Nächstes Edelmetall

Ski-WM: DSV-Sensation in der Abfahrt! Sander holt nächste Medaille - Baumann verletzt sich bei Banden-Crash

Andreas Sander sorgte für eine WM-Sensation in der Abfahrt.
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Andreas Sander sorgte für eine WM-Sensation in der Abfahrt.

Ski-WM: Andreas Sander holte auf der Abfahrt sensationell die nächste Silber-Medaille für das DSV-Team. Am Ende fehlten nur wenige Zentimeter zu Gold.

Ski-WM in Cortina: DSV-Ass Sander holt Silber in der Abfahrt

1. Vincent Kriechmayr (AUT)1:37.79
2. Andreas Sander (GER)+0.01
3. Beat Feuz (SUI)+0.18

Update vom 14. Februar, 12.35 Uhr: An dieser Stelle beenden wir den Live-Ticker. Ein paar wenige Fahrer kommen noch, doch auf den vorderen Plätzen wird sich wohl nichts mehr tun. DSV-Ass Andreas Sander holt sensationell Silber. Dem Westfalen fehlten mit der Startnummer zwei nur eine Hundertstel, das sind ungefähr 27 Zentimeter, auf Vincent Kriechmayr. Der Österreicher gewann schon im Super-G Gold. Für das DSV-Team gehen die Silber-Festspiele in Cortina weiter. Romed Baumann im Super-G und Kira Weidle in der Abfahrt holten bereits Silber-Medaillen.

Die Überraschung um Sander ist umso größer, da er in seiner Karriere noch keinen Podestplatz aufzuweisen hatte. 2017/18 wurde er in Kitzbühel in der Abfahrt Sechster und im Super-G Achter. Damit qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele in Pyeongchang. Dort wurde er im Super-G Achter und in der Abfahrt Zehnter. Die Wintersaison 2018/19 verlief völlig verkorkst, als er sich noch im Training vor dem Rennen in Bormio einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte.

Nach Platz 9 zu Beginn diesen Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo ist die Überraschung in der Abfahrt nun umso größer. Deutschland holt dank Sander erneut silbernes Edelmetall.

30 - Niels Hintermann: Der Schweizer nimmt zu viel Risiko und scheidet aus.

29 - James Crawford: Der Kanadier hat fast zwei Sekunden Rückstand und landet damit auf Rang 21.

28 - Florian Schieder: Den Österreicher verschlägt es komplett und bleibt schreiend im Schnee liegen. Das sieht nicht gut aus, er hält sich sofort das Knie. Doch Schieder steht schon wieder.

27 - Brodie Seger: Der Kanadier verpasste im Super-G haarscharf das Podium. Heute ist er aber viel zu passiv und verpasst dann sogar ein Tor.

26 - Dominik Schwaiger: Der letzte Deutsche nimmt die Abfahrt. Kann Schwaiger nach dem aktuellen zweiten Platz von Sander noch einen draufsetzen? Schwaiger ist etwas zu weit von der Ideallinie weg und dann treibt es ihn hinaus. Schade! Im Ziel sind es über zwei Sekunden Rückstand und Platz 21.

25 - Jeffrey Read: Der Kanadier will es wissen und geht volles Risiko. Auf der eisigen Piste kann er seine Skier aber kaum kontrollieren - Platz 23.

24 - Matteo Marsaglia: Der Römer verliert schon zu Beginn wertvolle Zeit. Dann treibt es ihn weit hinaus und er muss stark gegensteuern - das sind deutlich über zwei Sekunden Rückstand.

23 - Felix Monsen: Der Schwede muss viel kämpfen. Der Einzelkämpfer erreicht Platz 17.

22 - Bostjan Kline: Der Slowene ist überhaupt nicht in Form. Am Ende reicht es noch für Platz 15.

12 Uhr: Andreas Sander steht kurz vor seinem größten Erfolg, aktuell liegt der Westfale auf dem zweiten Rang. „Ich habe direkt gemerkt, die Abfahrt liegt mir. Ich hatte ein sensationelles Gefühl beim Start. Jetzt heißt es abwarten und hoffen“, sagte der 31-Jährige in der ARD.

