Walujew bleibt Weltmeister

In einem Kampf auf niedrigem Niveau konnte Holyfield den 24 Zentimeter größeren Walujew nicht entscheidend treffen.
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In einem Kampf auf niedrigem Niveau konnte Holyfield den 24 Zentimeter größeren Walujew nicht entscheidend treffen.

Zürich - Profi-Boxer Nikolai Walujew bleibt Weltmeister im Schwergewicht nach Version der WBA. Der für den Berliner Sauerland-Stall kämpfende Russe bezwang am Samstagabend in Zürich Ex-Weltmeister Evander Holyfield aus den USA in einem Zwölf-Runden-Kampf nach Punkten (114:114, 116:112, 115:114).

Für den 2,13 Meter großen Walujew war es der 50. Sieg im 52. Profikampf. Der 46-jährige Holyfield, der schon viermal Schwergewichts-Weltmeister war, musste seine zehnte Niederlage im 54. Kampf hinnehmen. Damit verpasste er die Chance, als ältester Schwergewichts-Champion in die Geschichte einzugehen. Den Rekord hält weiterhin sein Landsmann George Foreman, der den Titel 14 Jahre zuvor im Alter von 45 Jahren eroberte.

Kampf der Giganten

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In einem Kampf auf niedrigem Niveau konnte Holyfield den 24 Zentimeter größeren Walujew nicht entscheidend treffen. Zwar war der Amerikaner der beweglichere und technisch bessere Boxer, doch der 141 Kilogramm schwere Russe hielt den Herausforderer mit seiner größeren Reichweite auf Distanz. Allerdings konnte Walujew kaum Akzente setzen. Erst als Holyfield konditionelle Schwächen offenbarte, kam Walujew mit einigen Schlagkombinationen zum Zuge.

Walujew kassierte für die erfolgreiche Titelverteidigung rund eine Million Euro, Holyfields Börse lag bei rund 600 000 Euro. Weltmeister Walujew muss seinen Titel spätestens im Sommer gegen Ruslan Chagaev aus dem Hamburger Universum-Stall verteidigen. Der lange Zeit verletzte Usbeke, der Walujew im vergangenen Jahr den WM-Titel entrissen hatte, wird von der WBA als “Champion im Wartestand“ geführt.

Quelle: DPA

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