayerns Krankenhäusern aufschlagen. Sowohl in den Intensivstationen als auch insgesamt. Nun warnt Siegfried Hasenbein, der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) vor einem Mangel an Schutzausrüstung*.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen

Update vom 3. April, 10.01 Uhr: Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg auf 15.971 gestiegen. Dies entspricht einem Plus von 1.391. Auch die Zahl der Todesfälle ist in die Höhe gestiegen. Demzufolge gab es bislang (Stand: Donnerstag, 16 Uhr) 281 Todesfälle. 

In ganz Deutschland infizieren sich indes immer mehr Ärzte und medizinische Hilfskräfte. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts mit Stand vom Mittwoch seien in Baden-Württemberg 566 Infektionen bei medizinischem Personal registriert worden - und damit nahezu eine Verdopplung der Fälle im Vergleich zur Vorwoche. 

Update vom 2. April, 17.45 Uhr: Die Corona-Pandemie trifft den deutschen Flugverkehr hart. Nun wird der Stuttgarter Flughafen aufgrund der Corona-Krise ab Montag für gut zwei Wochen geschlossen. Vom 6. bis zum 22. April soll der Flugverkehr zum Erliegen kommen. Dies teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium am Donnerstag mit. 

Unterdessen sorgt eine Statistik in Bayern für Hoffnung, wie Merkur.de* berichtete. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte, wie es nun weitergehen wird. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Stuttgarter Flughafen stellt bald Betrieb ein

Am Flughafen sollen in der flugfreien Zeit nun vorgesehene Bauarbeiten zur Teilsanierung der Start- und Landebahn früher als geplant beginnen. Es bestehe die Gefahr, dass die vom 23. April bis zum 17. Juni vorgesehenen Bauarbeiten wegen der derzeit geltenden Beschränkungen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden könnten und der Flugbetrieb Ende Juni unplanmäßig eingestellt werden müsse.

Der Flughafen wird weiterhin genutzt, damit Hubschrauber starten und landen können, wie das Ministerium mitteilte. Weitere Flüge müssten auf Airports in Karlsruhe oder Baden-Baden erfolgen. Über diese sei auch die Versorgung der Bevölkerung mit Luftfracht wie etwa medizinischen Mitteln gewährleistet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulen nach Ostern wieder offen?

Update 17.40 Uhr: Baden-Württemberg denkt momentan über schrittweise Schulöffnungen der Schulen nach den Osterferien nach. Eine Überlegung wäre, dass tageweise unterschiedliche Klassen unterrichtet würden, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der „Stuttgarter Zeitung“ (Freitag) sagte. „Beispielsweise könnte an den Grundschulen an einigen Tagen die Klassen eins und zwei kommen, an den anderen die Klassen drei und vier.“ Eisenmann vermutet, dass „manches erst langsam wieder anlaufen“ werde. Das Bundesland bereite sich parallel aber auch auf den Fall vor, dass die Schulen bis zum Sommer geschlossen bleiben müssten, so die Ministerin.

Update vom 2. April, 9.40 Uhr: Wie in ganz Deutschland steigen auch in Baden-Württemberg die Zahlen der Corona-Infizierten und der Todesfälle weiter in die Höhe. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, gibt es aktuellen Zahlen zufolge 14.580 bestätigte Fälle mit positivem Testergebnis und 239 Todesfälle. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Überträger sind meist die Jüngeren

Auch in der baden-württembergischen Stadt Stuttgart stieg die Zahl der Infizierten an. Das Gesundheitsministerium berichtete von insgesamt mehr als 800 Infektionen. Zum ersten Mal wurden die Zahlen hinsichtlich Altersgruppen genauer unter die Lupe genommen. Demnach seien besonders Personen mittleren Altern betroffen und mehr Männer (54 Prozent) als Frauen (46 Prozent). Verstorben sind in Stuttgart dem Gesundheitsamt zufolge sechs Personen. Sie alle waren über 63 Jahre alt und besaßen Vorerkrankungen. 

Der Stuttgarter Zeitung gegenüber erklärte Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamt, die Zwischenbilanz. Ihm zufolge sehe man, dass das Coronavirus kein „Seniorenvirus“ sei. Mehr als ein Drittel der Infizierten sei zwischen 26 und 40 Jahre alt. Als Gründe hierfür nennt Ehehalt die Mobilität der Menschen, das Freizeitverhalten und die sozialen Kontakte. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung warnte er: Die Gruppe überträgt auch das Virus am häufigsten“. 

Erstmeldung vom 31. März: Coronavirus-Fallzahlen in BaWü steigen - Tausende Verstöße gegen die Schutzmaßnahmen angezeigt

Stuttgart - Das Coronavirus* trifft auch Baden-Württemberg hart. Die Zahl der Infizierten und der Todesfälle steigt von Tag zu Tag. Unterdessen steigen auch die Zahlen der Verstöße gegen die derzeit geltenden und wichtigen Corona-Auflagen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen

Dem Gesundheitsministerium zufolge gibt es Baden-Württemberg bislang 12.257 bestätigte Corona-Fälle* mit positivem Testergebnis. Insgesamt seien 163 Menschen infolge einer Infizierung gestorben (Stand: 30. März, 16 Uhr)

Coronavirus in Baden-Württemberg: Knapp 3.000 Ordnungswidrigkeiten

Nachdem der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) die Bürger bereits am Montag (wir berichteten) dazu aufgefordert hatte, Verstöße gegen die Corona-Auflagen* der Polizei zu melden, wurden am Dienstag neue Zahlen bekannt. Es gehe darum, die Ausbreitung der Seuche zu verlangsamen und Menschenleben zu retten, hatte Strobl betont. 

Wie der SWR nun berichtet, seien von Freitag bis Sonntag rund 3.000 Ordnungswidrigkeiten und Straftaten in Baden-Württemberg zur Anzeige gebracht worden. Dies sagte Strobl am Dienstag in Stuttgart. Weiter hieß es, dass darunter 2.000 Verstöße gewesen seien, bei denen mehr als zwei Menschen im öffentlichen Raum aufeinander getroffen seien.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Klinikverbund verlängert die Schutzmaßnahmen

Wie der SWR berichtet, hat der Klinikverbund Südwest seine Schutzmaßnahmen aufgrund der Corona-Lage* bis zum 1. Juni verlängert.

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, gehörte hierzu das Verschieben aller nicht unbedingt notwendigen Eingriffe sowie der Sprechstunden. Des Weiteren soll auch das Besuchsverbot ausgeweitet werden. So gelte zum Schutz von Müttern, deren Neugeborenen und des Pflegepersonals das Besuchsverbot auf den Wochenstationen für alle.

Darunter zählen nun auch Väter. Die Anwesenheit bei der Geburt im Kreißsaal sei weiterhin möglich, jedoch nur dann, wenn der Vater gesund ist und keinen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus* infizierten Person hatte. 

Unterdessen spitzt sich auch die Lage in Nordrhein-Westfalen weiter zu. Ministerpräsident Armin Laschet unterlief am Montag auch noch eine Mundschutz-Panne. Im bevölkerungsreichsten Bundesland wurde ausgerechnet ein Mann aus dem besonders betroffenen Heinsberg ausfällig, bespuckte einen Polizisten und schrie: „Ich habe Corona!“ Unterdessenspitzt sich die Lage in Sachsen weiter zu. Die Zahl der Todesopfer steigt - auch ein italienischer Covid-19-Patient ist verstorben. Indes wird immer noch intensiv nach einem Impfstoff für das Coronavirus* geforscht. 

*merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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