München 7 startet mau

Die Grafik zeigt die Quotenentwicklung im Freistaat für die ARD und das Bayerischen Fernsehen. „München 7“ startete um 18.30 Uhr im Ersten und überschnitt sich um 19 Uhr mit dem Nockherberg – die Bayern schalteten aber erst nach „München 7“ um

München - Da müssen die Sheriffs vom Marienplatz noch ein bisserl zulegen: Mittwoch lief München 7 erstmals im ARD-Vorabendprogramm – doch die Quoten waren eher mau.

1,54 Millionen Zuschauer (410 000 davon in Bayern) verfolgten Franz Xaver Bogners Polizistenserie. Der Marktanteil lag bei 6,6 Prozent. Das heißt: Nur etwa jeder 15. Zuschauer, der zwischen 18.30 und 19.20 Uhr vor dem Fernseher saß, sah Xaver Bartl (Andreas Giebel) und Felix Kandler (Florian Karlheim) bei ihren Ermittlungen zu. Was aber nicht heißt, dass die Qualität der Serie nicht stimmt. Die Reihe Heiter bis tödlich, unter der das Erste seit Herbst 2011 Regionalkrimis zeigt, hat bisher allgemein kein großes Publikum angezogen.

„Die Marktanteile, die man sich erhofft hat, wurden allgemein noch nicht erreicht“, erklärt Sendersprecher Bernhard Möllmann. Oft dümpelten die Werte sogar nur bei vier, fünf Prozent. Langfristig seien „mindestens acht Prozent“ das Ziel. Regisseur Bogner hatte sich mehr erhofft. „Aber ich schaue nach vorne“, sagte er. „Der Vorabend im Ersten ist eben ein sehr hartes Pflaster.“ Der 63-Jährige hatte die ARD-Premiere mit kritischem Auge verfolgt. Ein dreiminütiger Werbeblock und ein abruptes Serienende – ebenfalls einer eingeblendeten Reklame geschuldet – machten es dem Zuschauer nicht leicht: „Das war gewöhnungsbedürftig.“

Dazu kommt die starke ZDF-Konkurrenz: Von 18 bis 18.50 Uhr waren die Ermittler der SOKO Wismar unterwegs. „Die SOKO-Reihe ist beim Publikum sehr gut verankert“, weiß Bogner. Ein Trost: Der befürchtete „Luise-Knick“ blieb aus, wie die tz-Grafik mit den Einschaltquoten für den Freistaat zeigt. Bogner hatte im Vorfeld befürchtet, dass viele ARD-Zuschauer in den BR schalten – denn während Luise Kinseher von 18.30 bis 19.20 Uhr im Ersten als Revierleiterin Thekla in München 7 mitmischte, war die Kabarettistin ab 19 Uhr im Bayerischen Fernsehen als Mama Bavaria beim Derblecken auf Sendung. „Es war sicher trotzdem kein Vorteil für uns, dass gleichzeitig der Nockherberg lief“, glaubt Bogner.

Auch Kinseher ist mit den München 7-Quoten unzufrieden: „Da muss die Mama schimpfen. Aber der Nockherberg ist vorbei, jetzt können wir uns mit voller Kraft um München 7 kümmern.“ Interessant: Die Grafik zeigt, dass in Bayern nach dem Krimi die Quote absackte – pünktlich zum Beginn von Gottschalk Live. Da war der Nockherberg wohl einfach verlockender.

EH

Quelle: tz

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