Sieg gegen TV-Sender

„Joko & Klaas“: TV-Doku wühlt Zuschauer auf - Riesen-Lob von der Konkurrenz und Vizekanzler Scholz

Die ProSieben-Moderatoren haben wieder Sendezeit erspielt - und sie genutzt, um auf ein brisantes Thema hinzuweisen. Die Konkurrenz und Vizekanzler Scholz sind baff.

  • Joko und Klaas haben 15 Minuten Sendezeit bei ProSieben gewonnen. Aus einer Viertelstunde wurde eine Reportage in Überlänge.
  • Die ersten 60 Minuten der Sendung können Sie in unserem Live-Ticker nachlesen.
  • Nun läuft auf Twitter eine Debatte unter #nichtselbstverständlich - auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) nimmt teil.

Update vom 1. April, 21.11 Uhr: Noch immer ist es Gesprächsthema Nummer Eins: Das TV-Duo Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gewann 15 Minuten Sendezeit bei ihrem Arbeitgeber ProSieben. Doch was die Zuschauer vorab nicht wussten: Aus einer Viertelstunde wurde eine siebenstündige Reportage, die auf die in Deutschland herrschenden Missstände in Pflegeberufen aufmerksam machen sollte. Dazu wurde Krankenpflegerin Meike Ista im Knochenmark- und Transplantationszentrum der Uniklinik Münster eine komplette Schicht in Echtzeit mit einer Kamera begleitet. Nun meldete sich Thomas van den Hooven, der Pflegedirektor der Klinik in Münster zu Wort.

„Wir haben gesagt, wir wollen das machen, um den Alltag der Pflegekräfte ungeschönt darzustellen, so wie er ist“, verrät er gegenüber Bild.de. Die Anfrage für das Projekt sei direkt von ProSieben gekommen. Beide Seiten kannten sich wohl bereits von einer früheren Zusammenarbeit her. Weiter verrät van den Hooven, dass Krankenpflegerin Meike ausgewählt wurde, weil sie eine sehr gute Fachpflegekraft sei. „Wir haben bewusst gesagt, dass wir wegen Covid momentan nicht auf die Intensivstationen gehen wollen und nehmen daher einen anderen Bereich, der die Belastungen gut darstellt.“ Sie zeigte ihren Klinikalltag und repräsentierte damit einen ganzen Berufsstand.

„Joko & Klaas“ (ProSieben): Klinikdirektor meldet sich zu Wort

Das Ziel der Dokumentation war es, das schlechte Image von Pflegeberufen in ein besseres Licht zu rücken. Denn trotz der oftmals prekären Arbeitsbedingungen handelt es sich um einen wichtigen Beruf, der vor allem auch den Ausübenden etwas zurückgibt: „Wir wollten damit zeigen, dass Pflege ein toller Beruf ist mit viel Empathie für Menschen, der auch viel zurückgibt. Und gleichzeitig eine hohe Anforderung stellt, an denjenigen der in die Pflege geht“, so der Klinikdirektor. Sein Fazit ist jedoch, dass die Arbeitsbedingungen für die Pflege verbessert werden müssen. Dabei sieht er die Politik, die Kliniken sowie die Pfleger:innen in der Pflicht zusammenzuarbeiten.

„Joko & Klaas“ (ProSieben): TV-Doku wühlt Zuschauer auf - Riesen-Lob von der Konkurrenz

Update vom 1. April, 7.22 Uhr: Die Reaktionen auf Twitter sind enorm! Der Hashtag #nichtselbstverständlich trendet für Deutschland an diesem Donnerstagmorgen. Denn unter diesem Motto hatten die Entertainer Joko Winterscheidt (42) und Klaas Heufer-Umlauf (37) mal wieder Sendezeit zur freien Verfügung erspielt - und nutzten sie diesmal, um auf den Pflegenotstand hinzuweisen (siehe vorherige Updates). Und zwar bis weit in die Nacht!

Zahlreiche Frauen und Männer aus Krankenhäusern und Altenheimen kamen zu Wort. Begleitet wurde in Echtzeit per kleiner Kamera eine ganze Schicht der gewissenhaften und stets freundlichen Gesundheits- und Krankenpflegerin Meike Ista im Knochenmark- und Transplantationszentrum der Uniklinik Münster.

