News aus Deutschland

Nachschub fehlt: Landeshauptstadt stoppt Corona-Impfungen wohl für vier Wochen

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind hoch. Bayern will die Impfpriorisierung aufheben. Eine Landeshauptstadt stoppt die Impf-Terminvergabe. Helgoland verhängt Ausgangssperre. Der News-Ticker.

  • Bei den Corona*-Fallzahlen in Deutschland gibt es keinen positiven Trend. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet eine 7-Tage-Inzidenz von über 167 (Update vom 27. April, 6.22 Uhr).
  • Auf der Nordseeinsel Helgoland greift die Notbremse bei Null-Inzidenz (Update vom 27. April, 16.27 Uhr).
  • Bayern will jetzt die Impfreihenfolge schneller als der Bund lockern (Update vom 27. April, 13. 59 Uhr).
  • Keine Erstimpfungen mehr - Potsdam stoppt Corona-Impfungen voraussichtlich für vier Wochen (Update vom 27. April, 10.49 Uhr).
  • Spahn: Die Entscheidung zu mehr Rechten für Geimpfte soll laut Jens Spahn im Mai fallen (Update vom 26. April, 20.43 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 27. April finden Sie hier.

Update vom 27. April, 16.27 Uhr: FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat am Beispiel der Nordseeinsel Helgoland die Regelungen der sogenannten Bundesnotbremse kritisiert. „Wenn ab Mittwoch die „Bundesnotbremse“ auch im Kreis Pinneberg zieht, zeigt sich nochmal besonders anschaulich, mit welchem regulatorischen Irrsinn uns diese Bundesregierung überzogen hat“, sagte der Vizepräsident des Bundestags am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Denn ab dann wird auch auf der Insel Helgoland die nächtliche Ausgangssperre gelten, obwohl dort die Inzidenz bei 0 liegt.“

Ausgangssperre in Helgoland bei Inzidenz von 0

Warum eine in offener See liegende und coronafreie Insel nun von den Grundrechtseinschränkungen erfasst werde, lasse sich rational wahrscheinlich nicht einmal von den härtesten Lockdown-Befürwortern erklären, sagte Kubicki. Wegen mehrtägiger Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 greift ab Mittwoch (28. April) auch im Kreis Pinneberg und somit auch auf Helgoland die Corona-Notbremse.

Corona in Deutschland: Junge Menschen bewegten sich im zweiten Lockdown weniger

Update vom 27. April, 16.05 Uhr: Kinder und Jugendliche haben sich im zweiten Corona-Lockdown deutlich weniger bewegt als im ersten. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das am Dienstag veröffentlicht wurde. Durchschnittlich 75 Minuten am Tag waren Kinder im Februar zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs oder joggten und nahmen Internet-Fitnessangebote wahr. Im vergangenen Frühling war die Bewegungsdauer mit täglich 166 Minuten mehr als doppelt so lang.

Während die Zeit für körperliche Aktivitäten abnahm, verlängerte sich der Fernsehkonsum. Die Kinder und Jugendlichen saßen 222 Minuten am Tag vor dem Bildschirm, 28 Minuten länger als im ersten Lockdown. Das Institut befragte 1.700 Kinder im Alter von 4 bis 17 Jahren im Frühjahr 2020 und im Februar 2021.

Update vom 27. April, 15.07 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland ist leicht gesunken. Momentan müssen 5.050 Corona-Patienten intensivmedizinische behandelt werden (Vortag: 5.122). Davon müssen 2.871 künstlich beatmet werden. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters hervor (Stand: 27. April, 15.10 Uhr).

Impfreihenfolge: Bayern will Impfpriorisierung Mitte bis Ende Mai aufheben

Update vom 27. April, 13.59 Uhr: Bayern prescht beim Impfen vor. Schon Mitte bis Ende Mai will Bayern die Impfpriorisierung aufheben. Vollständig geimpfte Personen sollen im Rahmen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung negativ getesteten Personen gleichgestellt werden. Das gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung bekannt. Der Schwerpunkt bei den Impflockerungen solle auf Betrieben und Familien liegen. Im Juni soll bewusst ein Angebot für junge Menschen gemacht werden. „Wir wollen dann die Abschlussklassen impfen, insbesondere Abiturienten und berufliche Abschlussklassen“, sagte Söder. „Der Mai wird ein hellerer Monat werden“, so Söder. 

