Einträglicher Zuverdienst

Die lukrativen Nebenjobs der Stars

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Viele Prominente verfolgen zusätzlich eine Karriere abseits des roten Teppichs.

Einige Stars und Sternchen wagen sich parallel zum eigentlichen Beruf auch in ganz andere Branchen. Bei der Suche nach gutbezahlten Nebenjobs sind sie dabei oft ganz schön kreativ.

Egal ob sich die Promis von ihrer ursprünglichen Tätigkeit nicht ganz ausgefüllt fühlen, sie eine neue spannende Herausforderung suchen oder einfach nur ihre Bekanntheit ausnutzen um ihr Portemonnaie nebenbei aufzubessern, legen sich viele ein zweites Standbein zu.

Begehrte Markenbotschafter

Die meisten können zwar durchaus ganz gut von ihrem Hauptverdienst über die Runden kommen, doch oft spielt das Geld bei den zusätzlichen Aktivitäten nicht unbedingt die Hauptrolle. In vielen Fällen ist der Promistatus bereits Anlass genug, um etwa für die verschiedensten Unternehmen und Marken als Werbeträger attraktiv zu werden.

Zu gutbezahlten Werbedeals sagt kaum jemand Nein, solange sich der Auftrag mit dem eigenen Image einigermaßen vereinbaren lässt. Zudem ist der Zeitaufwand für solche Kooperationen meist überschaubar. Obwohl die üblichen Stars in der Marketingwelt inzwischen immer häufiger Konkurrenz von den verschiedensten Influencern bekommen, sind prominente Sportler oder Schauspieler nach wie vor als Imageträger für eine Marke gefragt.

Zu den erfolgreichsten Markenbotschaftern zählen beispielsweise der Tennisspieler Roger Federer, der durch Werbeeinnahmen jährlich über 50 Millionen US-Dollar dazuverdient. Marken aus allen Bereichen setzen auf seine Strahlkraft, so etwa der Sportausrüster Nike, das Bankenhaus Credit Suisse oder der Pastahersteller Barilla.

Formel Eins Star Lewis Hamilton hingegen leiht sein Gesicht Kampagnen des Kosmetikkonzerns L’Oreal oder jetzt auch der Modemarke Tommi Hilfiger, mit der er jüngst einen Vertrag schloss. Aber auch Schauspieler sind begehrt. Richard Gere wirbt für Autos von Lancia, sein ebenso attraktiv angegrauter Kollege George Clooney für Nespresso, Eva Mendes ließ sich für Calvin Klein und Campari ablichten und Jean Claude Van Damme war in einem epischen Spot für Volvo Trucks im Netz zu sehen.

Neben dem zusätzlichen „Taschengeld“ durch die Werbeverträge kann eine solche Zusammenarbeit auch das Image der Promis verbessern, vorausgesetzt beide Partner passen wirklich gut zusammen. Oft winken dann weitere lukrative Verträge mit anderen Unternehmen.

Zweiter Fulltimejob

Einigen Promis ist das gelegentliche Modellstehen bei Fotoshootings für neue Kampagnen nicht genug. Sie suchen neben ihrem eigentlichen Job ganz gezielt nach einer weiteren Herausforderung, in die sie ihre Energie stecken können. Manche scheinen bei der Vergabe der Talente gleich mehrmals „Hier“ gerufen zu haben, denn sie sind oftmals auch in ganz anderen Bereichen sehr erfolgreich.

Der amerikanische Designer und DJ Virgil Abloh ist ein gutes Beispiel dafür. Das rastlose Multitalent hat ursprünglich Architektur studiert, arbeitete dann allerdings als Art-Director für Kanye West. Erfolg hatte er auch mit seinem eigenen Streetware Label „Off-White“, bevor er jetzt den Sprung in den High-Fashion Bereich schaffte: Er beerbt Kim Jones als Chefdesigner bei der Luxusmarke Louis Vuitton. Nebenbei jettet er allerdings auch noch ständig als gefragter DJ mit dem Künstlernamen Flat White um die Welt und legt in den angesagtesten Clubs auf. Ein einzelner Beruf scheint für den umtriebigen kreativen Kopf schlicht zu langweilig zu sein.

Auch Schauspieler wagen sich gerne mal auf ganz andere Weise ins Rampenlicht und versuchen sich im Musikbusiness. Manche davon sind sogar überraschend erfolgreich. Neben diverser Filmrollen ist der oscarprämierte amerikanische Darsteller Jared Leto regelmäßig mit seiner Band Thirty Seconds to Mars auf Tour. Weil auch dies noch nicht abwechslungsreich genug ist, warb der Star auch schon für Modelabels wie Gucci oder Hugo Boss.

Promis als Unternehmer

Manche Prominente zeigen zudem enormes unternehmerisches Geschick. Sie schließen nicht nur prestigeträchtige Kooperationen mit bekannten Marken, um dabei Kollektionen unter dem eigenen Namen auf den Markt zu bringen. Noch lukrativer ist es, gleich selbst ein Label zu gründen und eigene Produkte zu entwickeln. Schließlich muss man sich dann auch nicht so sehr von anderen reinreden lassen.

Popikone Madonna zählt hier zu den umtriebigsten Unternehmerinnen unter den Stars. Neben einer eigenen Fitnessstudio-Kette hat sie zahlreiche Kinderbücher verfasst und war als Modedesignerin aktiv. Auch ein eigenes Parfum hat sie bereits kreiert und wagte sich zudem ins Filmgeschäft. Sowohl vor als hinter der Kamera war sie bislang aktiv. Neben ihrer Wandlungsfähigkeit, die sie bereits bei ihrer Musikkarriere zeigte, beweist sie auch als Unternehmerin Mut und ein gutes Händchen.