„Joko & Klaas Live“ machen Pflegenotstand zum Primetime-Thema: „Starke Aktion, ProSieben!“

Selbst Konkurrenzsender RTL lobte: „Starke Aktion, ProSieben! Ein beeindruckendes Zeichen für die Pflege!“ RTLzwei twitterte: Standing Ovations, ProSieben. Heute seid Ihr definitiv der Reality Sender Nr. 1. Ganz große Klasse und ganz großen Dank!“

Beim Twitter-Account von Arte hieß es: „Was da gerade bei ProSieben passiert, dürfte ein Stück deutsche TV-Geschichte sein.“
Und der Medienjournalist Stefan Niggemeier schrieb: „Das, was da gerade auf ProSieben läuft, ist nicht nur eine wichtige Aktion von Joko und Klaas, sondern auch richtig gutes Fernsehen.“

ProSieben twitterte: „Bitte helft, dass aus diesem Abend eine große Respektkundgebung wird, die etwas ändert.“ Und Senderchef Daniel Rosemann schrieb: „Wir sind heute Ort für eine Demo. Für eine Demo, für die die Teilnehmer vor lauter Überstunden keine Zeit haben.“

Olaf Scholz kommentiert „Joko & Klaas Live“ - und erhält Konter von Pfleger: „Handelt!“

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz äußerte sich ebenfalls: „Danke Joko und Klaas für diese Sendung! Und - man kann es nicht oft genug sagen - Danke an alle Pflegerinnen und Pfleger! Ohne sie geht nichts. Antwort auf diese Erkenntnis ist nicht, Beifall zu klatschen. Respekt heißt: gute Löhne und Arbeitsbedingungen.“ Unter dem Tweet des Vizekanzlers sammelte sich einige Kritik.

Der in der Sendung vorkommende Krankenpfleger und Sozialdemokrat Alexander Jorde twitterte: „Ich will keine Worte mehr, ich will Taten. Die SPD ist Teil der Bundesregierung. Du bist Vizekanzler, Olaf Scholz. Worauf warten wir? Wann, wenn nicht jetzt? Hört auf zu reden. Handelt! Wir haben keine Zeit mehr.“

Erstmals in der Geschichte der Show seit 2019 hatten Winterscheidt und Heufer-Umlauf ProSieben gebeten, nach ihrem Sieg mehr Sendezeit als die sonst übliche Viertelstunde zugestanden zu bekommen. Wie lange es werden würde, blieb anfangs für TV-Zuschauer unklar.

Joko Winterscheidt (l.) und Klaas Heufer-Umlauf bekommen für ihre jüngste Sendung zum Pflegenotstand viel Lob.

„Joko & Klaas live“ in Überlänge! Brisantes Thema wühlt Zuschauer auf - „Einfach nur noch wütend“

Update vom 31. März, 21.45 Uhr: Die Sendezeit scheint noch weiter ausgeweitet zu werden. Um einen wirklichen Zugang zu der Thematik zu bekommen und sowohl Zuschauern als auch Politik maximal auf das wichtige Thema Pflege aufmerksam zu machen, deutet alles daraufhin, dass die 8-stündige-Schicht einer Intensivpflegerin begleitet wird. Zusätzlich werden Kommentare von Zuschauern eingeblendet und auch die Krankenpfleger:innen kommen immer wieder zu Wort. Mit dieser Aktion schaffen Joko und Klaas schon jetzt etwas Einmaliges. Inzwischen ist auch klar, warum ProSieben eingeweiht werden musste. Aus 15 Minuten Sendezeit wurde eine Dokumentation über den Alltag auf Intensivstationen deutscher Kliniken und Krankenhäusern. Sogar Konkurrenz-Sender RTL zeigt sich auf Twitter von dieser Aktion begeistert: „Starke Aktion @prosieben! Ein beeindruckendes Zeichen für die Pflege! #nichtselbstverständlich #JKLive.“

Mit ihrer Doku geben Joko und Klaas zusammen mit ProSieben dem Thema Pflege den Raum und die Aufmerksamkeit, die es trotz Corona bisher nicht erfahren hat. Missstände in Form von Personalmangel, Unterbezahlung und prekären Arbeitsbedingungen werden deutlich gemacht und lebensnah dargestellt.

