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Amoklauf in Heidelberg: Täter-Vater setzte dramatischen Notruf ab - neue Details zum Schützen bekannt

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An der Uni Heidelberg gab es einen Amoklauf. Ein 18-Jähriger hat in einem Hörsaal Schüsse abgefeuert. Eine Studentin kam dabei ums Leben.

Update vom 25. Januar, 17.00 Uhr: Am Montag hatte es in einem Hörsaal in der Universität Heidelberg einen Amoklauf gegeben. Die drei bei dem Amoklauf verletzten Studierenden wurden nach ambulanter Behandlung nun wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Dies teilte die Polizei am Mittwoch mit. „Sie befinden sich auf dem Weg der Besserung.“ Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Bei dem Vorfall wurden eine 19- und eine 20-jährige Frau sowie ein 20-jähriger Mann durch die Schüsse leicht verletzt. Eine 23-jährige Studentin starb am Montagnachmittag an den Folgen eines Kopfschusses.

Zudem wurde heute bekannt, dass der Amokläufer aus Berlin stammt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Polizeikreisen. Nach Medienberichten soll der Mann im Stadtteil Wilmersdorf aufgewachsen sein. Zunächst hatte der „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet.

Amoklauf in Heidelberg: Polizei hofft bei Auswertung digitaler Geräte auf neue Hinweise

Update vom 25. Januar, 16.05 Uhr: Die Polizei wertet nach dem Amoklauf Uni Heidelberg digitale Geräte aus, die das Spezialeinsatzkommando (SEK) bei der Durchsuchung der Wohnung des Täters sichergestellt hat. Er sei zuversichtlich, dass die Auswertung Hinweise auf die Motivlage geben könnte, sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag.

Zudem werden die Leichen des Täters und des Todesopfers rechtsmedizinisch untersucht. Der Leichnam des jungen Mannes und der 23-jährigen Frau seien zur Obduktion zum Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg gebracht worden, so Strobl.

Amoklauf in Heidelberg: Vater setzte dramatischen Notruf ab

Update vom 25. Januar, 15.10 Uhr: Nach dem Amoklauf in Heidelberg wird weiterhin vor allem zur Herkunft der Waffen und zum Motiv des Täters ermittelt. Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte am Dienstag, der Vater des 18-Jährigen habe sich bei der Polizei gemeldet.

Um 12.24 Uhr seien am Montag die ersten Notrufe eingegangen, erklärte Strobl. Sechs Minuten später seien die ersten Streifenwagen am Campus im Neuenheimer Feld eingetroffen. Um 12.32 Uhr habe der Vater bei der Polizei in Heidelberg angerufen und von einer Whatsapp-Nachricht seines Sohns berichtet, in der dieser die Tat angekündigt habe. Es war bereits bekannt, dass der 18-Jährige unmittelbar vor der Tat eine Whatsapp-Nachricht abgesetzt haben soll, dass nun „Leute bestraft werden müssen“.

Amoklauf in Heidelberg: „Studenten im Hörsaal haben Todesangst ausgestanden“

Update vom 25. Januar, 13 Uhr: Die Deutsche Polizeigewerkschaft empfiehlt nach dem Amoklauf an der Uni Heidelberg den von der Tat unmittelbar Betroffenen, sich psychologisch betreuen zu lassen. „Die Studenten im Hörsaal haben Todesangst ausgestanden, sie wussten ja nicht, wie lange der Täter noch schießt“, sagte Landeschef Ralf Kusterer der dpa. Er fügte hinzu: „Das werden sie ihr Leben lang nicht vergessen.“

Das Erlebte könne zu posttraumatischen Belastungsstörungen führen, wenn die Betroffenen nicht behandelt würden. Das gelte auch für andere Menschen, die sich womöglich zur Tatzeit in dem Gebäude befanden. Die Polizei könne Hilfesuchende über die entsprechenden Angebote informieren. Der Opferbeauftragte der Landesregierung, Alexander Schwarz, hatte bereits betont, er und sein Team stünden als Ansprechpartner für Betroffene – Angehörige, Verletzte und Augenzeugen – bereit. Er sagte: „Es ist uns ein Anliegen, für die Menschen, die Furchtbares erleben mussten, da zu sein und sie in dieser schweren Situation nicht alleine zu lassen.“

Amoklauf in Heidelberg: Polizei gründet Ermittlungsgruppe „Botanik“

Die Polizei will nun mit einer Ermittlungsgruppe die Hintergründe des Amoklaufs aufklären. Man habe eine Ermittlungsgruppe namens „Botanik“ mit 32 Personen gegründet, erklärte der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Er sei sicher, dass es gelingen werde, rasch Licht ins Dunkle zu bringen. Der Name der Ermittlungsgruppe ist darauf zurückzuführen, dass das betroffene Uni-Gebäude an den botanischen Garten in Heidelberg grenzt.

