DFB-Boss will Löw halten

Zwanziger: Jobgarantie für Bundes-Jogi

Der DFB-Boss will Jogi Löw halten.
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Der DFB-Boss will Jogi Löw halten.

München - "An den Qualitäten von Joachim Löw und auch seines gesamten Stabs gibt es gar keine Zweifel", sagt DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Der Druck steigt von Tag zu Tag. Aber immerhin: Bei allen Sorgen über die Verfassung der Nationalmannschaft zweieinhalb Monate vor dem EM-Start muss sich Joachim Löw keine Gedanken über seinen Arbeitsplatz machen. Denn DFB-Boss Dr. Theo Zwanziger gibt unserem Bundes-Jogi eine Jobgarantie!

„An den Qualitäten von Joachim Löw und auch seines gesamten Stabs gibt es gar keine Zweifel. Sicherlich werden wir auch mal wieder ein wichtiges Spiel verlieren, das ist eben so. Das ist den Engländern so gegangen und auch anderen großen Fußball-Nationen. Das wird uns aber nicht von unserer Grundkonzeption und von unserer Linie abbringen“, sagte der DFB-Präsident. Und: Das gelte selbst bei einem erneuten Scheitern in der EM-Vorrunde!

Dass die DFB-Auswahl seit dem gewonnenen EM-Finale am 30. Juni 1996 im Londoner Wembleystadion gegen Tschechien (2:1 durch Oliver Bierhoffs Golden Goal) kein Match mehr bei einer EM gewonnen hat und zweimal in Folge nach der Vorrunde abreisen musste, bereitet dem DFB-Boss kein Kopfzerbrechen. „2000 waren einige Leistungsträger schon über ihrem Zenit, 2004 waren wir vielleicht zu euphorisch nach der Vizeweltmeisterschaft zwei Jahre zuvor und haben geglaubt, es würde alles so weiterlaufen“, begründet Zwanziger im Nachhinein die Misserfolge des dreimaligen EM-Champions.

Dass ein neuerliches Versagen personelle Konsequenzen haben könnte, schließt der 62-Jährige aber aus. Dabei können Erich Ribbeck und Rudi Völler ein Lied von den gnadenlosen Mechanismen des Geschäfts singen. Denn für beide war die Europameisterschaft gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Laufbahn als ranghöchster deutscher Trainer.

Zwanziger schließt solche Kurzschlussreaktionen für den Sommer aber aus, nicht nur weil Löw bereits nach der souveränen EM-Qualifikation seinen Vertrag bis 2010 verlängerte. „Die Spieler sind unter diesem Trainer hundertprozentig dabei. Es ist sehr wichtig, dass es eine enge Bindung gibt, auch eine geistige und freundschaftliche Verbindung. Zudem haben wir viele junge Spieler in der Hinterhand, die bei der EM nocht nicht dabei sein werden“, erklärt der gelernte Jurist.

Dass die Mannschaft nach der vorzeitigen Quali einen Gang zurückgeschaltet hat, liegt nach Ansicht des Präsidenten in der Natur der Sache: „Das ist verständlich vor dem Hintergrund, dass experimentiert wird, dass es Verletzungen gab und dass natürlich viele Spieler zunächst mal viel ihren Klubs zu schulden hatten. All das ist in anderen Ländern auch nicht anders.“

Für den DFB-Chef sind deshalb die letzten drei Länderspiele vor dem EM-Start gegen die Schweiz, gegen Weißrussland und gegen Serbien kein Maßstab. „Du kannst nicht aus einem Testspiel, aus einem Freundschaftsspiel heraus Schlüsse auf das Abschneiden bei der EM ziehen. Für die Trainer ist wichtig, dass sie jetzt den Konkurrenzkampf unter den Spielern schüren, bis der Kader benannt wird. Dass sie dort auch klare Vorgaben machen. Das Trainingslager auf Mallorca und die Tage im Tessin werden dazu beitragen, dass wir mit einer guten Mannschaft unser Land bei der EM vertreten werden. Ich bin da sehr optimistisch“, meinte Zwanziger.

Quelle: tz

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