Joko und Klaas live (ProSieben): Doku kritisiert Politik und Missstände in Pflege

21.31 Uhr: Weiter wird die Politik kritisiert. Eine angekündigter Corona-Bonus sei bei den Pfleger:innen nicht angekommen. Stattdessen wurden Milliarden Euro beispielsweise in die Luftfahrtbranche investiert. Corona sein wie ein Brennglas, das das Thema Pflege in den Fokus gerückt habe, so eine Krankenschwester. „Patienten sind oft in lebensbedrohlichen Situationen. Doch wenn sie nach ein paar Wochen neben dem Bett stehen, sind das wunderschöne Momente“, schildert eine Pflegerin erneut die Seiten ihres Jobs, die für die meisten ihrer Kolleg:innen wohl die sinnstiftenden Augenblicke ihres Alltags darstellen. Doch ob das eben alleine reicht, wenn auf der anderen Seite mit psychischer und körperlicher Belastung zu kämpfen ist und keine adäquate Bezahlung gewährleistet ist?

21.25 Uhr: „Der Pflegeberuf muss besser vergütet werden“, so die Stimmen der befragten Krankenpfleger:innen. Sowohl die Verantwortung als auch Arbeitsbelastung würden ein höheres Gehalt rechtfertigen. „Körperlich und psychisch schuften“ müssten die Pfleger:innen. Besonders für jüngere Generationen müsse man Anreize schaffen, damit der Beruf ergriffen wird und letztendlich nicht ausstirbt.

21.18 Uhr: Und noch einmal wird eine Pflegerin in ihrem Alltag begleitet. Sie versorgt eine weitere Intensiv-Patientin. „Finde diese Insights gerade wirklich spannend“, wird der Kommentar eines Zuschauers in einer Bauchbinde eingeblendet. Und weitere Kommentare sind zu lesen: „Man ist einfach nur noch wütend auf die ganzen Politiker, die das System an die Wand fahren“ und „Stell dir vor du bist krank und keiner mehr da...#nichtselbstverständlich.“

Joko und Klaas live (ProSieben): Krankenschwester aus München kommt zu Wort

21.04 Uhr: Nun kommt eine Intensivschwester aus der Klinik Harlaching in München zu Wort. Kim Heimbuch erzäht, warum ihr Beruf für sie sinnstiftend ist. Wenn ein Kind auf der Intensivstation gerettet werden kann, dann weiß sie: „Dafür hat sich alles gelohnt“. Doch auch dort herrscht großer Personalmangel. „Stell dir einfach vor, du liegst da und dir hilft keiner“, berichtet ein andere Pfleger. „Du klingelst und es kommt erstmal keiner“. Diese Situation solle sich jeder vor Augen führen, denn man könne schneller in in diese Situation gelangen, als man sich wohl vorstellen könne. Ein weiterer Pfleger kritisiert, dass es im Altenheim vor allem „um das Geld“ und um „Profit“ gehe. Das Finanzierungssytem habe Anreize geschaffen, im Pflegesystem zu sparen.

20.56 Uhr: ProSieben verzichtet sogar auf einen Werbeblock für die Ausnahme-Sendung der beiden Moderatoren. Deshalb bedanken sich Joko und Klaas ganz kurz bei ihrem Sponsor. Weiterhin wird jedes Detail einer Situation im Alltag einer Krankenpflegerin abgebildet. Die Patient wurde bereits medikamentös von der Pflegerin versorgt. „Natürlich gibt es in unserem Moment auch schöne Momente“, so eine Pflegerin. Eine Umarmung oder auch, wenn Demenzkranke für einen Augenblick glücklich sind. Für viele Pfleger:innen sind die wertvollsten Momente, wenn sie sich für ihre Patient:innen oder Altenheimbewohner:innen Zeit nehmen können. Und vor allem die Dankbarkeit, die ihnen von diesen Menschen entgegengebracht wird.

20.50 Uhr: Aus den 15 Minuten wurde bereits eine Mini-Doku, die die gewonnene Sendezeit überzieht: Joko und Klaas zeigen weiter den Alltag einer Intensiv-Schwester. Hautnah mit einer am Körper angebrachten Kamera kann man miterleben, wie sie eine Intensiv-Patientin an deren Krankenbett versorgt.