Polizeibeamte stehen am Gelände des Botanischen Gartens der Heidelberger Universität.
Polizeibeamte nach dem Amoklauf am Montag auf dem Gelände des Botanischen Gartens der Uni Heidelberg. © Uwe Anspach/dpa

Amoklauf an Uni Heidelberg: Täter verschickte noch Whatsapp-Nachricht

Update vom 25. Januar, 9.50 Uhr: Die Ermittler nehmen nach dem Amoklauf an der Uni Heidelberg mit zwei Toten und drei Verletzten vor allem das Motiv des Täters und die Herkunft seiner Waffen in den Blick. Es werde auch mit den Angehörigen des jungen Mannes gesprochen, der am Montag in einem Hörsaal mehrfach auf Studierende geschossen hatte, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Kurz vor der Tat hatte der 18-Jährige seinem Vater eine Whatsapp-Nachricht geschickt. Der Student hat nach Polizeiangaben geschrieben, „dass Leute jetzt bestraft werden müssen“ (siehe Update vom 24. Januar, 19.12 Uhr). Ein Polizeisprecher sagte: „Die Eltern des Opfers haben ein großes Leid, aber auch die des Täters.“ Die Ermittler kündigten bereits am Montag an, das Umfeld des Täters in den nächsten Tagen „mit Hochdruck“ durchleuchten zu wollen.

Auch die Frage, wie der Biologie-Student an die beiden Waffen kam, von denen er eine für den Amoklauf nutzte, ist noch unbeantwortet. Es ist lediglich bekannt, dass der 18-Jährige die Gewehre vor wenigen Tagen im Ausland gekauft haben soll. Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der Deutsche, der in Mannheim wohnte, erst in dem Hörsaal des Zentrums für biologische Grundlagenforschung, in dem rund 30 Studenten waren, mehrmals schoss und sich später vor dem Gebäude selbst tötete. Nur wenige Stunden nach dem Amoklauf in Heidelberg musste die Universität Kassel aufgrund einer Bombendrohung geräumt werden.

Hinweis der Redaktion:
Generell berichten wir nicht über Suizide oder den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Amoklauf an Uni Heidelberg: 23-jährige Studentin gestorben

Update vom 25. Januar, 7.19 Uhr: Eine 23-jährige Studentin ist durch Schüsse in einem Hörsaal der Uni Heidelberg getötet worden. Eine 19- und 20-jährige Frau sowie ein 20-jähriger Mann sind durch Schüsse aus einer Schrotflinte leicht verletzt. In dem Hörsaal waren 30 Studenten.

Die Suche nach dem Motiv des Täters geht am Dienstag weiter. Wie konnte der Täter an die Waffe kommen? Die Ermittler werden das Umfeld des Täters nach eigenen Angaben in den nächsten Tagen durchleuchten. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Heidelberg, Andreas Herrgen, sagte, über ein Motiv könne bislang nur spekuliert werden. Der Täter sei nicht vorbestraft gewesen. Die Ermittler müssten auch prüfen, ob sich andere strafrechtlich etwas haben zu Schulden kommen lassen. 

Die Polizei prüft nun auch, ob es eine gezielte Attacke handelte. Warum der 18-Jährige die Tat nach wenigen Schüssen unterbrach, ist zunächst noch unklar.

Der Mann hatte neben den Kaufbelegen für zwei Waffen mehr als 100 Schuss Munition in einem Rucksack bei sich. Er hätte also nachladen und weiter schießen können, machte der Mannheimer Polizeipräsident Siegfried Kollmar am Montagabend deutlich. Die Waffen soll der 18-Jährige vor wenigen Tagen im Ausland gekauft haben. Der 18-jährige Schütze soll ein Student der organischen Biologie und ein Kommilitone gewesen sein. Er selbst hätte auch im Hörsaal sitzen müssen. Der mutmaßliche Amokschütze lebte allein in Mannheim. Nachdem er im Hörsaal Schüsse abgefeuert hatte, beging er im Außenbereich der Hochschule Suizid.

