DEB will deutsche Lösung, DEL diskutiert All-Stare-Team

Wer wird Nachfolger von Bundestrainer Sturm? Diese Namen wären denkbar - auch Münchner dabei

Marco Sturm kehrt nach drei Jahren und vier Monaten als Bundestrainer zurück in die NHL.
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Marco Sturm kehrt nach drei Jahren und vier Monaten als Bundestrainer zurück in die NHL.

Das deutsche Eishockey steht nach dem Deutschland Cup 2018 ohne Bundestrainer da, Marco Sturm geht in die NHL. Wer könnte ihm nachfolgen? Ein Überblick.

München – „Ich denke, dass wir diesen Weg weitergehen sollten“, sagt DEB-Präsident Franz Reindl. Es geht um die Frage, ob der Posten des deutschen Eishockey-Bundestrainers mit einem Deutschen besetzt werden sollte. Mit ausländischen Lösungen (in den letzten 25 Jahren Ludek Bukac, George Kingston, Greg Poss, Jakob Kölliker, Pat Cortina) hatte der Verband alles in allem nicht so gute Erfahrungen gemacht, die besseren Zeiten erlebte er unter Hans Zach, Uwe Krupp, Marco Sturm. Aber was gibt der Trainermarkt jetzt her?

Ein Name, der in den Diskussionen der Fans fällt, ist Christian Ehrhoff. Er wäre eine Art Marco-Sturm-Kopie. In der NHL hatte er ein vergleichbar hohes Standing (nur eben als Verteidiger), zum Abschluss der Karriere spielte er in Deutschland. Nach dieser Saison mit den Kölner Haien ist er zurückgetreten. Vorteil: Großer Name, guter Öffentlichkeitsarbeiter. Gerade dabei, sein Leben nach dem Eishockey zu sortieren. Hat vor drei Wochen in Moers (Nordrhein-Westfalen) ein Athletik- und Gesundheitszentrum eröffnet.

Oder gibt es ein DEB-Comeback für Uwe Krupp? 2011 hatte er als Bundestrainer aufhören müssen, weil eine Doppelfunktion für Verband und Verein (damals Köln) nicht mehr geduldet wurde. Seit Beginn dieser Saison arbeitet Krupp für Sparta Prag und ist Tabellenführer der tschechischen Liga. Nicht die Voraussetzungen, unter denen man seine Zelte abbricht.

In der DEL gilt das Verbot, dass jemand National- und Clubteam parallel betreut, weiterhin – auch wenn ein DEL-Insider sagt, dass es sich mehr um eine Goodwill-Regelung als um ein Gesetz handle. Bei Treffen der Ligafunktionäre wird gelegentlich diskutiert, ob für die großen Turniere auch kurzfristig Trainerteams aus den DEL-Reihen gebildet werden könnten, sozusagen All-Star-Teams an der Bande. Interessante Kandidaten wären Pavel Gross (Mannheim), Harold Kreis (Düsseldorf/war auch schon Krupp-Assistent beim DEB), eventuell Münchens Don Jackson oder sein Co-Trainer Matt McIlvane, der bereits Marco Sturm zuarbeitete.

Ein Mann zur Umsetzung der Verjüngung und das Konzept Powerplay26 (in acht Jahren in die Weltklasse) wäre Helmut de Raaf. Der Nachwuchs-Kenner in Deutschland schlechthin – allerdings bei der Red-Bull-Akademie in Salzburg tätig und dort unverzichtbar.

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