21 - Henrik Roea: Der Norweger nimmt die Kurve vor dem Vertigine-Sprung zu zaghaft. Bei seinem WM-Debüt reicht es immerhin für Rang zehn.

20 - Matthieu Baillet: Die eisige Piste ist sehr schwierig zu bändigen. Dem Franzosen aus Nizza entgleitet fast der Außenski. Im Ziel sind es deutlich über zwei Sekunden Rückstand - Platz 18.

19 - Otmar Striedinger: Der Österreicher ist sehr schnell unterwegs. In der Vertigine muss er sehr stark korrigieren und hat plötzlich deutlich über eine Sekunde Rückstand - Platz 16.

18 - Marco Odermatt: Der Schweizer holte bei der Junioren-WM 2018 fünf Gold-Medaillen. Was ist bei den Männern drin? Er kommt fantastisch durch die Kurven. Dann verpasst er beinahe ein Tor. Es reicht aber für Platz vier - zeitgleich mit Paris.

17 - Kjetil Jansrud: Der Titelverteidiger könnte Andreas Sander auf Rang zwei noch gefährlich werden. Der Norweger fährt sehr direkt und ist gut dabei. Dann muss er richtig kämpfen, um die Kurve zu kriegen und schon hat er über eine Sekunde Rückstand - Platz sieben.

16 - Jared Goldberg: Der US-Amerikaner legt einen Top-Start hin. Er hat aber Probleme mit hoher Geschwindigkeit in die Kurven zu fahren und schon sind es über zwei Sekunden Rückstand. Im Ziel sind es knapp unter zwei Sekunden.

15 - Christof Innerhofer: Der Italiener holte 2011 in der Abfahrt Bronze. Innerhofer fährt eine sehr freche Linie, trotzdem ist es fast eine Sekunde Rückstand. Das Flachstück liegt ihm nicht, es reicht aber noch zu Platz fünf.

14 - Travis Ganong: Der US-Amerikander riskiert zu viel. Die richtige Mischung fehlt. Im Ziel ist es deutlich über eine Sekunde Rückstand.

11.35 Uhr: Baumann steht wieder, die Betreuer applaudieren. Doch der gebürtige Österreicher blutet im Gesicht, hoffentlich nichts Schlimmeres.

Ski-WM in Cortina: Abfahrt im Live-Ticker - Baumann holt sich blutige Nase

13 - Romed Baumann: Der Silber-Medaillengewinner im Super-G will auch in der Abfahrt was reißen. Uh, kurz nach Start übersieht er eine Welle, doch das ging nochmal gut. Baumann gibt richtig Gas, dann überdreht er vor dem Vertigine-Sprung. Da ist noch alles drin. Dann sind es doch zu viele Fehler und schon über eine Sekunde Rückstand. Im Ziel verliert er das Gleichgewicht und stürzt unter die Absperrung. Hoffentlich ist da alles gut gegangen.

12 - Nils Allegre: Der Franzose fährt vor dem Vertigine-Sprung sensationell. Allegre kann das Tempo aber nicht ganz mitnehmen und hat fast eine Sekunde Rückstand.

11 - Carlo Janka: Der Schweizer macht zu viele kleine Fehler und hat etwas mehr als eine Sekunde Rückstand.

10 - Max Franz: Kann der Österreicher seinen Landsmann Kriechmayr an der Spitze unter Druck setzen? Es wird jetzt immer eisiger auf der Piste, auch Franz wählt eine weite Linie. Das fehlende Risiko schlägt sich in 1.25 Sekunden Rückstand aus.

9 - Johan Clarey: Der 40-jährige Franzose will es jetzt wissen. Mit all seiner Erfahrung meistert er die schwierigen Kurven. Doch Clarey fehlt das Tempo - 1.50 Sekunden Rückstand.