Polizeibeamte stehen auf dem Gelände der Heidelberger Universität vor dem Gebäude, in dem sich der Tatort eines Amoklaufes befindet.
Ermittler vor dem Tatort in Heidelberg. © Sebastian Gollnow/dpa

Junge Frau stirbt nach Amoklauf an Uni Heidelberg: Schüsse in Hörsaal abgefeuert - Ermittler mit furchtbaren Details

Update vom 24. Januar, 21.00 Uhr: Zum Attentat in Heidelberg gibt es neue Erfahrungsberichte. Am Mittag dieses sonnigen Januartags wirkte der Touristenmagnet Heidelberg, die weltberühmte Barockperle am Neckar, am rechten Ufer wie im Ausnahmezustand. Kurz nach dem Amoklauf grenzten rot-weiße Absperrbänder auf dem riesigen Universitätsgelände den Tatort ab, die Polizei kontrollierte die Zufahrten. In der Luft war ein Polizeihubschrauber, unweit kreuzte ein Patrouillenboot der Wasserschutzpolizei. „Den Ermittlungen zufolge ist der Täter kurz vor halb eins in den Hörsaal gekommen und hat um sich geschossen“, sagt ein Polizeisprecher.

Die Einsatzkräfte seien durch einen Anruf alarmiert worden. „Der Täter ist geflüchtet und hat sich selbst gerichtet.“ Auf dem labyrinthartigen Gelände suchte ein Spezialeinsatzkommando nach einem möglichen zweiten Täter - gegen 15.15 Uhr dann die Entwarnung: Der Mann sei ein Einzeltäter gewesen. Er soll demnach keine politischen oder religiösen Motive gehabt haben. „Zuerst haben wir das gar nicht geglaubt, was da über Telegram und Whatsapp rein kam“, erzählt der 32-Jährige, der am benachbarten Campus Bergheim Soziologie, Philosophie und Kunstgeschichte studiert.

Doch die Helikopter in der Luft hätten dann keinen Zweifel gelassen - etwas Schlimmes war passiert. Einige Studenten seien nach Hause gegangen, andere wie er selbst seien wegen der unklaren Situation in den Räumen geblieben. Ohnehin seien die Busse nicht mehr gefahren. Eine Mitarbeiterin des Uniklinikums war gerade auf dem Weg in die Mittagspause. „Eigentlich wollte ich nur kurz zum Bäcker, da sind mir schon richtig viele Streifenwagen entgegengekommen. Im Zehn-Sekunden-Takt. Da dachte ich mir, dass irgendwas passiert sein muss.“ „So etwas im ruhigen Heidelberg“, sagt eine Frau, die am Nachmittag mit anderen Angestellten der Universität unweit der Polizisten steht.

„Man kennt das ja nur aus dem Fernsehen.“ Ihre Begleiterin schüttelt den Kopf. „Erst vor ein paar Jahren ist ein Mann hier in Heidelberg mit dem Auto Amok gefahren und hat einen Mann getötet“, sagt sie. „Alle waren schockiert. Das hier ist genauso schlimm.“ Die Tat werde lange nachhallen, meinen Ermittler. „Da war Panik“, schildert Kollmar. „Die Studierenden hatten Todesangst.“

Schüsse an der Uni Heidelberg: Hier tötete ein Amokläufer eine Frau und anschließend sich selbst.
Schüsse an der Uni Heidelberg: Hier tötete ein Amokläufer eine Frau und anschließend sich selbst. © Sebastian Gollnow / picture alliance

Täter hatte noch 100 Schuss Munition dabei

Update vom 24. Januar, 19.57 Uhr: Der mutmaßliche Amokläufer von Heidelberg hatte nach Angaben der Polizei noch mehr als 100 Schuss Munition dabei. Warum er mit dem Schießen aufgehört habe, wisse man noch nicht, sagte der Mannheimer Polizeipräsident Siegfried Kollmar am Montagabend. Das sei spekulativ, es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass eine bestimmte Person getroffen werden sollte.

Der 18-Jährige Student hätte noch nachladen können. Weil bei der Leiche des jungen Mannes ein Rucksack mit unbekanntem Inhalt gewesen sei, habe die Polizei lange nicht zu dem Toten gekonnt. Es hätte sich um Sprengstoff handeln können, erklärte Kollmar. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg habe daher auch Entschärfer geschickt, die den Rucksack untersuchten. 

