Bomben in der Hochsaison

Mallorca schon länger im ETA-Visier

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In Palmanova starben nach der Explosion einer Autobombe zwei Polizeibeamte in den Flammen.

Palma de Mallorca - Die baskische Terror-Organisation ETA hat den Ferienort Palmanova auf der spanischen Ferieninsel Mallorca schon seit längerer Zeit im Visier gehabt.

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Mallorca: Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft

Wie die Madrider Zeitung “El Mundo“ am Freitag in ihrer Internetausgabe berichtete, hatten die Separatisten bereits im vorigen Jahr umfangreiche Daten über zwei Polizeikasernen in Palmanova gesammelt. Die Unterlagen waren im Sommer 2008 bei der Zerschlagung eines Terror-Kommandos der ETA in der Gegend von Bilbao sichergestellt worden.

Bombenanschlag auf Mallorca

Mallorca, Bombenanschlag
In Palmanova starben nach der Explosion einer Autobombe zwei Polizeibeamte in den Flammen. © ap
Mallorca, Bombenanschlag
Wenige Augenblicke nach der Explosion beobachten englische Touristen den brennenden Polizeiwagen. © ap
Mallorca, Bombenanschlag
Der Polizeibeamte Diego Salva Lezaun kam ums Leben. © dpa/ap
Mallorca, Bombenanschlag
Auch sein Kollege Carlos Saenz de Tejada Garcia ist tot. © dpa/ap
Mallorca, Bombenanschlag
Der Medienrummel war groß: Spaniens Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba äußert sich zur Lage. © ap
Mallorca, Bombenanschlag
Das ausgebrannte Wrack des Polizeiwagens. © ap
Mallorca, Bombenanschlag
Spanische Einsatzkräfte riegeln den Flughafen Palma ab. © dpa
Mallorca, Bombenanschlag
Zahlreiche Touristen stehen ratlos vor den Anzeigetafeln am Flughafen Palma: Die Flüge wurden vorübergehend gestrichen. © dpa
Mallorca, Bombenanschlag
Spaniens Ministerpräsident macht die Terrororganisation ETA für den Anschlag verantwortlich. © dpa
Mallorca, Bombenanschlag
Urlauber aus Mallorca kommen am Freitag mehrere Stunden verspätet auf dem Flughafen in Düsseldorf an. © dpa
Fahnder untersuchen den Tatort in Palmanova. © dpa
„Für die Freiheit - gegen die ETA“ - Schweigeminute in Pamplon azu Ehren der beiden getöteten Polizisten auf der Fereininsel Mallorca. © ap
Schweigeminute in Pamplon azu Ehren der beiden getöteten Polizisten auf der Fereininsel Mallorca. © dpa
Schweigeminute in Pamplon azu Ehren der beiden getöteten Polizisten auf der Fereininsel Mallorca. © dpa
Schweigeminute in Pamplon azu Ehren der beiden getöteten Polizisten auf der Fereininsel Mallorca. © ap
Bilder der Trauerfeier im Almudaina Palast in Palma de Mallorca. © dpa
Bilder der Trauerfeier im Almudaina Palast in Palma de Mallorca. © dpa
Bilder der Trauerfeier im Almudaina Palast in Palma de Mallorca. © ap
Bilder der Trauerfeier im Almudaina Palast in Palma de Mallorca. © ap
Spaniens Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero bei der Trauerfeier in Palma de Mallorca. © dpa
Spaniens Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero bei der Trauerfeier in Palma de Mallorca. © dpa

In Palmanova hatten mutmaßliche ETA-Terroristen am Donnerstag zwei Polizeibeamte bei einem Bombenanschlag getötet. Die Organisation hatte nach diesen Informationen davon gewusst, dass die Polizeikasernen in dem Ferienort keine Videokameras hatten und auch andere Sicherheitseinrichtungen fehlten.

Laut spanischen Medienberichten soll ein Paar, das der Untergrundorganisation ETA angehört, den Anschlag verübt haben. Es wird vermutet, dass es sich noch auf Mallorca aufhält und in einer Ferienwohnung lebt.

Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft

Nach dem Anschlag hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen auf der Ferieninsel drastisch verschärft. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero forderte die Sicherheitskräfte auf, den Kampf gegen die Terroristen der ETA zu intensivieren und den Schutz der eigenen Beamten zu verstärken. Die spanische Polizei hatte sich seit mehreren Tagen in höchster Alarmbereitschaft befunden. Die ETA wurde an diesem Freitag vor 50 Jahren gegründet. Zu diesem Jahrestag waren Terroranschläge in Spanien befürchtet worden.

Flugbetrieb wieder planmäßig

Einen Tag nach dem Terroranschlag läuft der Flugbetrieb auf Mallorca wieder weitgehend normal. Auch auf Flügen von und nach Deutschland kommt es nach Angaben der Fluggesellschaften nicht mehr zu Verzögerungen. Einige Maschinen von Air Berlin landeten am Morgen sogar vor der planmäßigen Ankunftszeit. Bereits in der Nacht hatte sich der Betrieb wieder normalisiert, weil es auf Mallorca kein Nachtflugverbot gibt. Die spanische Polizei hatte den Flughafen am Donnerstag nach dem Anschlag in Palmanova knapp zwei Stunden geschlossen.

Trauerfeier für Opfer

Für diesen Freitag findet in der Kathedrale von Palma de Mallorca eine Trauerfeier für die ermordeten Polizeibeamten der paramilitärischen Guardia Civil (Zivilgarde) statt. An dem Gottesdienst wollten unter anderem der spanische Kronprinz Felipe, der sozialistische Regierungschef Zapatero und der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy teilnehmen.

Merkel verurteilt Anschlag

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Terroranschlag scharf verurteilt. Sie bat Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero, den Angehörigen der Opfer ihr tief empfundenes Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen, wie das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung am Freitag mitteilte. Merkel nannte den Anschlag eine feige Tat und versicherte Zapatero, dass Deutschland im Kampf gegen den Terrorismus Seite an Seite mit den spanischen Freunden stehe.

dpa

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