Von der Königsklasse zurück in die DEL

Der EHC braucht nach dem Malmö-Coup „frische Haxn“ für Nürnberg und Mannheim

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Malmös Konstantin Komarek (l.) und Konrad Abeltshauser vor EHC-Goalie Danny aus den Birken.

Nach der Champions Hockey League ist vor der DEL. Vor dem Rückspiel gegen Malmö warten in der Liga Nürnberg und Mannheim auf den EHC Red Bull München.

München - Normalerweise erheben sich die Zuschauer im Olympia-Eisstadion erst zu den letzten beiden Spielminuten von den Sitzplätzen, um den EHC Red Bull München noch einmal einen Push zu geben, doch am Dienstag taten sie es bereits mehr als drei Minuten vor dem Ende. Die Hausherren machten es gegen die Malmö Redhawks noch einmal richtig spannend und fuhren trotz einer Unterzahl in der Schlussphase den 2:1-Erfolg im ersten Champions-Hockey-League-Viertelfinale einer deutschen Mannschaft überhaupt nach Hause. Die 3440 Zuschauer waren aus dem Häuschen und durften sich glücklich schätzen, eines der besten Spiele der letzten Jahrzehnte auf Münchner Eis gesehen zu haben. Mehr Stimmung und Spannung gibt es auch bei den DEL-Playoffs nicht.

„Einige Fehler haben uns das Spiel gegen ein gutes Team gekostet. Eine harte Niederlage“, konstatierte Malmös Trainer Peter Andersson. 46 Minuten lang neutralisierten sich die beiden Mannschaften auf höchstem europäischem Niveau, am Ende standen 30:29 Schüsse aus EHC-Sicht auf dem Statistikblatt. Auch das Glück war den Münchnern an diesem Abend hold, die Redhawks ließen zahlreiche Topchancen ungenutzt. Ein zufriedener Red-Bulls-Trainer Don Jackson sprach von einem „guten Start“ ins Viertelfinale und nannte den Schlüssel zum Erfolg: „Unsere Defensive war fantastisch.“

Auf Remis spielen in Malmö? „Das geht immer in die Hose“

Da durfte sich auch Verteidiger Konrad Abeltshauser angesprochen fühlen. „Wir haben auf Augenhöhe mit ihnen gespielt“, sagte er. „Wir haben die Nachschüsse weggeräumt und vorne unsere Chancen genutzt. Nur genau so wird es in Malmö auch funktionieren, es wird ein Kampf bis zur letzten Minute sein.“ Das Rückspiel steigt am kommenden Dienstag um 18.00 Uhr (live auf Sport1 und DAZN), dort reicht den Red Bulls bereits ein Remis zum Erreichen des Halbfinales. Abeltshauser wiegelt allerdings ab: „Wir wollen auch in Malmö gewinnen. Wir spielen nicht auf Unentschieden, das geht immer in die Hose.“

Nürnberg und Mannheim als perfekte Vorbereitung für das Rückspiel gegen Malmö

Dazwischen hat man in der DEL allerdings noch zwei schwere Spiele vor der Brust: Am Freitag in Nürnberg und am Sonntag gegen Spitzenreiter Mannheim – ein Nachteil? Laut Abeltshauser nein: „Das sind Punkte, die wir uns holen wollen, um die Lücke zwischen uns und Mannheim komplett zu schließen. Das ist auch eine super Vorbereitung für das Rückspiel gegen Malmö, wenn wir eine Mannschaft haben, die wirklich sehr schnelles und gutes Eishockey spielt.“ Dennoch müsse man nach dem anstrengenden Duell schnell „die Haxen frisch kriegen.“

Entsprechend stand am Mittwoch nur ein freiwilliges Eistraining an.

Florian Weiß

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