Corona in Deutschland: Impftempo stagniert

Update vom 27. April, 12.48 Uhr: Tempo lautet das Motto beim Impfen - doch die Impfzahlen in Deutschland sind doch eher enttäuschend: 402.700 Impfdosen wurden am Montag (26. April) verimpft. Das liegt deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen sieben Tage. 6.038.063 Menschen in Deutschland sind bereits zweimal und damit vollständig geimpft (7,3 Prozent). Mindestens 23,9 Prozent der Gesamtbevölkerung hat eine Erstimpfung erhalten. Das geht aus den Daten des RKI-Impfquotenmonitoring hervor.

In Thüringen sind bereits 10 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. In Berlin sind es 8,8 Prozent und Hamburg ist Schlusslicht mit 6,2 Prozent. Dafür haben in Hamburg bereits 24,5 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten. In Thüringen sind es 22,7 Prozent.

Update vom 27. April, 11.43 Uhr: Die Chancen auf das Oktoberfest 2021 in München schwinden, wie tz.de* berichtet. Schon 2020 war die Wiesn aufgefallen. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat für dieses Jahr kaum Hoffnung.

Nachschub fehlt: Landeshauptstadt stoppt Corona-Impfungen wohl für vier Wochen

Update vom 27. April, 10.49 Uhr: Fehlender Impfstoff - in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam werden vorerst keine neuen Termine für Impfungen mehr vergeben. Der Impf-Stopp wird voraussichtlich vier Wochen dauern. Es fehlt an Nachschub, wie die Landeshauptstadt Potsdam mitteilt: „Die Impfstelle KEvB wird vorerst für die nächsten vier Wochen keinen Impfstoff für weitere Erstimpfungen erhalten. Derzeit stehen noch etwa 2.000 Nicht-Geimpfte auf der Warteliste. Impftermine über die Impfwarteliste zu bekommen, ist daher nach jetzigem Stand unrealistisch.“

Der Impf-Stopp betrifft laut der Mitteilung aus dem Rathaus die Impfstelle am Klinikum „Ernst von Bergmann“. Wie die Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN) berichtet, habe das für die Verteilung des Impfstoffs zuständige Innenministerium am Montag mitgeteilt, dass Impfstellen an Krankenhäusern perspektivisch zugunsten der niedergelassene Ärzte zurückgefahren werden. Viele Potsdamer konnten über die Impf-Warteliste der Stadt einen Impf-Termin bekommen. Nun wurde die Terminvergabe über die Warteliste der Stadt ausgesetzt.

Update vom 27. April, 06.22 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstagmorgen 10.976 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Außerdem wurden 344 neue Todesfälle verzeichnet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert der Neuinfektionen noch bei 9609 gelegen, der Wert der Todesfälle bei 297. Die Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Sie wird nun mit 167,6 angegeben. Am Montagmorgen hatte sie noch bei 169,3 gelegen.

Spahn: Entscheidung zu Freiheitsrechten für Geimpfte fällt wohl Ende Mai

Update vom 26. April, 20.43 Uhr: Müssen gegen Covid-19 geimpfte beziehungsweise von einer Infektion genesene Menschen eigentlich noch Masken tragen? Am Montagabend stellte sich Gesundheitsminister Jens Spahn in einer ARD-Sendung dieser Frage - und beantwortete sie mit einem klaren Ja.

„In dieser Phase der Pandemie müssen alle noch Masken tragen und Abstand halten“, erklärte der CDU-Politiker. „Das ist etwas, was wir in vielen Ländern sehen - auch in denen, die schon mehr geimpft haben als wir* wie Israel, Großbritannien oder die USA. Solange keine Gruppenimmunität erreicht ist, kann sich dieses Virus immer noch sehr schnell bei den Nicht-Geimpften ausbreiten.“

Spahn selbst wisse, die Maske sei „nervig und stört“, es handle sich allerdings um ein „einfaches“ Werkzeug in puncto Pandemiebekämpfung, das es nun noch „in einer Übergangsphase“ bis alle Menschen geimpft sind, brauche. „Ich glaube, das ist auch zumutbar.“

Ende Mai soll laut Spahn zudem entschieden sein, inwieweit gegen das Coronavirus Geimpfte weiterhin mit Beschränkungen belegt werden. „Hierzu wird die Bundesregierung nächste Woche einen Vorschlag machen und der Bundesrat wird dazu am 28. Mai dann final entscheiden. Also es gibt einen Zeitplan.“

