Erschöpft - aber nicht lebensmüde

Horst Lichter mit traurigem Geständnis im TV: „Gedanken, die einen erschrecken“

Horst Lichter spricht im „Kölner Treff“ am 30.04.21.
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Horst Lichter im „Kölner Treff“.

Der TV-Koch Horst Lichter ging zehn Tage in ein Schweigekloster. Im „Kölner Treff“ berichtet er auch von „Gedanken, die einen erschrecken“.

Köln - Der bekannte Koch Horst Lichter zählt zu den beliebtesten Gesichtern im deutschen Fernsehen. Unter anderem aus seiner ZDF-Sendung „Lafer!Lichter!Lecker!“ kennen ihn die Zuschauer:innen, aber auch aus der Trödel-Sendung „Bares für Rares“. Der 59-Jährige hat immer ein Lächeln auf den Lippen.

Nun veröffentlicht Horst Lichter ein Buch, in dem er seinen zehntägigen Aufenthalt in einem Schweigekloster beschreibt. In der Talk-Sendung „Kölner Treff“ spricht er darüber, wie es dazu kam und wie es ihm damit ergangen ist.

Kölner Treff (WDR): Horst Lichter berichtet von Aufenthalt im Schweigekloster

Denn der gesprächige Horst Lichter nahm die Idee des Buchverlages an - und musste sich erst einmal an die Situation in dem Schweigekloster gewöhnen, wie er erzählt. „Auf einmal ist jegliche Form von Kommunikation nicht mehr möglich, weder durch Gestik noch durch Worte. Und dann stellst du auf einmal fest, wenn du mit dir ganz alleine bist, wie laut es ist im Kopf. Du hörst ja nicht auf zu denken. Du denkst ja über alles nach.“

Kölner Treff (WDR): „Erschreckende Gedanken“ bei Horst Lichter

Daraufhin fragt die Moderatorin Susan Link nach: „Was hast du denn gehört?“ Horst Lichter: „Man merkt, dass man ununterbrochen denkt. Am Anfang über die Situation, über diese Menschen“. Dann habe er sich ein Fahrrad besorgt, sei viel damit gefahren und Spazieren gewesen und habe angefangen, über das Projekt insgesamt nachzudenken. „Was suche ich? Stille, Ruhe. Und dann kommt man auf einmal in Gedankenwelten, die einen teilweise auch sehr erschrecken“, erzählt Horst Lichter von der Reise zu sich selbst.

Kölner Treff (WDR): Horst Lichter: Er hätte die Tablette genommen, um für immer zu schlafen

Er sei eingetaucht in die Dinge, die einen beschäftigen. „Und die sind natürlich auch sehr gefährlich für die Öffentlichkeit. Die werden falsch verstanden.“ Hier fragt die Moderatorin dann noch einmal genauer nach: Lichter spreche auch von Zeiten „totaler Erschöpfung“. „Hattest du da keinen Ausknopf oder ein Schweigekloster, wo du hättest hingehen können?“ Lichter erklärt: „Ich berichte darin, dass ich Erschöpfung hatte in der Zeit, wo ich den Laden gemacht habe und noch parallel in der Fabrik gearbeitet habe. Da hatte ich drei, vier Stunden Schlaf. Und wenn ich da morgens wach wurde, habe ich mir ernsthaft die Frage gestellt - und die habe ich wirklich auch so gemeint - wenn jetzt jemand käme und würde sagen: ‚Horst, du kriegst eine Tablette oder eine Spritze und du schläfst für immer‘, hätte ich sie genommen.“

Kölner Treff (WDR): Horst Lichter: Erschöpft, nicht lebensmüde

Der TV-Koch schiebt aber direkt eine Erklärung hinterher, welche diese Aussage in einen Kontext einordnen soll. „Das kann natürlich ganz schnell verstanden werden als ‚Er war lebensmüde und wollte sich das Leben nehmen.‘ Nein, das ist Blödsinn.“ Für sich selbst habe das eine andere Definition. „Ich war unglaublich körperlich erschöpft“, so Lichter. Gründe seien die doppelte Arbeitsbelastung, der wenige Schlaf und noch dazu das Schlafen im Laden statt in einer Wohnung. „Da war ich unglaublich erschöpft und wäre gerne nur noch geschlafen, ja. Aber ich war nicht lebensmüde. Weil ich habe ja all das, was ich getan habe, unglaublich gerne getan.“ Er gibt auch zu: Neinsagen könne er nicht gut. „Ich bin harmoniesüchtig, ich möchte, dass alles gut ist.“

Horst Lichters Buch „Ich bin dann mal still“ ist ab 3. Mai 2021 im Handel.

Bereits zuvor überraschte Horst Lichter mit einer drastischen Lebensbeichte.

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