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"Ich sehe wie ein Hinterwäldler aus"

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Schnauzbärte von links: Buchwieser, Reimer, Wichert, Sloan und ­Morris © EHC RB München

München - Die Spieler des EHC Red Bull München haben sich Schnauzer wachsen lassen. Ty Morris trägt das besondere Modell "Trucker". Vor dem Bart sollen die Kölner Haie rasiert werden.

Ty Morris hat beim EHC RB München kürzlich einen Vertrag über die ganze Saison bekommen. Er sagt: „Ich bin total zufrieden damit. Ich habe die Chance, DEL zu spielen. Und es ist gut, dass wir die Sache schon abgeschlossen haben.“ Er lacht. „Ich sehe gerade wie ein Hinterwäldler aus.“

Die Spieler des EHC haben sich Schnauzer wachsen lassen, Morris das besondere Modell „Trucker“. Movember nennt sich die ursprünglich australische Tradition, mit der auf Prostatakrebs und andere Männerkrankheiten hingewiesen und Spenden gesammelt werden soll. „Darum bin ich nicht froh, dass der Movember schon dem Ende zugeht. Andererseits freue ich mich auf mein normales Leben.“

Denn Morris hat einen Bartwuchs wie nach einem Mittelchen des Druiden Miraculix. „Beim Essen, Suppe oder Salat, stören mich die Haare“, sagt Morris, der anders als etwa Jochen Reimer seinen Trucker-Bart nicht gestutzt hat.

Am Wochenende ist der Movember dann vorbei. Viele der EHC-Schnauzer werden der Rasierklinge zum Opfer fallen. Das Heimspiel am Freitag gegen Köln (19.30 Uhr) ist daher eine Art Endspiel für die Bärte. Morris sagt, er werde danach nur ein bisschen kürzen, seiner Frau zuliebe. „Aber ich habe eigentlich das ganze Jahr über einen Bart.“

Auch andere EHCler wollen ihre Pracht dranlassen. Warum die Schere rausholen, wenn hoffentlich eh bald wieder Natur pur angesagt ist? Denn im Eishockey gibt es ja noch so eine andere Tradition, eine aus Nordamerika: In den Playoffs bleiben die Bärte dran. Morris meint: „Ich bin sehr positiv, was die Playoffs angeht. Wir haben eine sehr gute Trainingswoche hinter uns. Wenn wir weiter so kämpfen, sind wir gut dabei.“

Erfreulich: Johan Ejdepalm wird aller Voraussicht nach in den EHC-Kader zurückkehren. Doch das Wochenende wird hart. Die Kölner Haie sind heuer bissig. Tabellenzweiter, bestes Auswärtsteam. Am Sonntag gegen Krefeld geht es gegen einen Tabellennachbarn. „Starke Gegner“, weiß Morris. „Wir müssen kämpfen. Das ist unser Weg. In den Playoffs schmeiße ich den Rasierer dann weg.“

Beim Spiel gegen die Haie werden von der Mannschaft gesammelte Eishockey-Devotionalien im Rahmen einer Tombola verlost. Die Einnahmen gehen zu 100 Prozent an den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V.

wim

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