Ski-WM in Cortina: Abfahrt im Live-Ticker - Franzose fährt plötzlich rückwärts

8 - Maxence Muzaton: Der Franzose überdreht, kann sich aber noch retten. Plötzlich fährt er rückwärts und kann einen Sturz gerade so noch verhindern. Muzaton hält sich aber das Knie, hoffentlich hat er sich nicht verletzt.

7 - Beat Feuz: Der Führende im Gesamt-Weltcup greift an. Der Schweizer wählt eine clevere Linie, holt in den Kurven mehr aus. Trotzdem hat er Rückstand, dann holt Feuz aber wieder auf. Platz drei mit nur 0.18 Rückstand.

6 - Thomas Dreßen: Der beste deutsche Abfahrer fährt heute sein erstes Rennen in diesem Winter. Dreßen geht voll auf Angriff. Kann er sich nach seiner Hüft-Operation überwinden? Dann ist er viel zu spät dran, kann sich aber gerade noch retten. Schade, da hat er sehr viel Geschwindigkeit verloren. Am Ende sind es 1.68 Sekunden Rückstand. Doch das Wichtigste: Dreßen ist zurück!

5 - Matthias Mayer: Der Österreicher hat einige Probleme und dann treibt es ihn zu weit hinaus. Da hat er keine Chance mehr, das Tor zu erwischen.

4 - Bryce Bennett: Der US-Amerikaner befindet sich nicht in Topform und kann nicht ganz mithalten - über eine Sekunde Rückstand.

3 - Dominik Paris: Einer der Favoriten will im Heimspiel eine Medaille abräumen. Paris ist sehr schnell, aber vor der Vertigine muss er sehr viel korrigieren. Dann schimpft er mit sich selbst und hat über eine Sekunde Rückstand. Am Ende holt er noch etwas auf - 0,65 Sekunden Rückstand.

Ski-WM in Cortina: Abfahrt im Live-Ticker - Sander vor der Sensation

2 - Andreas Sander: Das erste DSV-Ass. Der Allgäuer fährt aggressiv und legt einen Topspeed hin. Nach den ersten Zwischenzeiten liegt er gleich auf mit Kriechmayr. Dann steht er kurz quer, aber die Geschwindigkeit passt. Richtung Ziel jagt er den Österreicher. Nein, eine Hundertstel fehlt am Ende. Unglaublich!

1 - Vincent Kriechmayr: Der Weltmeister im Super-G eröffnet die Abfahrt. Der Österreicher kommt gut in den Vertigine-Sprung, die Gleitpassagen hat er drauf. Das ist eine Ansage.

Update vom 14. Februar, 10.57 Uhr: Alle Favoriten haben sich für niedrige Startnummern entschieden. Mit Andreas Sander als Zweiter und Thomas Dreßen als Sechster legen direkt zu Beginn auch zwei DSV-Stars los. Das könnte ein Vorteil im Kampf um die Medaillen werden. Silber-Medaillengewinner im Super-G Romed Baumann könnte die Starnummer 13 Glück bringen.

Update vom 14. Februar, 10.50 Uhr: Thomas Dreßen fährt gleich sein erstes Rennen in diesem Winter nach einer Hüft-Operation. Elfter war er im ersten Training, nach Rang 16. im zweiten sagte er: „Das war ein Schritt in die richtige Richtung.“ 1,1 Sekunden Rückstand auf Dominik Paris, ergänzte er, „kann sich schon sehen lassen.“ Oben, bei der Anfahrt zum gewaltigen Vertigine-Sprung, habe er „einen schönen Schnitzer drin gehabt, von dem ich weiß, dass mir der morgen“, also am Sonntag, „nicht mehr passieren wird.“ Und nur um das klarzustellen: „Bereit bin ich auf alle Fälle.“ Und genauso klar ist: Dreßen ist einer, der im Rennen zulegen kann - in der Regel gewaltig.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo: Abfahrt im Live-Ticker - Platzt der Knoten bei Sander endlich?