Joko und Klaas live: ProSieben gewährt Moderatoren mehr als 15 Minuten Sendezeit

20.41 Uhr: Für dieses wichtige und relevante Thema gewährte ProSieben seinen beiden Moderatoren sogar mehr als die gewonnenen 15 Minuten. „Eines der aktuellsten Themen ist natürlich Corona. Das hat uns sehr hart getroffen. Die erste Welle war ja noch relativ moderat. In der zweiten Welle war es schon viel schlimmer“, so ein Pfleger im weiteren Verlauf der Sendung. Er schildert die aktuelle Situation in deutschen Krankenhäusern. Schon vor Corona seien Kliniken an ihre Grenzen gestoßen. Während zu Beginn der Corona noch dem Pflegepersonal Beifall geklatscht wurde, wurde es danach ziemlich still. Doch Corona wurde zur zusätzlichen Belastung. Mehrere Pfleger:innen berichten über den die schlimme Erfahrung, Corona-Patient:innen sterben zu sehen.

20.35 Uhr: „Pflegekräfte gehen tagtäglich nach Hause mit dem Gefühl, Dinge vergessen zu haben. Mit der Angst, Fehler gemacht zu haben, die Konsequenzen haben. Fehler, die gefährlich sind“, berichtet eine Pflegerin weiter. Ein andere Pfleger bezeichnet seinen Job als Kampf: Aufgrund von Personalmangel kann den Patient:innen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden. „Es ist immer auf Kante geplant“, erzählt eine andere Betroffene. „Ich kenne Kollegen, die haben über 300 Überstunden. Dadurch brennen Pfleger:innen aus“. Schließlich folgt von allen Seiten ein Appell an die Politik: Sie stehe in der Verantwortung, Missstände in der Pflege besser zu machen.

20.31 Uhr: Doch was nur wenige Menschen wissen: Pfleger:innen können nicht einfach streiken, „denn dann sterben Menschen“. Sie können ihren Arbeitsplatz nicht einfach für einen Streik verlassen und ihre intensivepflegebedürftigen Patient:innen zurücklassen. Dieser Berufsstand verfügt zudem über keinerlei Lobby oder Gewerkschaft. Die beteiligten Krankenpfleger:innen zeigen eine dramatische Zukunft auf. Sie befürchten, dass ihr Beruf aussterben könne. Das wiederum hätte fatale Folgen für die Gesellschaft.

20.26 Uhr: Mehrere Krankenpfleger:innen sprechen über ihren Beruf und ihren Alltag. Alle betonen, dass ihnen ihr Beruf und ihre Patient:innen am Herzen liegen. Doch wachsender Personalmangel und drohender Pflegenotstand machen den Krankenhäusern und damit auch allen Menschen, die darauf angewiesen sind, zu schaffen. „Wenn sich nichts ändert, werden wir eine Situation erleben, die traumatisch ist“, so einer der Pfleger. Er sieht die Verantwortung ganz klar in der Politik.

Joko und Klaas live: 15 Minuten Sendezeit für das brisante Thema Pflege

20.22 Uhr: Nun sieht man die Krankenpflegerin zum ersten Mal. Sie ist in einer Intensivstation in einer Klinik in Münster tätig, auf der vor allem schwerkranke Kinder behandelt werden. Mit dem Hashtag #nichtselbstverständlich soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass fehlende Anerkennung ihren und den Beruf ihrer Kolleg:innen ständig begleitet. Dann kommen weitere Krankenpfleger:innen zu Wort.

20.19 Uhr: „Wir sind selbstverständlich. Aber das sind wir nicht“, dieses anonyme Zitat wird in weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund eingeblendet. Dann filmt jemand, wie er oder sie in der Dunkelheit eine Klinik betritt. Hinter der Kamera ist immer wieder eine Frauenstimme zu hören. Offensichtlich handelt es sich um eine Mitarbeiterin in einem Krankenhaus, deren Alltag in den 15 Minuten begleitet wird.

20.16 Uhr: Gleich zu Beginn erklären Joko & Klaas, dass diese Sendung wohl in die Geschichte eingehen wird: Denn zum ersten Mal wurde ProSieben mit ins Boot geholt. Es geht um „ein Thema, das uns alle betrifft, aber viel zu oft am Rande der Wahrnehmung ist“, so Joko. Die Zuschauer sollen heute mal wieder miteinbezogen werden. „Es braucht eure Postings und Eure Erfahrungen“, so Klaas.