Heidelberger Universität bereitet Trauerfeier vor

Update vom 24. Januar, 19.42 Uhr: Die Heidelberger Universität bereitet eine Trauerfeier nach dem Amoklauf in einem Hörsaal vor. Genaue Pläne dazu konnte Rektor Bernhard Eitel am Montagabend noch nicht nennen. Die Hochschule überlege zudem, wie die Tat intern aufgearbeitet werden kann. Sie solle auf jeden Fall thematisiert werden.

Beeindruckt zeigte sich Eitel sowohl von der schnellen Reaktion innerhalb der Universität als auch davon, wie rasch die Polizei nach Eingang des Alarms an der Einrichtung war. Das sei sehr gut gelaufen. Den ganzen Tag erreichten ihn Bekundungen von Wissenschaftlern aus ganz Europa, die das Geschehen in Heidelberg verfolgten und Hilfe anböten. Gefühlt handle es sich auch um einen Angriff auf die Offenheit der Hochschulen und die akademische Tradition, so Eitel.

Staatsanwalt: Täter nicht vorbestraft - noch keine Angaben zum möglichen Motiv

Update vom 24. Januar, 19.36 Uhr: Die Ermittler machen noch keine Angaben zu einem möglichen Motiv für den Amoklauf an der Heidelberger Universität. Dafür sei es noch zu früh, sagte Andreas Herrgen, Leiter der Staatsanwaltschaft Heidelberg, am Montagabend in Mannheim. Es gebe noch keine belastbaren Informationen dazu. Nach bisherigen Erkenntnissen war der mutmaßliche Täter nicht vorbestraft, wie Herrgen sagte. Man gehe eher von einer Beziehungstat oder psychischen Problemen aus. Weder der Mann noch nahe Angehörige hätten Waffen besitzen dürfen. Ermittelt werde nun auch, ob Dritte strafrechtlich zur Mitverantwortung gezogen werden müssen.

Neue Details zu Heidelberg: 18-Jähriger schickte vor Amoklauf WhatsApp-Nachricht

Update vom 24. Januar, 19.12 Uhr: Neue Details sind auf der Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gekommen. Mannheims Polizeipräsident Siegfried Kollmar hielt diese am Montagabend. Der tote mutmaßliche Täter soll demnach zuerst gefunden worden sein. Der 18-Jährige deutsche Student ging mit einer Doppelflinte und einer Repetierwaffe in einen Hörsaal, in dem 30 Personen anwesend waren.

Er schoss mehrfach. Bisher wurden drei Hülsen gefunden. Dabei verletzte er vier Personen. Eine Person sei an den Verletzungen gestorben. Alle Opfer seien junge deutsche Studenten, zwei Frauen (19 und 20) und ein Mann, ein Deutsch-Italiener (20). Die Tote sei eine 23-Jährige. Der Täter habe sich draußen dann selbst das Leben genommen. Er soll nach ersten Erkenntnissen nicht vorbestraft gewesen sein.

Der Täter habe die Waffen im Ausland erst kürzlich käuflich erworben. Die Wohnung sei durchsucht worden, der Täter wohnte in Heidelberg und habe unmittelbar vor der Tat eine WhatsApp-Nachricht geschickt. In dieser stand demnach, dass Leute bestraft werden müssten. Außerdem wolle er nicht beerdigt werden, sondern wünsche sich eine Seebestattung. Die Echtheit der Nachrichten werde aber noch geprüft.

„Auch das werden wir noch verifizieren müssen, auch das werden wir noch nachvollziehen müssen“, betonte Kollmar. „Wir werden sein Umfeld jetzt durchleuchten in den nächsten Tagen, mit Hochdruck.“ Die Ermittler wollen alle seine Aufenthaltsorte und Gesprächspartner der vergangenen Tage überprüfen. Nur sechs Minuten hat es laut Kollmar gedauert, bis die Polizei nach den Schüssen vor Ort war. 400 Beamten waren im Einsatz. 29 Zeugen sagten aus, dass nur ein Täter aktiv gewesen war, weswegen die Polizei schnell Entwarnung geben konnte.

Steckt hinter dem Amoklauf eine Beziehungstat?

Update vom 24. Januar, 18.24 Uhr: Das Motiv der Tat ist noch unklar - doch nun sickern erste Details durch. Wie die FAZ aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, stecke hinter dem Angriff vermutlich eine Beziehungstat.

