Olympia-Helden zurück aus Südkorea

DEL und EHC wollen Euphorie nutzen: Eltern, schickt eure Kinder zum Eishockey!

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Die Kältewelle in München hat auch einen Vorteil: Man kann im Freien Eishockey spielen.

Was war das für ein olympisches Turnier von unseren Eishockey-Helden? Die DEL will nun diese Euphorie nutzen. Der EHC hat gar ein besonderes Angebot.

München - Eltern, schickt eure Kinder zum Eishockey! Das wünschten sich nicht nur die TV-Kommentatoren, als die Eishockey-Helden ihre Olympia-Silbermedaillen in den Händen hielten. Die Euphorie über den sensationellen Erfolg des DEB-Teams in Pyeongchang (3,19 Millionen sahen das Finale im ZDF, Marktanteil 51,2 Prozent), soll genutzt werden, um das deutsche Eishockey voranzubringen. „Wenn man das nicht vergoldet, dann wäre das der größte Fehler überhaupt. Den Schwung müssen wir mitnehmen“, sagte der Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bunds, Stefan Schaidnagel, am Tag der Rückkehr der Silber-Sieger. Damit das auch gelingt, sollen sofort Gespräche innerhalb des DEB stattfinden. „Wir setzen uns definitiv nach Olympia noch mal zusammen. Wir müssen uns überlegen, wie wir uns nachhaltig erfolgreich aufstellen“, so Schaidnagel.

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Dieses Mal sollen Versäumnisse wie nach der Heim-WM 2010 vermieden werden. Damals hatte die deutsche Auswahl überraschend den vierten Platz gemacht. Die Begeisterung darüber hielt in Deutschland allerdings nicht lang an. Das soll sich ändern. Zunächst hoffen die Verantwortlichen, dass der Erfolg des Teams von Marko Sturm die Leute in die Eishockeyhallen lockt, um die Playoffs zu verfolgen. „Unsere DEL-Spieler haben gezeigt, dass sie echte Typen sind. Als Erstes hoffe ich, dass die vielen durch Olympia-Silber neugierig gewordenen Menschen in unseren Playoffs mal in den Stadien vorbeischauen“, so DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Carlos Schmidt (6) mit seinem Papa auf dem Nymphenburger Schlosskanal. Er trägt ein Trikot von Dominik Kahun vom EHC Red Bull München.

Bock auf Eishockey? Ideale Voraussetzungen in München

Die sieben DEB-Helden des EHC Red Bull München bekommen nach ihrer Ankunft am Montagabend in München erst einmal eine Pause bis Donnerstag. Für den Rest des Teams geht es am Mittwoch mit einer Auswärtspartie gegen Berlin weiter. Freitag treffen die Red Bulls auf Bremerhaven, Sonntag steht das letzte Hauptrundenspiel daheim gegen Iserlohn an. Inklusive der Olympia-Stars. Die Spieler freuen sich jedenfalls über ihren Erfolg und hoffen auf nachhaltiges Interesse. „Wir hoffen, dass nun noch mehr junge Eishockey-Fans motiviert sind, selbst mit diesem Sport zu beginnen“, sagte Stürmer Frank Mauer.

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Die Voraussetzungen hierfür sind in München gegeben. Denn der Verein hat ein vielschichtiges Nachwuchsprogramm. Der EHC München e.V. unterhält Nachwuchsmannschaften in allen Altersstufen. Von einem U8-Team bis hin zur U19-Auswahl ist für alle Jahrgänge etwas dabei. Sogar an die ganz Kleinen ist mit dem „Bambini“-Team gedacht. Das Ganze steht unter der sportlichen Leitung von Ron Chyzowski. Die jungen Eishockeyspieler sollen mit Spaß an die Sportart herangeführt werden. Besonders Begabte werden auf dem Weg zum Leistungssport gefördert. Mitmachen kann jeder (schnuppern@­ehc-muenchen.de). Für die Talente mit DEL-Potenzial geht es sogar noch weiter. Sie dürfen an die Red Bull Akademie nahe Salzburg.

Andere DEL-Vereine wie beispielsweise die Adler Mannheim verfügen ebenfalls über renommierte Nachwuchsprogramme. DEL-Geschäftsführer Tripcke hofft jedenfalls auf eine langfristige Veränderung im Bewusstsein der deutschen Sportfans. „Das immer latente Interesse an unserem Sport wird natürlich auf einmal stark belebt. Davon wird der DEB profitieren.“ Also Eltern: Schickt eure Kinder zum ­Eishockey!

lm

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