Corona in Deutschland: R-Wert sinkt, bleibt aber bei über 1

Update vom 26. April, 19.07 Uhr: Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt nach dem RKI-Lagebericht von Montagabend bei 1,01 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland: Merkel kündigt Ende der Impfpriorisierung an

Update vom 26. April, 18.37 Uhr: Die bisherige Priorisierung bei den Impfungen gegen das Corona-Virus soll nach Darstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spätestens im Juni fallen. „Das heißt nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden kann. Aber dann kann sich jeder um einen Impftermin bemühen, und die werden dann nach Maßgabe der Versorgung auch gegeben“, sagte Merkel am Montag in Berlin nach Beratungen mit den Länder-Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten

Mit Prognosen zum Sommerurlaub in diesem Jahr hielt sich Merkel zurück. Trotz aller Hoffnung dürfe man die Gegenwart nicht vergessen. „Die ist noch eine große Ernsthaftigkeit und je schneller wir diese ernsthafte Phase durchleben, umso schneller breitet sich die Hoffnung aus.“ Merkel sprach von vollen und sehr belasteten Intensivstationen. Die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitswesens sei nicht gebannt.

Corona in Deutschland: Mehr als 65 Verfahren wegen Bundes-Notbremse beim Verfassungsgericht

Update vom 26. April, 16.59 Uhr: Die Corona-Notbremse des Bundes ist umstritten. Das zeigt sich auch in der Anzahl der Verfahren, die beim Bundesverfassungsgericht mittlerweile eingegangen sind. Mehr als 65 Verfahren seien anhängig. Eine genaue Angabe über die aktuelle Zahl der Eingänge sei nicht möglich, weil ständig neue hinzukommen könnten, teilte ein Sprecher am Montag in Karlsruhe mit. Er machte keine Angaben dazu, wann mit einer Entscheidung zu rechnen sein könnte. Unklar ist zudem, ob Kläger zunächst Verwaltungsgerichte anrufen und sich dann durch die Instanzen klagen müssen.

Update vom 26. April, 14.37 Uhr: Der seit Monaten anhaltende Streit wegen fehlenden Impfstoff-LIeferungen zwischen der EU und Astrazeneca geht in die nächste Runde. Nun will die EU-Kommission den britisch-schwedischen Hersteller verklagen, wie Merkur.de berichtet.

Update vom 26. April, 13.15 Uhr: Noch ist ein Zusammenhang unklar. Israel untersucht Herzmuskelentzündungen nach Biontech-Impfungen, wie Merkur.de* berichtet.

Corona in Deutschland: Sachsen 7-Tage-Inzidenz von 232,0

Update vom 26. April, 13.13 Uhr: Sachsen ist negativ Spitzenreiter bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland mit einer 7-Tage-Inzidenz von 232,0. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Montag hervor. Corona-Hotspot ist der Landkreis Erzgebirgskreis (Sachsen) mit 382,4. Viele Schulen und Kitas müssen in weiten Teilen Sachsens coronabedingt geschlossen werden. Dresden und Leipzig sind seit diesem Montag (Inzidenz über 165) im Wechselunterricht.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45) hat am Montagmittag eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. „Ich habe meine Erstimpfung mit #AstraZeneca bei meiner Hausärztin bekommen. Ein kleiner Piecks mit großer Wirkung“, twittert Kretschmer. Die Impfung schütze nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen, sie sei auch der Schlüssel raus aus der Pandemie.

Corona in Deutschland: Die Intensivstation füllen sich. Mehr als 5.000 Covid-19-Patienten müssen intensivmedizinische behandelt werden.

Zahl der Intensivpatienten so hoch wie seit Mitte Januar nicht mehr

Update vom 26. April, 12.07 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen steigt weiter. Laut DIVI-Intensivregister sind es momentan 5.106 Corona-Patienten. Davon müssen mehr als die Hälfte (2.903) künstlich beatmet werden.

Corona in Deutschland: Jeder Zweite weiß nicht, wo der Impfpass ist

Update vom 26. April, 12.03 Uhr: Jeder Zweite weiß nicht, wo sein Impfpass steckt. Das hat eine Umfrage vom Digitalverband Bitkom ergeben. Demnach konnten nur 48 Prozent auf Anhieb sagen, wo sie das gelbe Heftchen aufbewahren. 51 Prozent der Befragten wussten es nicht. 23 Prozent haben den Impfpass schon einmal verloren. Der Verband der deutschen Hightech- und Telekommunikationswirtschaft wertete die Ergebnisse der von ihm in Auftrag gegebenen Befragung als Argument für die Einführung eines digitalen Impfzertifikats im Kampf gegen Corona.

