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Tennis-Ass konnte „keinen Frieden finden“

Vor Wimbledon: Serena Williams musste nach Skandal-Auftritt in Therapie

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Serena Williams (r.) und Naomi Osaka (l.) bei den US Open. 

Serena Williams musste vor Wimbledon ihr schwerstes Finale verarbeiten und entschied sich für eine Therapie. Sie hätte „keinen Frieden“ finden können. 

London - Vor dem großen und wichtigen Halbfinale von Wimbledon erinnert sich Serena Williams an eine ihrer härtesten Niederlagen zurück. Beim Finale der US Open 2018 sorgte sie für den großen Eklat des Turniers. Williams trat gegen die Japanerin Naomi Osaka an, die ihr erstes ersten Grand-Slam-Finale spielte, und legte sich mehrfach und lautstark mit Schiedsrichter Carlos Ramos an. Der große Sieges-Moment der jungen Osaka stand plötzlich nicht mehr im Mittelpunkt. Stattdessen war es die bezwungene Gigantin Williams, die die Schlagzeilen dominierte.

Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin wurde im Laufe des Spiels wegen unerlaubten Coachings verwarnt und wollte das nicht auf sich sitzen lassen. „Ich betrüge nicht, um zu gewinnen. Lieber verliere ich.“ Wenig später setzte sie sogar noch einen drauf: „Die wirst nie wieder ein Match von mir leiten. Solange Du lebst“, so Williams in Richtung Ramos. Williams wurde im Zuge dessen erst ein Punkt - und nachdem sie Ramos auch noch als „Dieb“ und „Lügner“ beschimpfte - ein Spiel abgezogen. Außerdem zertrümmerte sie ihren Schläger. Das Drama nahm ihren Lauf. Williams, die im Jahr zuvor Mutter geworden war und schon das Wimbledon-Finale gegen Angelique Kerber verlor, fand nicht mehr zu ihrem Spiel und verlor verdient mit 2:6 und 4:6.

Serena Williams hatte vor Wimbledon ein schlechtes Gewissen

Nun versucht Amerikanerin mit dieser Niederlage abzuschließen. Eine Niederlage, die den großen Siegeszug von Osaka so prominent in den Schatten stellte, dass Williams selbst nach therapeutischer Hilfe suchen musste, um damit klarzukommen. Die US-Tennis-Queen verfasste kürzlich ein Essay im Mode-MagazinHarpers Bazaar und berichtet darin, dass sie nach dem Finale „keinen Frieden mehr gefunden habe“. 

„Man hat mir nicht nur ein Spiel genommen. Einer anderen Spielerin wurde ein Karriere-definierender, triumphaler Moment gestohlen. Ein Moment, der eigentlich einer der glücklichsten Erinnerungen ihrer langen und erfolgreichen Karriere werden sollte. Mein Herz war gebrochen. Ich habe darüber nachgedacht: ‚Was hätte ich besser machen könnten?‘“. Williams habe mit ihrem Therapeuten nach Antworten auf ihrer Suche nach Frieden gesucht und hätte dabei zwar auch Fortschritte gemacht, schaffte es allerdings nicht mehr, einen Tennis-Racket in die Hand zu nehmen. Sie habe sich von dem Sport, den sie so sehr liebte, betrogen gefühlt. 

Serena Williams entschuldigte sich bei Final-Gegnerin Naomi Osaka

Schließlich fand Williams die Lösung in einer schriftlichen Entschuldigung bei Osaka und schrieb der 21-jährigen: „Hey, Naomi! Hier ist Serena Williams. Wie ich schon auf dem Court gesagt habe, bin ich sehr stolz auf dich und es tut mir wirklich leid. Ich dachte, ich hätte das Richtige getan, in dem ich für mich selbst eingestanden bin. Ich hatte keine Ahnung, dass die Medien versuchen würden, und gegeneinander aufzubringen.“ 

Williams sicherte Osaka außerdem ihre volle Unterstützung zu und verabschiedete sich in dem Brief als Fan. Die Japanerin antwortete ihr und nahm die Entschuldigung an. Die Menschen würden Stärke als Wut missverstehen, weil sie nicht zwischen beidem unterscheiden könnten. Serena solle genauso weitermachen. Schon nach dem New Yorker Finale gab Osaka an, großer Fan von Williams zu sein und spielte die Situation runter.

Serena Williams klagt nach Therapie an: Warum werden Frauen ungleich behandelt?

Osakas Antwort habe Williams schließlich wieder auf die richtige Spur geführt und ihr geholfen, über die Niederlage hinwegzukommen. Trotzdem stellt sich die 37-Jährige in ihrem Essay die Frage, warum leidenschaftliche Frauen als emotional, verrückt und irrational abgestempelt werden würden, während man Männer in der gleichen Situation als stark und leidenschaftlich betrachte. „Ich bitte darum, auf die gleiche Weise wie alle anderen behandelt zu werden. Traurigerweise ist das aber einfach nicht die Welt, in der wir leben.“

Heute steht Williams im Halbfinale von Wimbledon und hat die Chance, zum elften Mal ins Finale des berühmtesten Tennis-Turniers der Welt einzuziehen. Dort wird ihr die Tschechin Zahlavova Strycova gegenüber stehen. Hoffentlich verläuft die Partie diesmal etwas ruhiger. Für alle Beteiligten. 

ta

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