50. Hauptrundenspieltag

Ohne Silber-Helden: EHC verliert erste Partie nach Olympia

Der EHC Red Bull München (in weiß) verlor in Berlin.
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Der EHC Red Bull München (in weiß) verlor in Berlin.

Nicht einmal vier Tage liegt das Eishockey-Finale bei Olympia zurück und schon ist wieder DEL angesagt. Der EHC Red Bull München, der noch ohne seine Silber-Helden antrat, unterlag bei den Eisbären Berlin mit 2:3.

Berlin - Nach Olympia ist vor der DEL: Kaum sind sie aus Südkorea zurück, stehen die Silber-Helden von Pyeongchang vor der nächsten Herausforderung – denn selbst für Vollprofis dürfte es kein Leichtes sein, innerhalb nur weniger Tage vom Olympia- in den Liga-Modus umzuschalten. Helfen könnte da die bundesweit entfachte Eishockey-Euphorie, die die Zuschauer während der letzten Wochen selbst frühmorgens vor die Bildschirme trieb – doch war das nur ein kurzes Strohfeuer oder rücken die deutschen Kufen-Cracks auch mittel- und langfristig wieder stärker ins Interesse der Öffentlichkeit?

Die Aktiven sind sich einig: Pyeongchang kann nur der Anfang sein! EHC- und Olympia-Star Franky Mauer wird deutlich und fordert, die aktuelle Begeisterung zu nutzen: „Die Vereine als auch Eishockey-Deutschland müssen jetzt schauen, dass man diese positiven Energien in die richtigen Bahnen lenkt, dass man langanhaltend profitieren kann. Vielleicht war das der Startschuss für eine neue Ära!“ Uwe Krupp, langjähriger Bundestrainer, schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir kommen jetzt für einen Moment aus dem Schatten des Fußballs. Etwas Besseres kann uns gar nicht passieren“, so der 52-Jährige. „Viele Leute haben nun gesehen, dass Eishockey attraktiv und aufregend ist. Das müssen wir in der Liga und an den Standorten, an denen Eishockey gespielt wird, fortsetzen, gutes Eishockey spielen und ein gutes Produkt aufs Eis stellen!“ 

Hoffnung auf den heiß ersehnten Zuschauer-Zuwachs macht der gestrige Abend: Am 50. Hauptrunden-Spieltag waren die Tribünen in den DEL-Stadien um knapp 15 Prozent besser gefüllt als im bisherigen Saison-Durchschnitt. Am meisten waren es in Berlin (14.200), wo der EHC nach einer emotionalen Olympia-Zeremonie mit 2:3 unterlag – Grund zur Freude gab es aus Münchner Sicht trotzdem: Da die Silber-Helden noch geschont wurden, stand erstmals das Brüder-Paar Andreas und Tobias Eder zusammen für die Bullen auf dem Eis – besonders Andreas machte auf sich aufmerksam und war am zwischenzeitlichen 1:1 durch Derek Joslin (22.) maßgeblich beteiligt – und das vor olympiareifer Kulisse. 

Ob die olympische Euphoriewelle auch in München anhält, stellt sich am Sonntag heraus, wenn der EHC zuhause die Iserlohn Roosters empfängt – bereits am Donnerstqag (19:30 Uhr) geht’s für Michi Wolf und Co. nach Bremerhaven.

MK

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