Update vom 14. Februar, 10.30 Uhr: Die Chancen auf eine dritte deutsche Medaille im vierten Rennen stehen nicht schlecht, vor allem Andreas Sander hat sich klar positioniert: In beiden Trainingsläufen fuhr er auf Rang sechs, im zweiten betrug sein Rückstand auf den abermals schnellsten und nunmehr topfavorisierten Italiener Dominik Paris nur 0,45 Sekunden - zum dritten Rang, den Mitfavorit Beat Feuz belegte, fehlten gerade 0,09 Sekunden. „Ich hoffe“, sagte der 31-jährige Westfale, „ich kriege es morgen genauso schnell hin.“ In einer halben Stunde geht es los.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo: Abfahrt im Live-Ticker - Nächste Medaillen für DSV-Athleten drin

Update vom 14. Februar, 10.05 Uhr: In knapp einer Stunde beginnt das Saison-Highlight: Die Abfahrt der Männer bei der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo. Das DSV-Team hat drei ganz heiße Eisen im Feuer. Andreas Sander geht mit der Startnummer zwei ins Rennen. Thomas Dreßen feiert heute sein Comeback und legt als Sechster los, gefolgt vom Schweizer Topfavoriten Beat Feuz. Romed Baumann, Silber-Medaillengewinner im Super-G hat die Startnummer 13. Dominik Schwaiger auf der 26 komplettiert das deutsche Abfahrts-Quartett.

Meldung vom 13. Februar: Cortina d‘Ampezzo - Am Sonntag steht für die deutschen Ski-Rennfahrer ab 11.00 Uhr vormittags die Abfahrt an. Dabei könnte Romed Baumann, der beim Super-G am Donnerstag sensationell die Silbermedaille holte, eine besondere Rolle spielen. Auch Thomas Dreßen wird nach vielversprechenden Trainingsleistungen sein lang erwartetes Comeback geben.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo: Thomas Dreßen vor Comeback nach Hüft-Operation bei Abfahrt

Das Rennen am Sonntag ist für die Speedfahrer bei der Weltmeisterschaft in Italien der absolute Höhepunkt. Beim DSV-Team werden mindestens zwei, vielleicht sogar drei Anwärter auf die Podest-Plätze an den Start gehen. Baumann und Dreßen inspizierten die Strecke bereits, die beiden Fahrer holten sich am Freitag beim Training die nötige Form für die Abfahrt.

Für Dreßen würde ein gelungenes Comeback einiges bedeuten, nach seiner Hüft-OP wäre es sein erstes Rennen in diesem Winter. Genau wie Baumann und Andreas Sander konnte Dreßen beim Training einen guten Eindruck hinterlassen. Der fünffache Weltcup-Sieger konnte sich ebenfalls vorne einreihen. „Es war ein Kampf für mich da runter. Aber ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden mit der Fahrt bin“, berichtete der 27-Jährige am Freitag. Seine Hüfte mache ihm bei der WM jedoch „überhaupt keine Probleme“, wie er bereits unter der Woche versicherte.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo: Romed Baumann unter Favoriten bei der Abfahrt

Ein positiver Nebeneffekt der Silbermedaille von Baumann ist auch, dass der Druck beim deutschen Team etwas herausgenommen werden konnte. „Die deutschen Erwartungen sind ja nicht so, dass man sich mit Platz fünf zufrieden gibt, ich habe das lang genug mitgemacht“, meinte ein erleichterte Alpinchef Wolfgang Maier gegenüber der dpa. Man fahre unabhängig von den weiteren WM-Ergebnissen „mit einer kleinen Sensation nach Hause.“

„Jeder gönnt dem anderen was. Aus der Freude heraus passiert dann auch was Gutes“, meint Baumann zum Teamgefüge bei den Deutschen, die nach dem starken Start zum Favoritenkreis zählen. Er selbst ist jedenfalls in der Abfahrt noch stärker einzuschätzen als im Super-G. Simon Jocher und Dominik Schwaiger komplettieren das deutsche Speed-Team in den Dolomiten. (ajr)

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