Besonders erfolgreich ist die Schauspielerin Jessica Alba mit ihrem eigenen Kosmetikunternehmen The Honest Company, das sie zusammen mit einem Geschäftspartner gründete. Vor allem auf dem amerikanischen Markt ist das Label populär. Die Darstellerin ist bisher noch nicht durch irgendwelche Skandale aufgefallen. Dies könnte mit ein Grund für die große Beliebtheit ihrer Produkte sein, denn hier setzt sie auf Nachhaltigkeit und Ökologie. Ihr lupenreines Image macht sie so zum perfekten Werbeträger und Gesicht für das Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern. Der „kleine“ Nebenjob bringt der Schauspielerin mittlerweile Millionen ein, das Label wird auf einen Marktwert von rund einer Milliarde Dollar geschätzt.

Alternative für die Zeit nach der ersten Karriere

Dass die Karriere im Rampenlicht auch irgendwann einmal zu Ende sein wird, nehmen manche Stars durchaus ernst und bauen sich rechtzeitig ein zweites Standbein auf. Allen voran vermutlich der Schauspieler Ashton Kutcher, der sich jetzt bereits als Unternehmer mehrere Optionen geschaffen hat. Einerseits investierte er in vielversprechende Technologieunternehmen wie Skype, Airbnb, Foursquare oder Duolingo. Darüber hinaus besitzt er zwei Restaurants in Los Angeles.

Als wäre das nicht genug, arbeitete er auch schon als Produktentwickler für Lenovo und ist Mitbegründer und Vorsitzender des New Yorker Medienunternehmens A Plus. Schließlich ist er auch noch Miteigentümer der Venture Capital Firma Sound Ventures, die Start-Ups im Technologiebereich unterstützt. Verständlich, dass der Star bei so viel unternehmerischem Engagement viel zu tun hat. Um das regelmäßige Arbeitspensum zu bewältigen, hat er eine ganz eigene Strategie entwickelt.

Für Profisportler ist klar, dass ihre aktive Zeit nicht ewig währt. Auch sie sind durchaus kreativ, was die weitere Karriereplanung angeht. Der ehemalige georgische Fußballprofi Kachaber Kaladze, der lange für AC Mailand auf dem Platz stand ist inzwischen politisch engagiert. Nachdem er bereits im Georgischen Parlament als Energieminister gesessen hatte, wurde er 2017 zum Bürgermeister der Hauptstadt Tiflis gewählt.

Der ehemalige englische Torjäger Michael Owen kann hingegen dem Sport nicht so ganz den Rücken kehren. Er wechselte kurzerhand die Disziplin und ist jetzt als Jockey aktiv. Basketballstar Shaquille O’Neal entschied sich nach seiner sportlichen Karriere fürs Filmgeschäft und war als Hauptdarsteller und auch in mehreren kleineren Rollen zu sehen.

Die Liebe zu einem guten Tropfen

Ein Geschäftsfeld ist bei einigen Promis besonders beliebt: der Weinbau. Mit einem eigenen Weinberg scheint für manche vielleicht auch ein Kindheitstraum erfüllt zu werden. Die Liste der Stars, die ein Weingut besitzen oder zumindest in eines investiert haben ist lang. Deutschlands bekanntester Promi-Winzer ist Günter Jauch, der seit Jahren ein altes prestigeträchtiges Gut aus altem Familienbesitz in der Nähe von Trier übernommen hat.

Hollywoods Glamourpaar Brad Pitt und Angelina Jolie investierten in ein Weingut in Frankreich. Der Schauspieler Gérard Depardieu, ohnehin bekennender Weinliebhaber, besitzt insgesamt gleich 14 Weingüter, neben Frankreich auch in Nordafrika, in Argentinien und auf der Krim.

Auch Italien ist unter den Quereinsteigern beliebt. In der Toskana finden sich Weingüter des britischen Musikers Sting, der Sängerin Gianna Nannini oder des Startenors Andrea Bocelli.

Die außergewöhnlichen Nebenjobs der Stars

Die Promis sind mitunter sehr kreativ, wenn es darum geht, ihr Geld anzulegen und ein zweites Einkommen zu schaffen. Der Schauspieler Jamie Foxx beispielsweise besitzt eine Avocado-Plantage. Sein Kollege Kevin Costner erwarb bereits 1995 das Unternehmen Ocean Therapy Solutions, das spezielle Geräte zur Wasserreinigung nach einer Ölpest entwickelt und produziert.

Sängerin Beyoncé hat nach einer veganen Diät kurzerhand zusammen mit einem Physiologen einen veganen Lieferservice gegründet, der die Kunden 22 Tage lang mit passenden Zutaten versorgt. Die Schauspielerin Scarlett Johansson hingegen eröffnete in Paris einen Gourmet-Shop für Popcorn.

Rapper 50 Cent verdient sich derweil etwas mit seiner eigenen Marke für Energy Drinks dazu und Kollege P. Diddy vertreibt Wodka als Brand Ambassador für das Label Cîroc. Dr. Dre, der amerikanische Rapper und Musikproduzent entwickelte unter der Marke Beats by Dr. Dre eine eigene Kopfhörerkollektion. 2014 verkaufte er sie für rund 500 Millionen Dollar an Apple.

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