Update vom 31. März, 20.15 Uhr: Und es geht los: Im Mittelpunkt steht ein Thema, das auch über die Show hinaus Beachtung bekommen soll, so Klaas im Vorspann zu den 15 gewonnen Minuten Sendezeit.

Joko und Klaas live: 15 Minuten Sendezeit! - ProSieben musste zum ersten Mal eingeweiht werden

Update 31. März, 19.38 Uhr: Joko und Klaas sind mal wieder gegen ihren Arbeitgeber angetreten und haben am Dienstagabend (30.3.) 15 Minuten Sendezeit bei ProSieben gewonnen. Wie üblich dürfen sie diese am Mittwoch nach der Sendung bespielen. Normalerweise lautet eine Regel, dass dem Moderatoren-Duo diese Zeit zur freien Verfügung steht und ProSieben keinerlei Kenntnis davon hat, was Joko und Klaas genau veröffentlichen werden. Doch dieses Mal war anscheinend alles anders. In einem mysteriösen Teaser kündigten die beiden bereits vorab an, dass ihr Arbeitgeber dieses Mal eingeweiht werden musste! (siehe Update vom 31. März, 16.24 Uhr). Der Grund dafür: Laut einer ProSieben-Pressemitteilung brauchten die beiden für ihre Aktion Hilfe.

„Für unsere 15 Minuten mussten wir Herrn ProSieben dieses Mal ausnahmsweise um seine Unterstützung bitten“, werden die beiden zitiert. Ohne ihre Kolleg:innen des Senders wäre die Aktion nicht möglich gewesen, so die beiden weiter. Diese sollen die Moderatoren bei der Umsetzung einer ungewöhnlichen Idee unterstützt haben. „Ausnahmsweise ging es diesmal einfach nicht anders. Wir schwören.“ Worum es genau geht, hat tz.de bereits erfahren: Es soll höchstwahrscheinlich um das wichtige und seit der Corona-Krise in den Mittelpunkt gerückte Thema Pflege gehen. (siehe Update vom 31. März, 15.01 Uhr).

„Joko & Klaas gegen ProSieben“ 15 Minuten Sendezeit! - Erste Details durchgesickert

Update vom 31. März, 16.24 Uhr: Joko und Klaas sind alte Hasen des Show-Geschäfts. Einen Spannungsbogen geschickt zu halten, ist für sie ein Leichtes. Wenige Stunden vor der Ausstrahlung der 15 Minuten Sendezeit, die sie ProSieben am Dienstag abgerungen haben, steigern sie Erwartungen mit einem mysteriösen Teaser auf Instagram - und verraten: Diese Ausstrahlung wird etwas Besonderes. Das Projekt muss in der Tat ungewöhnlich sein, denn ganz entgegen ihrer Gewohnheit haben die beiden Spaßvögel den Sender dieses Mal in ihr Vorhaben eingeweiht, wie Klaas in dem Video-Clip auf Instagram verrät.

Klaas erklärt: „Wir mussten ProSieben dieses Mal einweihen. Das machen wir nicht freiwillig und auch nicht leichtfertig.“ Joko schickt hinterher: „Man muss dazu sagen, sie haben sich gefreut, als wir gesagt haben, dass wir sie einweihen müssen. Aber als wir gesagt haben, was wir vorhaben, war die Freude kurzzeitig nicht mehr so groß.“ Was Joko und Klaas dieses Mal wohl ausgeheckt haben? Es bleibt spannend.

Joko und Klaas gewinnen 15 Minuten - erste Details aus München sickern durch

Update vom 31. März, 15.01 Uhr: Gewinnen Joko und Klaas im Kampf gegen ProSieben ihre 15 Minuten Sendezeit, wird stets mit großer Spannung erwartet, was die beiden damit anstellen. Gewöhnlich müssen sich die Zuschauer:innen aber bis zur Primetime gedulden, denn das Duo hält das Thema stets bis zur Ausstrahlung geheim. Jetzt hat die München Klinik in einem Intranet-TV-Tipp verraten, dass es am Mittwochabend höchstwahrscheinlich um das Thema Pflege gehen wird, wie tz.de erfahren hat. Voraussichtlich wird eine Krankenschwester aus der Krankenhaus-Gruppe als Expertin zu Wort kommen.

