Test-Turnier in Garmisch-Partenkirchen

Der Meister als Gipfelstürmer: EHC erklimmt vor dem hochklassigen Red Bull Salute die Zugspitze

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Erst der Aufstieg, dann die Aussicht: Der EHC auf der Zugspitze.

Eineinhalb Jahre nach dem fast schon legendären Werbedreh kehrte der EHC Red Bull München nun auf die Zugspitze zurück. Am Freitag startet das Red Bull Salute.

Garmisch-Partenkirchen - Ob der EHC Red Bull München nach drei DEL-Titeln in Folge wieder den Eishockeygipfel erklimmt? Am Donnerstag stand die Truppe von Meister-Coach Don Jackson zur Einstimmung auf die neue Saison zumindest schon einmal auf dem höchsten Punkt Deutschlands – der Zugspitze (2962 Meter). Der EHC weilt zur Vorbereitung auf die neue Eiszeit seit Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen, der Höhepunkt ist das Red Bull Salute, ein Einladungs-Turnier mit den drei europäischen Hochkarätern SC Bern, Sparta Prag und dem Konzern-Bruder, dem EC Red Bull Salzburg.

Maximilian Kastner nutzt den Kurztrip, um seinen Teamkollegen Garmisch zu zeigen. „Es freut mich, meine Heimat zu präsentieren“, sagt der 25-Jährige. Da doch einige neue Profis zum Team gestoßen sind, wissen viele nichts von den Attraktionen des Ortes. Schanze, Partnachklamm, Zugspitze und Eibsee sollten sie auf jeden Fall sehen, betont Kastner. Bislang hatte er mit Dominik Kahun das Gaudi-Zimmer gebildet. Doch der Nationalspieler wechselt in die NHL, trainiert zwar derzeit noch beim EHC, gehört beim Red Bull Salute aber nicht zum Kader. Bei Gelegenheit will Kastner seinen Spezl in den USA besuchen. Das ist ausgemacht, nur noch nicht exakt geplant. Kahuns Schlafplatz nimmt Kevin Reich ein. Das hatten sich beide Jung-Profis gewünscht. Sie gehören einer Trainingsgruppe an, die sich vor Jahren gebildet hat und jede Saison erweitert wird. Man schwitzt, entspannt und feiert gemeinsam. „Ich mag’s viel lieber, in der Gruppe zu arbeiten“, sagt Kastner. Genauso schätzt er es, in der Eishockey-freien Zeit den Kopf auszuschalten und das Leben mit den Freunden zu genießen.

Maxi Kastner (v.r.) und Kollegen am Zugspitzgipfel.

Der Winter wird hart genug. Zunächst beschäftigt sich der EHC mit der Integration der Neuzugänge. Kastner hat seine Reihen-Kollegen John Matsumoto, Steve Pinizzotto und Jerome Flake verloren. Wer neben ihm aufläuft, „ist zweitrangig“. Allerdings erhofft sich der Außenstürmer mehr Aktionen im Angriff. „In der Offensive will ich wieder mehr zuschlagen.“ Er habe es in der Hand, eine größere Rolle auszufüllen. Trainer Don Jackson honoriert ansprechende Leistungen im Training mit Vertrauen. Im Unterzahl-Spiel dürfte Kastner neben Patrick Hager – ein eingespieltes Duo – ohnehin gesetzt sein. Sie steuern auf den vierten Titel in Folge zu. Diese Serie wäre DEL-Rekord.

Im Dezember 2016 war der EHC schon einmal auf der Zugspitze zu Gast, er dreht dort oben einen Werbefilm.

Andreas Mayr

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