Der EHC-Coach bleibt nach dem Sieg gegen Köln ruhig

So kontert Don Jackson die Pinizzotto-Kritik

ICE HOCKEY - DEL, Straubing vs RB Muenchen
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Ein Mann, der polarisiert: Steve Pinizzotto trug drei Jahre lang das EHC-Dress

Wieder Wirbel um Steve Pinizzotto. Der Ex-Münchner hatte im Vorfeld des Duells EHC gegen Köln ordentlich Kritik geübt. Die EHC-Stars antworteten im sportlichen Sinne.

München - Er galt als der Sheriff des Oberwiesenfelds und einige Fans hätten ihn sicherlich gern noch weiterhin im Dress des EHC Red Bull München gesehen. Steve Pinizzotto ist dafür bekannt, die Gemüter zu spalten. Nicht zuletzt, weil er vor keiner körperlichen oder verbalen Konfrontation zurückscheut. Und so war es auch keine Überraschung, dass der Stürmer vor dem Aufeinandertreffen mit seinem neuen Team, den Kölner Haien, und seinem Ex-Team am Sonntag nicht gerade friedlich gestimmt war. Zunächst hatte sich der Kanadier in einem Interview kritisch über EHC-Coach Don Jackson geäußert. Kurz vor dem Spiel legte er via Instagram nach, lud ein Bild hoch mit der Überschrift „Off to the rats nest“ (Deutsch: „Ab ins Ratten-Nest“).

Kein Wunder, dass die Stimmung in der Olympia-Eishalle am Sonntagnachmittag aufgeheizt war. Die Profis des EHC Red Bull München revanchierten sich auf sportliche Art und Weise und siegten letztendlich dank Toren von Mads Christensen und Patrick Hager mit 2:1 (0:0|1:0|0:1|1:0) nach Verlängerung. Die Fans der Münchner gingen da etwas härter mit dem Spieler ins Gericht. Es dauerte nicht lang, bis Pinizzotto mit „Pinizzotto, du Ar****“-Sprechchören bedacht wurde. Der Neu-Kölner zeigte sich davon nicht sonderlich beeindruckt, konnte allerdings auch nur wenig bis gar keine spielerischen Akzente setzen.

Die EHC-Verantwortlichen freuten sich indes lieber darüber, nach zwei Niederlagen in Folge zurück auf der Siegerstraße zu sein. Coach Don Jackson: „Es war kein leichtes Spiel, aber die Jungs sind sehr motiviert und haben Einsatz gezeigt.“ Auf die Kritik seines Ex-Spielers angesprochen, reagierte die Trainer-Legende gewohnt ruhig. „Natürlich gab es einige Herausforderungen. Er war ein wichtiger Spieler fürs uns, der aber immer wieder gesundheitlich angeschlagen war“, so Jackson. Und dann folgte – ganz trocken – eine kurze Ergänzung: „Immer, wenn er von einer Verletzung zurückkam, waren wir auf dem ersten Tabellenplatz.“ Mit anderen Worten: Es ging und geht aus EHC-Sicht auch ohne Steve Pinizzotto. Der Sonntagnachmittag war ein Beispiel dafür.

Lena Meyer

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