Worum es genau gehen wird, ist damit natürlich noch nicht klar, eine grobe Richtung scheint sich aber abzuzeichnen. Im vergangenen Jahr war die Bedeutung der Pflege insbesondere in der Corona-Pandemie immer wieder thematisiert worden. Gut möglich, dass sich auch Joko und Klaas entschieden haben, das wichtige Thema anzugehen.

Joko und Klaas gewinnen freie Sendezeit: Was haben sie damit vor?

Erstmeldung vom 31. März 2021: München - Am Dienstag (30. März) war es wieder so weit. Bei „Joko & Klaas gegen ProSieben“ traten die beiden Moderatoren gegen ihren Arbeitgeber an. Im Kampf um 15 Minuten TV-Sendezeit gaben Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf alles - und siegten.

Der Lohn für das Duo, das kürzlich beim „Duell um die Welt“ schockierte, ist eine Viertelstunde Sendezeit zur freien Verfügung: Ab 20.15 Uhr strahlt ProSieben am heutigen Mittwochabend einen Beitrag aus, den Joko und Klaas nach ihren Wünschen gestalten. Der Sender weiß üblicherweise im Vorhinein nicht, was die beiden planen. Für dieses Privileg hatten die beiden sogar Blut und Schmerzen in Kauf genommen.

„Joko & Klaas gegen ProSieben“: Duo beweist sein Talent beim Holzsägen

Bereits das erste Spiel bei „Joko & Klaas gegen ProSieben“ war nichts für schwache Nerven. Dessen Name „Einstürzende Bühnenbauten“ erschien selbsterklärend. Der TV-Sender ließ verschiedene Kulissenwände auf seine beiden Star-Moderatoren herabstürzen. Diese hatten zwei Löcher, Joko und Klaas mussten sich so hinstellen, dass sie genau durch die Lücken passen.

Vor der ersten herabstürzenden Kulisse war Joko und Klaas etwas mulmig zumute. Das bemerkte auch Moderator Steven Gätjen und goss verbal Öl ins Feuer: „Wir hatten zwei Redakteure zum Testen. Die sind jetzt im Krankenhaus.“ Letztlich überwanden Joko und Klaas ihre Ängste, zumal sich die fallenden Kulissen als weich erwiesen. Es half am Ende nichts, Spiel eins ging verloren.

Dafür behielt das Duo im Gesangsduell mit „The Masked Singer“-Juror Rea Garvey und Nadja Benaissa (No Angels) die Oberhand. Es folgte die dritte Aufgabe. Bei der Sägewerk-Challenge mussten die beiden ProSieben-Stars handwerkliches Geschick beweisen. Trotz optischer Mängel zimmerten Joko und Klaas aus einem Baumstamm einen Tisch und zwei Stühle zusammen. Dabei machte das klassische Zimmermann-Outfit von Joko mehr her als die kreierte Holzgarnitur. Die Möbel wurden im TV-Studio einem Belastungstest unterzogen - und hielten stand. Auch Spiel Nummer drei ging an Joko und Klaas.

„Joko & Klaas gegen ProSieben“: Blut und Schmerzen beim Zerschlagen von Holzplatten

Gegen die „ran“-Football-Experten Patrick Esume und Christoph „Icke“ Domesch gaben Joko und Klaas alles. Und verletzten sich sogar bei Spiel 6. Als es galt, mehrere übereinander platzierte Holzplatten mit der bloßen Hand zu zerschlagen, floss bei Joko Blut. Klaas klagte danach über starke Schmerzen an seiner Hand. Doch beide machten tapfer weiter.

Und das zahlte sich aus, im Finale ließen sie nichts mehr anbrennen. Bei diversen Ratespielen und Denksportaufgaben bewiesen Joko und Klaas Köpfchen. Damit sicherten sich die TV-Moderatoren ihre kostbaren 15 Minuten Sendezeit am Mittwochabend. In der Vergangenheit hat das Duo die Sendezeit bereits mehrfach mit gesellschaftskritischen Inhalten gefüllt und große Resonanz eingefahren. Mit Spannung wird erwartet, mit welchem Inhalt Joko und Klaas die Viertelstunde zur Primetime füllen werden. (kh)

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa

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