Update vom 24. Januar, 18.22 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich nach dem Amoklauf in Heidelberg tief erschüttert gezeigt. „Es zerreißt mir das Herz, solch eine Nachricht zu erfahren“, sagte der SPD-Politiker am Montag nach einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten in Berlin. Er sprach den Angehörigen, den Opfern und den Studentinnen und Studenten der Universität Heidelberg sein Beileid aus. I

Krestchmann: „Die Nachrichten aus Heidelberg machen mich zutiefst betroffen“

Update vom 24. Januar, 18.10 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Universität in Heidelberg hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Opfern sein Beileid ausgedrückt. „Die Nachrichten aus Heidelberg machen mich zutiefst betroffen. Meine Gedanken sind bei den Familien und ihren Angehörigen. Wir sind an Ihrer Seite“, teilte der Grünen-Politiker am Montagabend mit. Er hoffe inständig, dass die Verletzten wieder gesund würden. Er dankte Einsatz- und Rettungskräften für ihre Arbeit.

„Unsere Polizei ermittelt unter Hochdruck und tut alles dafür, um die Hintergründe der Tat schnell aufzuklären.“ Bei dem Amoklauf in einem Hörsaal hat ein Mann, der selbst Student gewesen sein soll, eine junge Frau erschossen und drei Menschen verletzt. Nach der Tat habe er sich selbst getötet, teilte die Polizei mit. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte: „Für die Verletzten und die Beteiligten, auch die im Tutorium dabei waren, hoffe ich auf baldige Genesung an Leib und Seele.“ Es sei eine „entsetzlich belastende Situation“.

Er fügte hinzu: „Die Wissenschaft weltweit, wir alle hier in Baden-Württemberg und darüber hinaus sind in Gedanken bei den Opfern und denen, die das Geschehene heute miterleben, verarbeiten und bewältigen mussten und müssen.“ Die Einsatzkräfte seien schnell am Tatort gewesen und hätten die zunächst unübersichtliche Lage mit der Uni-Leitung zusammen schnell klären können. „Nun ist die Zeit der Ermittler, denn für uns alle ist es wichtig, die Hintergründe für die schreckliche Tat so schnell als möglich aufzuklären. Um 19 Uhr soll eine Pressekonferenz zum Amoklauf stattfinden.

Update vom 24. Januar, 17.31 Uhr: Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und stellvertretende CDU-Chefin Karin Prien hat sich nach dem Amoklauf in Heidelberg tief betroffen gezeigt. „Es ist erschütternd, dass der friedliche Ort des gemeinsamen Lernens zum Ort eines bewaffneten Anschlags wurde“, sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin. „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, den Studierenden und Lehrenden und Universitäts-Angehörigen der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg.“ 

Heidelberg: Todesopfer ist wohl junge Frau

Update vom 24. Januar, 16.40 Uhr: Bei dem Todesopfer soll es sich um eine junge Frau handeln. Das berichtet die dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Frau sei wenige Stunden nach der Tat ihren schweren Verletzungen erlegen. Der Täter habe ihr demnach in den Kopf geschossen.

Schüsse an der Uni Heidelberg: Hier tötete ein Amokläufer eine Frau und anschließend sich selbst.
Schüsse an der Uni Heidelberg: Hier tötete ein Amokläufer eine Frau und anschließend sich selbst. © Uwe Anspach

Amoklauf in Heidelberg – Studentensprecher: „Wir sind unendlich schockiert“

Update vom 24. Januar, 16.05 Uhr: „Wir sind unendlich schockiert. Das ist eine Katastrophe, die sich allem Denkbaren zwischen Vorlesungen, Klausuren und Unileben entzieht“, sagte Peter Abelmann, Vorsitzender der Verfassten Studierendenschaft der Uni Heidelberg der dpa. Die Nachricht über den Amoklauf habe sich unter den Studierenden wie ein Lauffeuer verbreitet. Einige hätten über Messenger-Dienste direkt über die Tat berichtet.

Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner schrieb auf Facebook: „Liebe Heidelbergerinnen und Heidelberger, der heutige Tag ist ein fürchterlicher für uns alle.“ Er rief die Bevölkerung dazu auf, den Anweisungen der Polizei zu folgen und keine Spekulationen und Gerüchte zu verbreiten.

Amoklauf an Uni Heidelberg: Ein Opfer offenbar gestorben

Update vom 24. Januar, 15.49 Uhr: Nach dem Amoklauf an der Universität in Heidelberg ist ein Opfer seinen schweren Verletzungen erlegen. Das berichtet die dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Schüsse an Uni Heidelberg: Täter schoss in Vorlesung mit Gewehr um sich

Update vom 24. Januar, 15.30 Uhr: „Nach derzeitigen Erkenntnissen soll der Täter bei laufender Vorlesung in einem Hörsaal der Universität im Neuenheimer Feld mit einer Langwaffe um sich geschossen und dabei vier Personen zum Teil schwer verletzt haben“, teilte die Polizei in einer Mitteilung mit.

