Neuer Cop für Rosenheim - tz-Doppelinterview

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Igor Jeftic (li., als Sven Hansen) mit dem neuen Kollegen: Dieter Fischer spielt Ermittler Anton Stadler

München - Im tz-Interview verrät das neue "Rosenheim Cops"-Duo, wie man als Schauspieler neue Kollegen am besten für sich gewinnt und was es mit dem „Chiemgauer Lüfterl“ auf sich hat.

Das fängt ja gut an: Der Kommissar kommt in einer Klapperkiste angefahren, und dann ist er auch noch zu spät. Seinen ersten Arbeitstag hat sich Anton Stadler anders vorgestellt. Hinter dem „Neuen“ bei den Rosenheim Cops steckt Dieter Fischer (Der Kaiser von Schexing): Der 40-Jährige springt in der elften Staffel für Joseph Hannesschläger alias Kommissar Hofer ein. Hannesschläger (49) konnte wegen einer Fuß-OP nicht drehen. Damit Igor Jeftic (39) als Nordlicht Sven Hansen nicht alleine im Chiemgau ermitteln muss, bekam er den Passauer Stadler an seine Seite gestellt. Im tz-Interview verraten die beiden, wie man als Schauspieler neue Kollegen am besten für sich gewinnt und was es mit dem „Chiemgauer Lüfterl“ auf sich hat.

Herr Fischer, Sie sind als Neuer ans Set gekommen. Gerade am ersten Tag will man einen guten Eindruck hinterlassen …

Dieter Fischer: Sagen Sie es ruhig! Man versucht, sich einzuschleimen! Ich habe ja eine Weißwurstklappe ausgegeben.

Eine was?

Fischer: Eine Weißwurstklappe. Wenn vor dem Dreh eine Klappe mit Schnapszahl fällt, muss einer dem Team zum Beispiel einen Schnaps oder eine Brotzeit spendieren. Und ich hatte mir als „Grüß Gott“ eine heimliche Weißwurstklappe überlegt. Heimlich, weil ich am selben Tag Geburtstag hatte, doch das wollte ich nicht breittreten. Aber ich wusste nicht, dass meine Agentin in der Früh beim Team angerufen und es natürlich erzählt hatte! Das war’s dann mit meinem heimlichen Plan. Aber geschmeckt hat es trotzdem.

Und wie macht sich der Neue, Herr Jeftic?

Igor Jeftic: Ach, das ist toll, endlich bin ich nicht mehr der Neue! Ich bin schon seit vier Jahren bei den Cops, aber ich bekomme immer noch zu hören: „Sie sind doch der Neue …“ Aber Dieter macht sich sehr gut. Die Arbeit macht Spaß, ist sehr kreativ. Einfach super.

Fischer: Mei, da werd’ ich ja gleich rot …

Kommen Ihre Kommissare in der Serie auch so gut aus? Ihre Typen sind ja recht unterschiedlich.

Fischer: Der Hansen ist mehr der Womanizer, ich bin eher der, na ja, Nichtwomanizer. Was das Flirten angeht, ist Stadler relativ immun.

Jeftic: Ich verkörpere mehr den Frauentyp, die Kollegen die gemütlichen Bayern.

Fischer: Du hast ja mit vier bayerischen Kommissaren zu tun. Alter Schwede!

Jeftic: Ja, mit dir, Joseph Hannesschläger, Michael Grimm und Stephan Zinner.

Und das als Nordlicht. Was sind denn die größten Unterschiede zwischen Nord und Süd?

Jeftic: Kuhfladen. Mücken. Der Dialekt. Und dieses Grummelige der Bayern.

Dafür verläuft das Kennenlernen von Stadler und Hansen in Folge eins ganz gut, ohne Reibereien.

Jeftic: Die hatte ich eher mit Kommissar Hofer, also mit Joseph Hannesschläger.

Fischer: Aber es kommt schon noch zu der einen oder anderen Situation, bei der unsere Typen kollidieren. Etwa, wenn es darum geht, wer eine Frau verhören darf.

Sonst sind Sie als Bürgermeister Kaiser in „Der Kaiser von Schexing“ zu sehen. Welcher Beruf macht mehr Spaß, Rathauschef oder Polizist?

Fischer: Schwer zu sagen. Beides hat seinen Reiz. Aber der effektivere Job ist der des Kommissars. Unsere Aufklärungsrate liegt derzeit bei 100 Prozent. Das kann ich in meiner Zeit als Bürgermeister nicht behaupten.

Wird es denn eine sechste Staffel vom „Kaiser“ geben?

Fischer: Erst mal kommen ab 17. November die neuen Folgen. Sonst ruhen derzeit die Arbeiten um den Kaiser, weil Regisseur Franz Xaver Bogner ja München 7 dreht. Ich weiß aber nicht, ob und wie es im nächsten Jahr mit dem Kaiser weitergeht.

Die ARD zeigt ab sofort im Vorabendprogramm auch Regionalkrimis, die „Rosenheim Cops“ überschneiden sich dienstags mit „Nordisch herb“, einer Serie aus Husum …

Jeftic: Ich bin doch auch nordisch herb!

Fischer: Wir verkörpern quasi Nord und Süd!

Dann lässt Sie die Konkurrenz kalt?

Jeftic: Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Aber die Rosenheim Cops sind in ihrer Art einmalig: Der Bayer und der Hanseate, die witzigen Privatgeschichten, die Berge.

Fischer: Da ist das Chiemgauer Lüfterl, das durch die Serie weht. Dazu kommt eine steife Brise.

Herr Hannesschläger kehrt 2012 ans Set zurück. Wie geht es dann mit Kommissar Stadler weiter?

Fischer: In der Serie bin ich wegen eines Austauschprogramms von Passau nach Rosenheim gewechselt. Mit der Rückkehr des Herrn Hofer ist Stadlers Abschied vorbestimmt. Aber ich glaube nicht, dass die Kollegen ganz ohne mich auskommen werden. Ich werde also noch mal in Rosenheim nach dem Rechten sehen.

Interview: Eva Hutter

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