Red Bulls gegen Berlin - Finale am Donnerstag

Titel-Triple oder Trauma? Diese fünf Dinge werden den EHC-Showdown entscheiden 

+
Wer feiert am Donnerstag die Meisterschaft: Titelverteidiger München (l.) oder Berlin?

Ultimativer Showdown am Oberwiesenfeld! Der EHC Red Bull München empfängt die Eisbären Berlin zum absoluten Finale um den Titel. Fünf Dinge muss der Champion beachten, um den Pott zu holen.

So war das absolut nicht geplant. Eigentlich wollte der EHC Red Bull München bereits am Sonntag zuhause den Titel-Hattrick feiern, hatte mit 3:1-Siegen alle Trümpfe gegen die Eisbären Berlin in der Hand – doch es kam ganz anders. Am Donnerstag (19.30 Uhr) heißt es jetzt auf einmal: Alles oder nichts! Hält nun das große Zittern Einzug? Nein, sagt Patrick Hager: "Die wenigsten haben erwartet, dass wir mit 4:0 oder 4:1 durchmarschieren, deshalb waren wir gedanklich auch auf eine lange Serie vorbereitet. Jetzt haben wir den großen Showdown."

Erst zum zweiten Mal in der DEL-Historie gibt es ein Spiel sieben in der Finalserie. Und egal, wie es enden wird, es wird Geschichte geschrieben. Entweder, weil der EHC als drittes Team überhaupt dreimal hintereinander den Pott holt, oder weil der sicher geglaubte Titel erstmals nach einem 3:1-Vorsprung noch verspielt wird.

Damit der Triple-Traum doch noch wahr wird, muss der EHC diese fünf Dinge umsetzen.

1. Von der Strafbank wegbleiben!

Das Hauptproblem des EHC im Großteil der Finalserie - auch, wenn das Unterzahlspiel der Red Bulls eigentlich richtig stark ist. „Wir sind definitiv zu undiszipliniert gewesen, haben zu viele Strafen genommen“, konstatierte Patrick Hager. „In den Playoffs ist es immer auch entscheidend, dass Du von der Strafbank wegbleibst, denn Strafen kosten einfach sehr viel Kraft.“ Und das kann sich schnell rächen.

2. Einen kühlen Kopf bewahren!

Auch, wenn die ein oder andere Entscheidung der Referees strittig war, müssen die Red Bulls ruhig bleiben. Auch Provokationen durch die Berliner müssen am Meister abprallen. Einen Aussetzer wie Konrad Abeltshauser, der wegen Schiedsrichter-Beleidigung am Dienstag eine Zehn-Minuten-Strafe kassierte, darf es nicht geben.

3. Powerplay wieder konsequent ausspielen!

Es war das Prunkstück des EHC in diesen Playoffs – bis inklusive Finalspiel drei, in dem man gleich dreimal in Überzahl einnetzte. In den Duellen vier bis sechs gegen Berlin traf der EHC aber nur noch einmal. Für den Titel muss jede sich bietende Chance genutzt werden, vor allem in Überzahl.

4. Wach bleiben in den Anfangsphasen!

Frappierend, wie der EHC von Berlin in den Anfangsphasen der Drittel überrannt wurde und Tore kassierte. „Vielleicht haben die Eisbären das Momentum gerade auf ihrer Seite“, so Kapitän Michael Wolf, „aber wenn wir gut aus der Kabine kommen, sie unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen und das erste Tor schießen, dann kann sich das ganz schnell drehen.“

5. Torchancen eiskalt nutzen!

Was wurde bislang die Kaltschnäuzigkeit des Meisters bewundert! Davon war am Dienstag allerdings nichts mehr zu sehen, zahlreiche Topchancen wurden vergeben. An den vergebenen Meisterpuck von Brooks Macek in der Verlängerung am Sonntag will man jetzt gar nicht mehr zurück denken …

Mit den Fans im Rücken will der EHC endgültig den Titel-Hattrick einfahren.

Einen Trumpf hat der EHC definitiv sicher: Die Unterstützung von den Rängen. Innerhalb von nur zehn Minuten waren alle 6142 Tickets vergriffen, auf dem Schwarzmarkt wurden Stehplätze für 100 Euro angeboten. Mit dem siebten Mann im Rücken muss es doch klappen mit dem Meistertitel!

Florian Weiß

Auch interessant:

Meistgelesen

Offiziell! IOC gibt Austragungsort der Olympische Winterspiele 2026 bekannt
Offiziell! IOC gibt Austragungsort der Olympische Winterspiele 2026 bekannt

Kommentare