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Spanien: Eklat beim ESC-Vorentscheid und Zweifel am Voting für Siegerin

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Von: Judith Finsterbusch

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Eine junge Frau steht oberhalb des Meers und hält einen Pokal in Form eines Mikrophons in die Höhe.
Sängerin Chanel vertritt Spanien beim Eurovision Song Contest 2022 in Turin. Der Vorentscheid führte jedoch zum Eklat. © Rathaus Benidorm

Spanien hat entschieden, wer das Land beim Eurovision Song Contest 2022 vertritt. Doch der Vorentscheid wurde zum Eklat: Es gibt Zweifel am Voting - und an der Siegerin.

Benidorm - Eigentlich war der Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2022 für Spanien* ein voller Erfolg: Fast drei Millionen Menschen verfolgten das Finale, das in Benidorm an der Costa Blanca* ausgetragen wurde, am Samstag im staatlichen Fernsehen TVE. Das Land ist im ESC-Fieber, schon lange hatte ein Vorentscheid nicht mehr für solche Einschaltquoten gesorgt. Doch dann kam der Eklat: Über Siegerin Chanel brach im Internet ein Shitstorm los, es hagelte Kritik an ihrem Song „SloMo“. Und es gibt Zweifel, ob beim Voting für die Siegerin alles mit rechten Dingen zuging. Warum der ESC-Vorentscheid in Spanien jetzt sogar Thema im Parlament werden soll, verrät costanachrichten.com*.

Das Dance-Pop-Lied, mit dem Spanien beim Eurovision Song Contest 2022 punkten will, sexualisiere die Frau, kritisieren etliche User im Internet. Sängerin Chanel selbst hält sich jedoch mit ihrer aufreizenden Bühnen-Show für eine Feministin und meint, ihre Performance stehe für das „Empowerment der Frauen“. Darüber hinaus gibt es Kritik am englisch-spanischen Text der Siegerin: Der Anteil englischer Wörter sei nicht regelkonform, heißt es. Besonders verärgert sind die ESC-Fans in Spanien aber, weil sich die Fachjury beim Voting durchsetzte: Das Publikum wollte ganz andere Kandidatin zum Eurovision Song Contest nach Turin schicken. *costanachrichten.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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