Corona in Deutschland: 25 Millionen Impfdosen verabreicht

Update vom 26. April, 10.23 Uhr: In Deutschland sind inzwischen mehr als 25,446 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag mit. Fast 19.5 Millionen Menschen haben demnach eine Erstimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 23,4 Prozent. Vollständig geimpft sind knapp 6 Millionen Menschen in Deutschland (7,2 Prozent der Gesamtbevölkerung).

Auch am Wochenende wurde in Deutschland geimpft. Am Samstag waren es laut RKI-Daten 343.249 und am Sonntag 266.784 Impfdosen, die verspritzt wurden. Am vergangenen Freitag 525.155.

Deutlich mehr Sterbefälle 2020

Update vom 26. April, 9.45 Uhr: Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist im ersten Corona-Jahr deutlich gestiegen. Etwa 986.00 wurden registriert und damit 46.000 mehr als im Jahresvergleich, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Zugleich ging die Zahl der Geburten gegenüber 2019 leicht um 0,6 Prozent oder rund 5000 auf etwa 773.000 zurück. Damit nimmt die Differenz zwischen Todesfällen und Geburten weiter zu: So starben im letzten Jahr 212.000 Menschen mehr, als Kinder geboren wurden. 2019 lag dieses Geburtendefizit noch bei 161.000. 

Update vom 26. April, 7.13 Uhr: Der Impf-Gipfel steht an diesem Montag an. Bund und Länder beraten über den Stand bei den Corona-Schutzimpfungen. Es geht vor allem um die Aufhebung der Impfpriorisierung. Gesundheitsminister Jens Spahn stellte die Aufhebung der Impfreihenfolge „im Juni“ in Aussicht. Ärztevertreter verlangen dies für einen früheren Zeitpunkt. 

RKI: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter an

Update vom 26. April, 6.12 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Montagfrüh 11.907 Corona-Neuinfektionen und weitere Todesfälle binnen eines Tages. Zum Vergleich: Vergangenen Montag hatte das RKI 11.437 Corona-Neuinfektionen und 92 Todesfälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 169,3 gestiegen (Vortag: 165,6).

Corona in Deutschland: Wer sich ab dem 3. Mai impfen lassen darf

Update vom 25. April, 16.33 Uhr: Ab dem 3. Mai steht es allen Mitgliedern der Bundesregierung, des Bundestags, des Bundesrats sowie des Bundesverfassungsgerichts frei, sich gegen Corona impfen zu lassen. Das geht aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums am Sonntag hervor. Sie können sich entweder in einem von der Bundeswehr betriebenen Impfzentrum oder über die parlamentsärztliche Stelle impfen lassen. Die Mitglieder der verschiedenen Verfassungsorgane gehören der Prioritätsgruppe 3 an.

Weiter heißt es in dem Bericht: „Den Ländern stehe es frei, für die Mitglieder ihrer Verfassungsorgane ab dem 3. Mai ebenso zu verfahren.“ Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums beteiligen sich inzwischen mehr als 65.000 Ärzte an der Impfkampagne. In der 17. Kalenderwoche (ab 26. April) sollen demnach in den Arztpraxen erstmals mehr als zwei Millionen Dosen verabreicht werden, in der Woche darauf mehr als drei Millionen Dosen.

Corona in Deutschland: Die 7-Tage-Inzidenz steigt weiter.

Corona: Weltärzte-Chef Montgomery fordert Schutzmaßnahmen für Indien

Update vom 25. April, 15.01 Uhr: Indien gilt ab Montag in Deutschland als Virusvariantengebiet. Wegen der Corona-Mutation B.1.617 gilt dann ein generelles Einreiseverbot nach Deutschland. B.1.617 wurde laut Robert-Koch-Institut (RKI) bisher nur in 21 Fällen in Deutschland (Stand: 21. April) nachgewiesen. Noch steht die indische Variante unter Beobachtung. Neben anderen Corona-Mutation tritt die indische Corona-Variante hierzulande kaum auf. B.1.617 steht unter Verdacht die Immunabwehr auszutricksen. Dazu gibt es Hinweise, dass die Variante durch ihre Veränderungen ansteckender ist als der Wildtyp.

