Silber-Helden schieben rumpelnden Meister an

Mauer und Co. sollen EHC mit Olympia-Schwung zum Matchpuck führen

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Frank Mauer erzielte in den Playoffs bereits fünf Treffer in drei Partien.

Der EHC Red Bull München rumpelt durch die Viertelfinal-Serie gegen Bremerhaven, führt aber dennoch und kann sich am Mittwochabend den Matchpuck sichern. Dabei sollen vor allem die Olympia-Helden helfen.

Eigentlich wissen sie beim EHC Red Bull München aus eigener Erfahrung, wie gefährlich ein Underdog sein kann: „Bremerhaven hat nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen, da ist es als Favorit nicht ganz einfach. Sie sind ein bisschen in der Situation, in der wir Deutschen bei Olympia waren“, sagt mit EHC- und National-Verteidiger Yannic Seidenberg jemand, der in jüngerer Vergangenheit beide Perspektiven erlebt hat. Und der im Spiel vier der Viertelfinal-Playoffs am Mittwoch (19.30 Uhr) bei den Fishtown Pinguins darum kämpft, dass ein erneutes Eishockey-Wunder ausbleibt und die hoch favorisierten Bullen, die in der best-of-seven-Serie 2:1 führen, einen großen Schritt in Richtung Halbfinale packen (Playoffs der DEL 2018: Termine, Regeln, Spielplan und Ergebnisse im Überblick).

Vielleicht liegt es an genau dieser Erfahrung, wie schnell individuelle Qualität durch Teamgeist und Aggressivität geschlagen werden kann, dass die Helden von Pyeongchang den EHC bislang durch die holprige Playoff-Runde tragen. Besonders deutlich wurde das beim wichtigen Sieg in Spiel drei (5:2), als an jedem EHC-Tor ein Olympia-Fahrer direkt beteiligt war. Natürlich kann die individuelle Klasse der sieben Silber-Stars nicht überraschen, doch waren es in der Hauptrunde oft andere Akteure, die im Rampenlicht standen, so etwa DEL-Top­scorer und -Spieler des Jahres Keith Aucoin oder Sturmkante Steve Pinizzotto.

Doch die blieben bislang blass – gut, dass der EHC auf die geballte Olympia-Power zählen kann. Vor allem ein Mann drückt den Playoffs bislang seinen Stempel auf: Franky Mauer. Schon fünf Mal traf der 29-Jährige in der bisherigen Serie – Trainer und Kollegen sind entsprechend voll des Lobes: „Wir wissen, dass Frank mit seinem Speed immer Tore schießen kann. Dafür sind wir dankbar“, so EHC-Coach Don Jackson. Teamkollege Seidenberg, der selbst bereits auf drei Playoff-Assists kommt, ergänzt: „Franky hat uns mit seinen Toren den Push gegeben, auf den wir gewartet haben. Er bringt Schwung in die Mannschaft!“ Schwung, mit dem die Olympia-Stars den EHC ins Halbfinale schießen wollen – und zum Saison-Ziel, dem Meister-Triple.

Max Kramer

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