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Zverev-Comeback geplatzt: Nächster langer Ausfall droht

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Von: Stefan Schmid

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Nach der überwunden geglaubten schweren Verletzung folgt der nächste Rückschlag für Alexander Zverev. Ein Knochenödem bremst den Hamburger aus.

Hamburg - Beim Davis Cup in seiner Heimatstadt Hamburg wollte Alexander Zverev eigentlich sein Comeback geben, nun macht den Deutschen eine weitere Verletzung zu schaffen. So wirkt Zverev bei der Verkündung der neuerlichen Negativ-Botschaft sichtlich geknickt und spricht dabei von einer Ausfallzeit, die eine Rückkehr auf den Tennis-Court in diesem Jahr mehr als unwahrscheinlich erscheinen lassen.

„Extreme Schmerzen“ kamen während des Trainings

Während einer Trainingseinheit mit seinem Davis-Cup-Teamkollegen Oscar Otte machte sich der Schmerz das erste Mal bemerkbar. Der nächste Morgen brachte dann die traurige Gewissheit und die Diagnose Knochenödem (vermehrte Flüssigkeitsablagerung im Knochen, Anm. d. Red). Betroffen ist ausgerechnet derselbe Fuß, in dem Zverez im Juni den mehrfachen Bänderriss bei der French Open erlitt.

Um nicht das Risiko eines Bruches, ausgelöst durch das Ödem, einzugehen, muss es Zverev jetzt langsam angehen lassen. „Ich muss da geduldig und vorsichtig sein, so etwas kann für die Zukunft gefährlich werden“, zeigt sich der Weltranglisten-Fünfte einsichtig. Eine Einsicht, die sich auch in der Bewertung der vergangenen Verletzungsbewältigung spiegelt, von der Zverev sagt, dass er „wohl zu viel gemacht und jetzt extreme Schmerzen“ hat.

Deutlich geknickt verkündete Alexander Zverev seine neuerliche Verletzung.
Deutlich geknickt verkündete Alexander Zverev seine neuerliche Verletzung. © IMAGO/Mathias Schulz

Zverev will „Cheerleader sein“

Für Zverev bedeutet die neuerliche Verletzung eine erneut lange Ausfallzeit, „denn wir reden über Wochen, höchstwahrscheinlich sogar Monate“, so der geknickte Olympiasieger. Somit würde es schon an ein Wunder grenzen, wenn er in diesem Jahr nochmal auf dem Tennisplatz zu sehen sein wäre. Für das Turnier in Hamburg will er nun das Team von Außen unterstützen: „Ich werde Cheerleader sein im besten Sinne.“

Der Ausfall hat natürlich auch Konsequenzen für das Davis-Cup-Team in Hamburg. Team-Kapitän Michael Kohlmann zeigt sich mitfühlend mit seinem Star: „Natürlich war diese Nachricht ein Schock für uns, aber für Sascha natürlich zuallererst.“ Als Zverev-Ersatz berief Kohlmann den Karlsruher Yannick Hanfmann ins Team, der sich aktuell auf dem 152. Platz der Weltrangliste befindet. Währenddessen sorgte Tennis-Wunderkind Alcaraz mit dem Gewinn der US Open für positive Schlagzeilen. (sch)

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