Ferien für Verbrecher

„Tatort“ geht in die Sommerpause - Zeit für eine Krimi-Bilanz

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Jan Josef Liefers (l) als Prof. Karl-Friedrich Boerne und Axel Prahl (r) als Kommissar Frank Thiel - eine Szene des ARD-Krimis "Tatort: Fangschuss".

Fans des „Tatort“ müssen jetzt stark sein: Acht Wochen lang wird die Krimiserie der ARD in die Sommerpause gehen. Nach 36 neuen Fällen lohnt sich ein Blick auf die vergangene Saison.

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Mit der düsteren Krimi-Premiere Borowski und das Fest des ­Nordens am Sonntagabend verabschiedete sich der Tatort am Sonntagabend in die Sommerpause. Acht Wochen soll sie mindestens ­dauern. Wann es im August wieder losgeht, ist laut ARD-Programmdirektion noch unklar. Fest steht, dass der Krimi am 3. September (TV-Duell von Angela Merkel und Martin Schulz) und am 24. September (Bundestagswahl) ausfallen wird. Nach 36 neuen Fällen lohnt sich ein Blick auf die vergangene ­Saison.

Die beste Quote

Sie lassen sich nicht von Platz eins vertreiben: Jan ­Josef Liefers (li.) und Axel Prahl sicherten sich mit der Episode Fangschuss am 2. April nicht nur die beste Quote der Saison. Mit 14,56 Millionen durften sich die Kommissare aus Münster auch über die höchste Zuschauerzahl seit 25 Jahren freuen.

Der größte Flop

Die Idee war charmant, das Ergebnis desaströs: Nur sechs Millionen Zuschauer wollten den Improvisations-Tatort Babbeldasch aus Ludwigshafen sehen. Ohne Drehbuch, dafür mit viel Dialekt ermittelte die dienstälteste Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) im Laiendarsteller-Milieu und erntete reichlich Kritik. Ihr Kollege Kopper (Andreas Hoppe, Foto stehend) spielte in diesem Fall nur eine kleine Rolle. Mittlerweile ist klar, dass er nach 21 Jahren ganz aufhören wird.

Die Suspendierten

Til Schweiger alias Nick Tschiller und Wotan Wilke Möhring als Kommissar Falke – beide im NDR verwurzelt – waren in dieser Saison mit keinem Krimi zu sehen. Beide waren anderweitig mit Filmprojekten beschäftigt.

Die fleißigsten Ermittler

Jeweils viermal waren die Kommissare aus Köln (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) und München (Udo Wachtveitl, li., und Miro Nemec) im Einsatz. Damit lösten sie die meisten Fälle in dieser Saison. Die Münchner Ermittler überzeugten mit zwei Episoden als Fortsetzungsgeschichte: Die Wahrheit (23. Oktober) und Der Tod ist unser ganzes Leben (30. April).

Der brisanteste Fall

Für besonders viel Aufsehen sorgte der ursprünglich für den 1. Januar vorgesehene Dortmunder Tatort: Sturm. Darin geht es um einen terroristischen Anschlag. Aus Rücksicht auf die Opfer des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz kurz vor Weihnachten wurde er auf Ostermontag verschoben.

Der letzte Fall

Nach 14 Jahren war am 4. Dezember Schluss für das Tatort-Team vom Bodensee. In Wofür es sich zu leben lohnt lösten Eva Mattes (li.) alias Kommissarin Klara Blum und ihr ­Kollege Sebastian Bezzel ihren letzten Fall als ARD-Ermittler.

Gut zu wissen

Der gestrige Tatort: Borowski und das Fest des Nordens hätte eigentlich im Anschluss an die traumatische Folge Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes mit Lars Eidinger gezeigt werden soll. Aus programmplanerischen Gründen wurde er jedoch mehrfach verschoben. Wer das weiß, kann ver­stehen, warum der Kommissar und seine Kollegin in diesem Fall so dünnhäutig und angeschlagen waren. Alle anderen dürfte die ruppige Art des Gespanns etwas irritiert haben.

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