Weltärzte-Chef Frank Ulrich Montgomery hat angesichts der neuen Virusmutation in Indien umfassende Schutzmaßnahmen gefordert. Die indische Mutante sei offenbar „ansteckender und im Krankheitsverlauf schlimmer“ als bisher bekannte Virus-Varianten, sagte er der Rheinischen Post. „Daher sind alle Maßnahmen der Kontakteinschränkung gegenüber potenziell hiermit Infizierten gerechtfertigt.“

Corona in Deutschland: Erneut Datenpanne bei Corona-Schnelltests - Adressen und Geburtsdaten zugänglich

Erstmeldung vom 25. April 2021

Berlin - In der Software zweier Corona-Schnellteststationen in Berlin ist ein Datenleck entdeckt worden. Durch die Sicherheitslücke konnten Unbefugte erneut auf Testergebnisse und andere sensible Informationen, wie Adressen und Geburtsdaten zurückgreifen. Wie der Tagesspiegel berichtet, waren mehr als 6000 Schnelltest-Daten von Registrierten in Berlin betroffen.

Spezielle IT-Kenntnisse seien laut Tagesspiegel dafür nicht erforderlich gewesen. Das Datenleck betraf demnach nicht nur Berliner Teststationen. Nach Recherchen der Zeitung nutzten auch viele andere Teststationen beispielsweise in Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Würzburg oder Heidelberg die offenbar fehlerhafte Software des Betreibers Innofabrik aus Haßloch (Rheinland-Pfalz).

Die Sicherheitslücke sei am Samstag „innerhalb kürzester Zeit“ behoben worden, erklärte Innofabrik-Geschäftsführer Dennis Messer am Sonntag der dpa. Er bedauere den Fehler zutiefst, „Datenschutz nimmt bei uns eine sehr hohe Priorität ein“.

Corona-Schnelltest: Datenleck in bundesweit genutzter Schnelltest-Software entdeckt (Symbolfoto).

Corona in Deutschland: Daten-Panne bei Software im Testzentrum

Bei einer stichprobenartigen Prüfung des Tagesspiegel in 13 Teststationen, die nach ersten Recherchen der Zeitung die Software von Innofabrik nutzen, sei am Samstag auch der Abruf fremder Daten möglich gewesen. Laut der Zeitung geht es um insgesamt mehr als 45.000 Termindaten. Messer geht dagegen von einem deutlich geringerem Wert aus: „Die genaue Zahl müssen wir noch prüfen“, sagte er.

Das Daten-Leak ist kein Einzelfall. Im April waren schon tausende Menschen von einer Sicherheitslücke betroffen, wie Merkur.de* berichtete. Sicherheitsexperten des IT-Kollektivs „Zerforschung“ meldeten das Problem dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Daraufhin wurde die Sicherheitslücke bei den betroffenen Testzentren von Eventus Media International geschlossen.

Corona in Deutschland: RKI meldet fast 19.000 Neuinfektionen - Inzidenz bei 165,6

In Deutschland sind binnen eines Tages 18.773 Coronavirus-Neuinfektionen und 120 weitere Todesfälle verzeichnet worden. Die 7-Tage-Inzidenz* stieg nach Angaben des Robert-Koch-Instituts* (RKI) auf 165,6 (Vortag: 164,4). Erfahrungsgemäß sind die Corona-Fallzahlen am Sonntag meist niedriger, weil unter anderem weniger getestet wird. Es kann laut RKI zu Nachmeldungen und Korrekturen kommen.

Die 7-Tage-Inzidenz ist ein wichtiger Wert im Hinblick auf die „Bundes-Notbremse*“. Seit Samstag müssen Städte und Landkreise schärfere Corona-Maßnahmen verhängen, wenn der Wert drei Tage in Folge über 100 liegt.

Die „Bundes-Notbremse“ gilt für die meisten Regionen Deutschlands. Die kritische 7-Tage-Inzidenz von 100 überschreiten mindestens drei Tage in Folge 337 von 412 Regionen (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), die das Robert-Koch-Institut (RKI) ausweist. Insgesamt überschreiten bereits 354 von 421 Kreisen eine 7-Tage-Inzidenz von 100. (ml mit Material der dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Attila Balazs

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