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Tatort-Macher klären offene Fragen im Internet

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Von: Kerstin Lottritz

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Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) und Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen). © Radio Bremen/Jörg Landsberg

München - Über zehn Millionen Zuschauer sahen am Sonntagabend den Tatort aus Bremen. Nach dem offenen Ende blieben manche Fragen unbeantwortet. Im ersten Google-Hangout gaben die Krimi-Macher Antworten im Internet.

Als am Sonntagabend um 21.45 Uhr der Abspann vom Bremer Tatort "Brüder" über die TV-Bildschirme läuft, sitzt so mancher Zuschauer ratlos vor dem Fernseher. Ist Sunny jetzt wirklich zu seiner Familie und damit in den kriminellen Clan zurückgekehrt? Und wenn ja, warum? Um solche Fragen mit Experten diskutieren zu können, hat Radio Bremen im Anschluss des Krimis den ersten Google-Hangout zum Tatort gestartet.

Mit Hilfe der Video-Chat-Funktion von Google+ kamen so die Tatort-Macher mit Krimi-Fans zusammen und konnten den Film Revue passieren lassen. Die Drehbuchautoren Wilfried Huismann und Dagmar Gabler, Regisseur Florian Baxmeyer, Hauptdarsteller Oliver Mommsen (spielt Kommissar Stedefreund) sowie Lüder Fasche als Vertreter der Gewerkschaft der Polizei, stellten sich der Diskussion mit den Tatort-Fans Heike, Patrick und Joern sowie den Fragen, die über Social-Media-Kanäle eingesendet worden waren.

Offenes Tatort-Ende sorgte für Ratlosigkeit

Das offene Ende des Tatort hatte viele ratlos zurückgelassen. Was war denn nun zum Schluss mit Sunny los? Ist er wirklich in sein kriminelles Leben zurückgekehrt?, will etwa Zuschauer Joern wissen. Drehbuchautor Wilfried Huismann erklärt ihm: "Beim Tod seines Bruders ist sicher das passiert, dass er keinen anderen Weg gesehen hat, als in die Fußstapfen seines Bruders zu treten." Kollegin Dagmar Gabler äußert sich später ähnlich: "Wir hätten uns auch gewünscht, dass Sunny ganz aussteigt. Wir haben das aber nicht für realistisch gehalten."

Ein anderer Zuschauer will wissen, wie wirklichkeitstreu der

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Tatort war? Die Szenen im Gerichtssaal, in denen sich die Clan-Mitglieder beim Prozess über die Justiz lustig machten, hatten bei den Tatort-Fans für Verwunderung gesorgt - normalerweise würde der Vorsitzende Richter doch reagieren, oder etwa nicht? Lüder Fasche, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, hält diese Szenen "in weiten Teilen für realistisch". Er erinnert an einen aktuellen Prozess in Bremen, bei dem ebenfalls Clanmitglieder im Gerichtssaal immer wieder auffallen würden: "Die Familienangehörigen haben ein sehr lockeres Verhältnis zur Justiz."

Wann bekommt Kommissar Stedefreund eine Freundin?

Natürlich darf auch eine Frage zum Privatleben des beliebten Bremer Kommissars Stedefreund, gespielt von Oliver Mommsen, nicht fehlen: Ein Zuschauer will etwa wissen, wann er denn mal "eine gescheite Freundin" bekäme. Schauspieler Oliver Mommsen stimmt dem Zuschauer lachend zu: "Der bräuchte unbedingt mal Sex". Er verrät, dass er sich seit längerem "eine scharfe Blondine wünsche". Bei Drehbuchautor Wilfried Huismann ist die Botschaft sofort angekommen: "Wir werden darüber nachdenken", verspricht er dem Schauspieler. "Aber vielleicht solltest Du uns erstmal zum Essen einladen."

Insgesamt ist das Google-Hangout eine gute Gelegenheit, offene Fragen nach dem Tatort zu besprechen, aber auch Lob und Kritik loszuwerden. Ob diese Zusammenkunft im Internet nun zu einer festen Einrichtung wird, lässt Radio Bremen-Moderator Teja Adams zu Schluss offen. Sein Versprechen für den nächsten Bremen-Tatort im Mai: "Da wird's im Netz auch wieder verdammt spannend."

Hier gibt es den Tatot-Hangout nochmal zum Anschauen:

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