EHC Red Bull München trifft ab Mittwoch auf die Eisbären Berlin

Playoff-Auftakt gegen die Eisbären Berlin: Das macht den Gegner der Red Bulls so gefährlich

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Am Mittwoch starten die Red Bulls in die Playoffs

Am Mittwoch startet der EHC Red Bull München gegen die Eisbären Berlin in die Playoffs. Die tz erklärt, was auf die Roten Bullen zukommt.

München - 321 Tage ist es her. Am 26. April des vergangenen Jahres besiegelte der EHC Red Bull München mit dem 6:3-Erfolg im siebten Finalspiel gegen die Eisbären Berlin den dritten Titelerfolg in Serie. Ein Tag, den die Münchner also noch in äußerst positiver Erinnerung haben. Bei den Berlinern sieht das aus nachvollziehbaren Gründen anders aus. Seither haben die Hauptstädter eine Rechnung mit den Red Bulls offen. Wenn beide Teams Mittwoch zum Auftakt der Viertelfinalserie in München aufeinandertreffen (19.30 Uhr), ist ein hitziges Spiel garantiert. Sport1-Experte Rick Goldmann meint: „Mit den Eisbären Berlin treffen die Münchner auf den derzeit gefährlichsten Gegner.“ 

Und das liegt nicht etwa daran, dass sich die Berliner in dieser Saison besonders stark präsentiert haben. Ganz im Gegenteil. Die Eisbären hatten in der Hauptrunde mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen und enttäuschten auf ganzer Linie. Alle vier Aufeinandertreffen mit den Red Bulls wurden verloren. Mittlerweile haben die Hauptstädter allerdings zu neuer Stärke gefunden. Was die Eisbären aktuell wieder so gefährlich macht? Die tz nennt gemeinsam mit Goldmann die wichtigsten Punkte.

Punkt 1, Comeback der Verletzten: „Die Berliner hatten großes Verletzungspech“, sagt Goldmann. „In der Hauptrunde haben nur zwei Spieler der Eisbären alle 52 Spiele bestritten.“ Mittlerweile sind die größten Probleme überwunden. Spieler wie Marcel Noebels, Louis-Marc Aubry und Florian Kettemer sind wieder topfit.

Punkt 2, hartes Training: Im Februar ging ein Ruck durch die Mannschaft aus der Hauptstadt. Die Länderspielpause nutzte Trainer und Sportdirektor Stéphane Richer, der die Mannschaft im Dezember nach der Trennung von Clément Jodoin übernommen hatte, dazu, noch einmal hart zu trainieren und Rückstände aufzuholen. Seitdem steigerten sich die Berliner stetig.

Punkt 3, starke Nachverpflichtung: Im Februar sicherten sich die Berliner die Dienste von Austin Ortega. Der neue Stürmer der Hauptstädter schlug ein wie eine Bombe und sorgte für wichtige Tore. So traf der US-Amerikaner beispielsweise im ersten Spiel der ersten Playoff-Runde gegen Straubing in der Verlängerung zum 3:2-Sieg und ebnete damit den Weg ins Viertelfinale. Goldmann: „Ihn und Aubry gilt es für die Münchner, besonders im Auge zu behalten.“

Punkt 4, der Teamspirit: Acht der letzten neun Spiele konnten die Berliner für sich entscheiden. Die Mannschaft von Trainer Richer hat derzeit einen echten Lauf. „Die Berliner haben sich regelrecht in Rage gespielt“, meint Goldmann. „Das Selbstvertrauen ist groß, der Schwung ist da.“ Hinzu kommt, dass Wiedergutmachung für das verlorene Finale im vergangenen Jahr betrieben werden soll. EHC-Coach Don Jackson warnt: „Viele der Spieler waren im vorigen Jahr schon da, die kennen die Historie des Klubs und wissen, was zu tun ist.“ Dass die Berliner aufgrund der ersten Playoff-Runde zwei weitere Spiele auf dem Buckel haben, sieht Experte Goldmann als nicht relevant an. „Ich denke, dieser Faktor ist weder ein Vor- noch ein Nachteil. „Trotz alledem ist für mich München Favorit in dieser Serie“, so der Ex-Profi. Übrigens: Mehr von Rick Goldmann und seinen Kollegen Basti Schwele und Sascha Bandermann gibt es im Podcast „Die Eishockey Show“ auf allen gängigen Kanälen. 

Lena Meyer

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