Anschließend sei der Täter in den Außenbereich geflüchtet. Der Täter sei tot, hieß es weiter. Es wird von einem Einzeltäter ausgegangen. „Derzeit ist keine Gefahrenlage mehr gegeben“, so die Polizei. Die Ermittlungen vor Ort laufen demnach weiter auf Hochtouren. Für Angehörige wurde ein Bürgertelefon unter der Nummer 0621/174-5055 eingerichtet. Am frühen Montagabend soll es eine Pressekonferenz geben.

Heidelberg: Vier Personen verletzt – eine lebensgefährlich

Update vom 24. Januar, 15.04 Uhr: Nach dem Amoklauf in Heidelberg soll es laut dpa insgesamt vier Verletzte geben. Eines der vier Opfer sei bei den Schüssen im Hörsaal der Universität lebensgefährlich verletzt worden, hieß es demnach aus Sicherheitskreisen.

Update vom 24. Januar, 14.55 Uhr: „Wir gehen von einem Einzeltäter aus, der mittlerweile tot ist“, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber Merkur.de und tz.de. Der Täter habe mehrere Menschen mit einem Gewehr verletzt.

Der Polizeisprecher konnte zum Zustand und der Anzahl der Verletzten keine Informationen bestätigen. Ebenso wenig die Spekulationen zum Motiv des Täters oder, dass sich dieser selbst erschossen habe.

Mitglied des SEK stehen am Gelände der Heidelberger Universität an einem Fahrzeug.
Mitglieder des SEK stehen am Gelände der Heidelberger Universität an einem Fahrzeug. © R.Priebe/dpa

Amoklauf an Uni Heidelberg: Täter soll Student gewesen sein

Update vom 24. Januar, 14.32 Uhr: Der Amokläufer soll nach Informationen der dpa selbst Student gewesen sein. Ersten Erkenntnissen nach, habe er keine religiösen oder politischen Motive gehabt, hieß es demnach aus Sicherheitskreisen. Er habe mehrere Langwaffen bei sich gehabt.

Das SEK und ein Polizeihubschrauber sollen laut Bild derzeit im Einsatz sein.

Amoklauf an Uni Heidelberg: Verletzte nach Hörsaal-Attacke mit Langwaffe

Erstmeldung: Heidelberg - Auf dem Gelände der Universität Heidelberg in Baden-Württemberg* läuft aktuell ein großer Polizeieinsatz. Nach ersten Angaben der Polizei hat eine Person mit einer Langwaffe mehrere Menschen in einem Hörsaal verletzt. Der Täter sei inzwischen tot. Es gebe auch einen Schwerverletzten, hieß es.

In Sicherheitskreisen hieß es laut dpa, der Mann habe sich selbst getötet. Diese Angaben wurden aber noch nicht offiziell bestätigt. Die Polizei erklärte: „Wir gehen nicht von weiteren Tätern aus.“ Das Gelände werde zur Sicherheit allerdings weiter abgesucht.

Fahrzeuge der Polizei stehen am Gelände der Heidelberger Universität. Auf dem Campus hat es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Amoklauf gegeben.
Fahrzeuge der Polizei stehen am Gelände der Heidelberger Universität. Auf dem Campus hat es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Amoklauf gegeben. © R.Priebe/dpa

Amoklauf an Uni Heidelberg: Polizeieinsatz läuft – Täter tot

Via Twitter teilte die Polizei* mit: „Das ist bisher bekannt: Ein Einzeltäter verletzte mehrere Personen in einem Hörsaal mit einer Langwaffe. Der Täter selbst ist tot.“

Das Neuenheimer Feld vor den Toren der Altstadt ist derzeit weiträumig abgesperrt, wie Heidelberg24* berichtet. Dort befinden sich überwiegend die naturwissenschaftlichen Fakultäten und Teile des Uniklinikums der Uni Heidelberg. Näheres zu der Tat war zunächst nicht bekannt. Die Polizei forderte Autofahrer auf, das Gelände weiträumig zu umfahren, damit Rettungskräfte freie Fahrt haben. *Merkur.de und Heidelberg24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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